MISEREOR setzt auf Dialog, Bindung und virale Verbreitung
3 Fragen an Marianne Pötter-Jantzen
Welche Tools schätzen Sie als besonders wirkungsvoll für den Einsatz bei NGOs ein?
Für MISEROR spielt im Moment Facebook eine zentrale Rolle. Zum Beispiel haben wir während unserer diesjährigen Fastenaktion viel zum Aktions-Thema „Leben im Slum“ gepostet und gute Resonanz bekommen. Dabei haben sich inhaltliche Posts mit aktionsbezogenen abgewechselt. Wir versuchen so wichtige Aspekte von Social Media zu berücksichtigen: Dialog, Bin- dung und virale Verbreitung. Alle drei sind für eine NGO, die wie MISEREOR von der Mobilisierung und Loyalität ihrer Unterstützer lebt, sehr wichtig. Aber Facebook steht nicht isoliert, wir legen viel Wert auf eine gute Vernetzung und gegenseitige Ergänzung der unterschiedlichen Social Media Präsenzen und unserer Website.
Unterscheidet sich die Kommunikation einer NGO im Web von der von Unternehmen?
Inhaltlich haben wir NGOs den Usern sozialer Netzwerke oft mehr zu bieten als manches Unternehmen. Das müssen wir aber auch, denn User stellen an NGOs sicher höhere Ansprüche in Sachen Glaubwürdigkeit und Authentizität. Allerdings bleibt bei NGOs manchmal die Leichtigkeit des Mediums auf der Strecke. Da können wir von vielen Unternehmen lernen. Denn unterhaltsame und spielerische Elemente spielen im Web einfach eine große Rolle.
Welchen Stellenwert haben die Mitarbeiterblogs für die öffentliche Wahrnehmung Ihrer Organisation und der Arbeit, die Sie weltweit leisten?
Sie haben einen hohen Stellenwert, denn sie ermöglichen einen differenzierten und persönlichen Blick auf unsere Projektarbeit. Hier berichten unsere Mitarbeiter, Partner und Freiwilligen konkret und ungefiltert. Sie beschreiben ihre Begegnungen, Erlebnisse und Gefühle. Der Blog bietet die Möglichkeit den vielen persönlichen Geschichten hinter den Entwicklungsprojekten Raum zu geben. Für MISEREOR ist das ein wichtiger Weg unsere weltweite Hilfe zur Selbsthile darzustellen.
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Marianne Pötter-Jantzen ist Mitarbeiterin der online-Redaktion von MISEREOR.