5 Thesen zu Social Media in der Internen Kommunikation

Aus einer Vielzahl von Gesprächen mit Verantwortlichen und Führungskräften aus der Unternehmenskommunikation ergibt sich zum Thema Social Media für den internen Einsatz ein komplexes Bild. Zum einen gewinnt man den Eindruck, dass es momentan kein wichtigeres Zukunftsthema gibt und alle Instrumente der Internen Kommunikation dadurch auf den Prüfstand gestellt werden. Andererseits zeigt die Unternehmensrealität, dass die (deutliche) Mehrheit der Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag noch fernab von Vernetzung, Microblogging, Rating und "Gefällt mir" ist. Dieses Spannungsfeld findet sich in den folgenden Thesen wieder.

Social Media – ein interner Kanal unter vielen, der heute überschätzt wird
Ein wichtiges Instrument in unseren Projekten zum Relaunch von Intranets und internen Kommunikationsmedien ist eine Mitarbeiterbefragung, in der bestehende Plattformen und Kanäle nach deren Relevanz und Funktion hinterfragt werden. Durch die Bank zeigt sich folgendes Ergebnis:

  • Wichtigster Informationskanal für die Mitarbeiter zum Unternehmen ist die eigene Führungskraft
  • Das Intranet wird im Schnitt pro Woche max. 2 Stunden genutzt und rangiert in der Relevanz bzgl. Informationen zum Unternehmen und Arbeitsumfeld hinter Mitarbeiterveranstaltungen, Printmedien und E-Mail-Newsletter
  • Weite Teile der Belegschaft (Produktion, Außenstandorte) haben in der Regel keinen Zugriff auf Online-Kanäle wie Intranet oder E-Mail-Newsletter
  • Mitarbeiter fühlen sich schon heute durch die Vielzahl der verfügbaren Medien und insbesondere durch die E-Mail-Flut überfordert und können Wichtiges nur schwer von Unwichtigem unterscheiden
  • Web 2.0-Angebote wie interne Blog, Wikis und Kommentarfunktionen werden nur von unter 5 % der Belegschaft genutzt und auch wahrgenommen

Social Media in der Internen Kommunikation wird in diesem Lichte gesehen nur ein weiterer Kanal sein, der auch in den nächsten 3-5 Jahren nur Bedeutung für eine kleine Gruppe von Mitarbeitern haben wird. Er wird sich weder dazu eignen, um in kurzer Zeit die Mehrheit der Belegschaft zu erreichen, noch um kritische und unternehmensentscheidende Nachrichten zuverlässig zu kommunizieren und in den Diskurs zu stellen. Aber warum dann der Hype? Weil sich Kommunikation im Unternehmen ändern wird! Die geplante und gerichtete Kommunikation wird mehr und mehr durch die digitale Vernetzung und Wahrnehmung des "Activity Streams" des eige- nen Arbeitsumfeldes ergänzt werden. (...)

Lesen Sie den gesamten Artikel und weitere Beiträge zum Thema Social Media in der Internen Kommunikation im Newsletter IK im Fokus (3/2012).

Lutz Hirsch wird auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 Workshops zu den Themen Strategie, Tools und Technologien durchführen.

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Lutz Hirsch ist Executive Partner bei Hirschtec und seit 1996 in der IT- und Internetbranche aktiv. Nach Stationen bei d.d. synergy und der IBM Global Services gründete er 2003 die Firma Hirschtec Infoarchitects. 2009 wurde ihm ein Lehrauftrag der FH Brandenburg im Fachbereich Wirtschaftsinformatik zum Thema „Web 2.0 in der Unternehmenspraxis“ erteilt. Lutz Hirsch ist Mitglied des Information Architecture Institute. Außerdem ist er seit Oktober 2010 Mitglied im Aufsichtsrat der HanseSafe AG.

 

Kommunikationscontrolling im Enterprise 2.0

Wie Sie mit der geschickten Wahl der Kennzahlen Probleme aufdecken und Ressourcen genau da einsetzen, wo sie nötig sind.

Auf den ersten Blick scheint es für das Controlling wenig relevant zu sein, ob klassische Kommunikationsprozesse im "Enterprise 1.0" untersucht werden oder Prozesse, die Social Software im Unternehmenskontext einsetzen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die klassischen Monitoring-Instrumente nicht einfach übertragen werden können. Bisher lag den meisten Prozessen in der Mitarbeiterkommunikation das klassische Top-Down-Prinzip zugrunde, d.h., die Führungsebenen wandten sich mit Themen und Botschaften an die Mitarbeiter, wobei die einen die Sender-Rolle und die anderen die Empfänger-Rolle einnahmen. Diese klare Rollenverteilung – wenn sie denn tatsächlich je bestand – wird mit der durch Social Software unterstützten Mitarbeiterkommunikation aufgegeben. An ihre Stelle tritt eine hierarchiefreie Kommunikation mit einem effizienteren Wissensmanagement, verbesserten Informationsströmen und besser integrierten Mitarbeitern.

Paradigmenwechsel in der Kommunikation
Wenn mit Enterprise 2.0-Projekten Social Media-Funktionalitäten für die Mitarbeiterkommunikation genutzt werden, so bedeutet dies einen Paradigmenwechsel für die interne Unternehmenskommunikation. Anstelle des Sendens von Botschaften rückt der Dialog mit den Mitarbeitern stärker in den Fokus.

Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich mit ihrem Tätigkeitsprofil der unternehmensinternen Öffentlichkeit vorzustellen, sie können im Blogbereich eigene Inhalte präsentieren oder in Foren und via Kommentar in arbeitsrelevante Diskussionen einsteigen. Wurde im Enterprise 1.0 vor allem gefragt, ob eine Botschaft ankommt, geht es im Enterprise 2.0 um Fragen der Vernetzung der Mitarbeiter im Unternehmen, deren Dialogbereitschaft und inwiefern die Social Software Unternehmensprozesse befördert. Dabei werden Prozesse zum Beispiel dadurch unterstützt, dass sich Projektzeiten durch effiziente Informationsflüsse verkürzen oder sich die Qualität der Projektergebnisse durch bessere Responsefähigkeit verbessert.

Kennzahlen zur Steuerung von Prozessen
Diese Ziele – Vernetzung, Dialogfähigkeit, Produktivitätssteigerung – stehen für die zentralen Argumente, wenn es darum geht, ein Enterprise 2.0-Projekt Vorständen und Geschäftsführern zu präsentieren und für ein entsprechendes Projekt-Budget zu werben. An diesen Zielen wird auch der Erfolg des Enterprise 2.0-Projekts gemessen. Mit dem Kommunikationscontrolling werden dafür Kennzahlen festgelegt, die den Fortgang des Projekts dokumentieren und die gezielte Planung weiterer Maßnahmen ermöglichen. Weitere Ziele bzw. Kennzahlen ergeben sich aus den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den Entwicklungsstand des Projekts jederzeit mit Zahlen für Vorstände und Geschäftsführer aufzubereiten und zu belegen. (...)

Lesen Sie den gesamten Artikel im Newsletter IK im Fokus (3/2012).
Zum Thema "Maßnahmen-Controlling & Kennzahlen für erfolgreiche Social Intranet-Projekte" wird Ariana Fischer auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18 und 19. September in Frankfurt einen Workshop durchführen. 

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Ariana Fischer ist Leiterin Consulting und Managing Partner bei ICOM GmbH und führt seit 1998 Beratungsprojekte bei verschiedenen Großunternehmen in den Bereichen interne und externe Kommunikation durch. 2003 übernahm sie die Bereichsverantwortung für das Thema Kommunikationscontrolling, das sie für den Einsatz in der internen und externen Kommunikation weiterentwickelt hat. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften betreute sie von 1995 bis 1998 die Öffentlichkeitsarbeit und Marktforschung einer Tochterfirma des Südwestrunkfunks zur Einführung des digitalen Hörfunks.

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Dr. Matthias Wagner ist seit 2010 Consultant der ICOM GmbH und unterstützt das Team besonders in Fragen zu Social Web-Themen. Als Senior Media Analyst bei X-Ray Media (Scholz & Friends-Partner) und anetomy war er seit 2008 für das Monitoring und die Analyse von Social Web-Kommunikation zu Marken und Produkten verantwortlich. Der studierte Germanist hat im Frühjahr 2010 seine Dissertation an der Universität Hamburg eingereicht. Im Rahmen seines Forschungsprojekts, das von der FAZIT-Stiftung unterstützt wurde, entwickelte Matthias Wagner einen Algorithmus zur semantischen Analyse von Sätzen und Satz-Strukturen, mit dessen Hilfe Texte wie z.B. User Generated Content automatisiert ausgewertet werden können.

 

Veranstaltungshinweis: Social Media Praxistage am 16. und 17. Oktober in Frankfurt

10 Themen – 10 Workshops – 2 Tage 
Social Media bieten für PR und Marketing ein immenses Potential – dies gilt sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen. Facebook, Xing und Twitter gehören für viele PR- und Marketingspezialisten bereits zum Kommunikationsalltag. Die Entwicklung dieser Kanäle sowie auch Google+ und Trendthemen wie z.B. Pinterest sollten Social Media Manager stets im Blick behalten. So können sie ihre potentiellen Kunden, Geschäftspartner, Multiplikatoren und Meinungsführer mit der geeigneten Ansprache und den passenden Maßnahmen im Social Web erreichen, wo diese auch präsent sind.


Die Social Media Praxistage bieten interessante, vielfältige Workshops für Mitarbeiter aus PR und Marketing sowie verwandten Disziplinen, die bereits Erfahrungen mit Social Media sammeln konnten und ihr Wissen im intensiven Austausch vertiefen und erweitern möchten.
Bei den Social Media Praxistagen erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um Kampagnen, die neuen Wege der Pressearbeit, Rechtsgrundlagen und Social Media Guidelines. Sie gewinnen Einblicke in die Themen Suchmaschinenoptimierung, Monitoring und Trends im Bereich Mobile Marketing.
Erfahrene Social Media-Profis arbeiten mit den Teilnehmern zwei Tage lang an ihren Top-Themen und geben viele konkrete Tipps.
Keynotes von Referenten renommierter Unternehmen eröffnen die beiden Workshop-Tage, bei denen auch das reale Social Networking nicht zu kurz kommen wird.

An beiden Tagen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Workshops aus parallel laufenden Strängen anhand ihrer Interessen und Fragestellungen auszuwählen. Die Workshopwahl wird vorab von der scm erfragt.

Informationen rund um die angebotenen Workshop, die Keynotes und Referenten finden Sie auf www.scm-praxistage.de oder in unserer Broschüre.

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Broschuere_SoMe_Praxistage_10_12.pdf (450 KB)
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Von der Informationsvermittlung zur Partizipation

Drei Faktoren, um Mitarbeiter erfolgreich einzubinden

Jetzt können also alle mitreden. Mit sozialer Software erhält jeder im Unternehmen eine Stimme. Inhalte kommen nicht mehr nur von der Internen Kommunikation, sondern werden auch von den Mitarbeitern generiert. – So geht die Theorie. Doch was ist, wenn in der Praxis die Beteiligung der Mitarbeiter einfach ausbleibt oder schnell wieder nachlässt? Oder wenn die Beteiligung zu ganz anderen Ergebnissen führt, als man sich das gewünscht hätte?

Inzwischen haben schon einige Unternehmen Erfahrungen mit sozialer Software in der Internen Kommunikation gemacht und dabei sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Nach einer internationalen Befragung von über 1.400 Unternehmen zum Thema "soziales Intranet" war die Zufriedenheit bei 30 % der Befragten zwar hoch oder sehr hoch. Der Anteil derjenigen mit niedriger oder sehr niedriger Zufriedenheit war mit 26 % aber kaum geringer (1). Nach einer weiteren Untersuchung zu sozialen Netzwerken in Unternehmen folgte auf anfängliche Begeisterung nicht selten ein lang- samer Niedergang(2). Diese Berichte zeigen, dass die Installation einer sozialen Software alleine keinen Erfolg garantiert.

Warum scheitern so viele Projekte mit sozialer Software? Im Folgenden habe ich auf der Grundlage eigener Projekterfahrung und nach Auswertung jüngster Studien3 drei Faktoren herausgegriffen, die zu berücksichtigen sind, wenn der Schritt von der Informationsvermittlung zur Partizipation der Mitarbeiter erfolgreich gemacht werden soll.

1 Nutzen für Unternehmen und Mitarbeiter schaffen
Alle Maßnahmen der Internen Kommunikation sollten Geschäftsziele unterstützen. Das war schon immer so. Beim Einsatz sozialer Software ist allerdings zu beachten, dass nicht nur die Zielsetzung im Sinne des Unternehmens erfolgsentscheidend ist, sondern auch die Motivation der Mitarbeiter sich zu beteiligen. Die traditionelle Infor- mationsvermittlung war oft mehr das Sprachrohr der Unternehmensführung. Es kam vor allem darauf an, das Management mit den richtigen Botschaften zufriedenzustellen. Das Feedback der Mitarbeiter war schon deshalb weniger wichtig, weil es kaum sichtbar wurde. Beim Einsatz sozialer Software ist das anders. Dort offenbart sich, was die Mitarbeiter denken. Häufig genug wird gerade darin die Gefahr gesehen, dass die Mitarbeiter etwas Unpassendes oder Kritisches sagen könnten. Tatsächlich besteht die größere Gefahr aber darin, dass sie gar nichts sagen, weil sie sich nicht trauen oder keinen Sinn darin sehen, sich zu beteiligen, weil es für ihre Arbeit einfach zu wenig bringt. Wenn aber niemand mitmacht, kann auch kein Nutzen für das Unternehmen entstehen.

Dabei ist die Beteiligung der Mitarbeiter kein Selbstzweck. Sie führt nicht zwangsläufig zum angestrebten Nutzen. Beteiligung ist für den Erfolg zwar notwendig, aber nicht hinreichend. Wenn es darum geht, den Erfolg zu messen, reichen bloße Beteiligungsziffern daher nicht aus. Wenn etwa eine Mikroblogging-Plattform eingerichtet wurde, um den Wissensaustausch innerhalb des Unternehmens zu verbessern, ist die Zahl der Nutzer oder der Statusmeldungen kein hinreichendes Kriterium für den Erfolg. Dafür muss vielmehr so etwas ausgewertet werden wie die Zeitersparnis bei der Suche nach Informationen oder Experten. Nicht die Reichweite zählt, sondern das Ergebnis für das Unternehmen und für die Mitarbeiter.(...)

Lesen den gesamten Artikel und weitere Beiträge zum Thema Social Media in der Internen Kommunikation im Newsletter IK im Fokus (3/2012).

Dr. Georg Kolb wird zu diesem Thema einen Workshop bei den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18. und 19. September in Frankfurt durchführen.

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Dr. Georg Kolb arbeitet seit 20 Jahren in Kommunikation und Marketing, seit Januar 2012 als unabhängiger Berater. Zuvor hatte er eine Reihe von Führungspositionen im Agentur- und Unternehmensumfeld inne. Unter anderem leitete er Vertrieb und Marketing des Social Software-Unternehmens direktzu, bei Pleon Deutschland war er Social Media-Direktor und Key Accounter. Von 2004 bis 2008 war er globaler Innovationschef bei der Hitech-PR-Agentur Text 100 in New York, davor Managing Consultant für Text 100 Deutschland. Neben seiner Kundenarbeit hatte Georg Kolb auch Lehraufträge für PR im Internet an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing und für internationale PR an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

(1) Toby Ward (Prescient Digital Media) in Zusammenarbeit mit der IABC (International Association of Business Communicators): The Social Intra- net Study. Von, Dezember 2011. http://slidesha.re/xyFpR1

(2) Charlene Li, AlanWebberand Jon Cifuentes (Altimeter Group): Making the Business Case for Enterprise Social Networks. Februar 2012. http:// slidesha.re/x4TPRP

 

 

Kurzauswertung der Studie “Social Intranet 2012″

Die scm hat gemeinsam mit Hirschtec die Studie „Social Intranet 2012“ durchgeführt. Ziel der Umfrage war, den aktuellen Status Quo von Social Media-Anwendungen in der Mitarbeiterkommunikation deutscher Unternehmen zu beurteilen. Demnach nutzen aktuell 29% der befragten Unternehmen Social Media-Anwendungen und 64% planen die Einführung in den nächsten ein bis drei Jahren. Eine Kurzauswertung der Ergebnisse steht hier für Sie zum Download bereit.

Die Gesamtergebnisse erscheinen im September 2012 und können bei der scm vorbestellt werden.

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scm_Studie_IKSM_kurzauswertung03072012.pdf (1.13 MB)
(download)

Einsatzmöglichkeiten von Enterprise Social Network Software für Führungskräfteveranstaltungen

Unternehmen nutzen verstärkt den Einsatz von Social Media Tools für eine schnelle und standortübergreifende Zusammenarbeit. Vor allem der Bereich der internationalen Führungskräftekommunikation erfordert dialog- und interaktionsintensive Anwendungsmöglichkeiten. Unterstützend zu den etablierten Instrumenten, wie z.B. Intranet oder Führungskräfteveranstaltungen, kann eine Enterprise Social Network Software gewinnbringend eingesetzt werden. Diese bildet einen zentralen Kommunikationsort für dezentral ansässige Führungskräfte und ermöglicht eine transparente und interaktive Planung, Durchführung und Nachbereitung von Führungskräfteveranstaltungen. So gelingt es, ein nachhaltiges Führungskräftenetzwerk zu etablieren. (...)

Herausforderungen an die Führungskräftekommunikation
Der Bereich Führungskräftekommunikation gilt als besondere Herausforderung der internen Unternehmenskommunikation. Führungskräftekommunikation bedeutet zum einen die Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Führungskräften, zum anderen die Kommunikation der Führungskräfte untereinander. Dadurch verläuft die Kommunikation sowohl vertikal als auch horizontal und bedarf ganz spezifischer Interaktionsformate. Darüber hinaus stehen Unternehmen häufig unter Veränderungs- oder Anpassungsdruck. Die Führungskräfte gelten dabei als die Vermittler von Unternehmenszielen sowie von Strategien im Zuge der Veränderungsprozesse. Wesentlich für die erfolgreiche Wahrnehmung dieser Rolle sind eine schnelle Orientierung an der Unternehmensleitung, das Abgleichen von Interessenlagen sowie Aktualität und kommunikative Effizienz. Vor allem international agierende Großunternehmen sehen sich aufgrund ihrer weltweiten Standorte besonderen Herausforderungen gegenüber: Die einzelnen Tochtergesellschaften mit jeweils eigener Geschäftsführung und eigenen Mitarbeiterbereichen unterscheiden sich häufig in ihren Führungskulturen und stehen dabei oft nur mit der Unternehmenszentrale in einem kommunikativen Austausch. Eine schnelle und effektive Kommunikation zwischen der Zentrale und den Niederlassungen wird jedoch aufgrund geografischer Entfernungen oder Zeitunterschiede oft erschwert. Zwischen den einzelnen Niederlassungen kommt ein Austausch eher selten zustande.

Um alle Führungskräfte in die Kommunikation einzubinden und für ihre bedeutende Rolle im Umgang mit Change Management und der Vermittlung an die Mitarbeiter zu befähigen, ist ein effektives Führungskräftenetzwerk erforderlich. Nur der Austausch wesentlicher Hintergrundinformationen und eine stete Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Führungskräften ermöglicht eine kompetente und transparente Vermittlung übergeordneter Unternehmens- oder Projektziele. Das Bereitstellen von Leitfäden und Informationen zu Unternehmenspolitik oder -strategien, z.B. über ein Intranet, stellt sicherlich ein geeignetes Instrument der Führungskräftekommunikation dar, reicht aber aufgrund eines hohen Dialogbedarfs allein nicht aus. So sind vor allem Maßnahmen, die Austausch und Interaktion fördern ein wichtiger Bestandteil von Führungskräftenetzwerken. Diese Maßnahmen finden ihre Anwendung z.B. auf Führungskräftekonferenzen. Hier können Rück- und Ausblicke thematisiert oder Strategien vermittelt werden sowie wichtige Vernetzungen stattfinden. Solch ein Austausch zwischen Führungskräften international agierender Unternehmen findet jedoch i.d.R. nur einmal im Jahr und oft in einem relativ kurzen Zeitraum statt. Mit dem Abschluss der Veranstaltung endet häufig auch der Austausch zwischen den internationalen Führungskräften.

Entsprechend kommunikativ isoliert und aufwändig gestaltet sich auch die inhaltliche und logistische Organisation der Zusammenkunft. Oft werden die Beteiligten der einzelnen Niederlassungen in die Planung nicht mit einbezogen, wodurch Ideen und Potentiale bestehender Kontakte leider nicht in vollem Umfang berücksichtigt werden können. Kontakte und Vernetzungen der Führungskräfte entstehen erst mit Durchführung der Veranstaltung. Es bedarf also einer Optimierung der Instrumente Intranet und Führungskräfteveranstaltungen, die mittels ihrer Verknüpfung und zusätzlicher Anwendungen zur vereinfachten Kommunikation mit einer Enterprise Social Network Software gelingen kann. (...)

Lesen Sie den gesamten Artikel im Newsletter IK im Fokus (3/2012).

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Stefan Donat ist Gründer von immer-uptodate.net, einer Softwarefirma für cloud-basierte Unternehmenssoftware mit den Schwerpunkten Kommunikation und Zusammenarbeit.
Er ist ebenfalls Gründer eines Unternehmens, das Sensorik-Technologie entwickelt und diese erfolgreich an Konzerne in Asien und USA vermarktet. Als Miterfinder an über 30 Patenten hat er mit diesem Unternehmen mehrere Innovationspreise gewonnen.
Zuvor hat er für ein US-Softwareunternehmen die deutsche Tochtergesellschaft in München aufgebaut und war acht Jahre Stabstellenleiter bei einer Tochtergesellschaft der Thyssen Krupp AG.

 

Social Media als Instrument für den Auf- und Ausbau der Internen Kommunikation in KMUs

Während die Interne Kommunikation in Konzernen und großen Unternehmen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, gibt es insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) oft noch keine echten Strukturen für den innerbetrieblichen Austausch. Die Gründe dafür sind vielfältig:
Manchmal ist es ein mangelndes Bewusstsein für den Bedarf, häufig prägt eine jahrelange Gewohnheit die Haltung, dass der Zuruf über den Schreibtisch, der Flurfunk oder die Rund-E-Mail ja auch funktionieren. Probleme in Sachen Interner Kommunikation treten in KMUs häufig erst dann auf, wenn Wachstum und Expansion veränderte Informations- und Kommunikationsstrukturen erfordern: weil der Zuruf über den Schreibtisch nicht mehr praktikabel ist und weil man nicht mehr davon ausgehen kann, dass jeder Mitarbeiter die für ihn wichtigen Informationen schon „irgendwie“ mitbekommt. Dann zeigt sich auch, dass die Integration neuer Mitarbeiter besser gelänge, wenn Wissen zentral und strukturiert verfügbar ist – und nicht erst durch langwieriges Nachfragen der richtige Ansprechpartner gefunden werden muss, der weiß, wo eine bestimmte Information abgelegt sein könnte.

Vor diesem Hintergrund bietet sich insbesondere für KMUs die Einführung von Social Media Tools für die Interne Kommunikation an. Diese ermöglichen kollaboratives Arbeiten und Wissenstransfer, sind kostengünstig, schnell implementiert und entsprechen den Kommunikationsgewohnheiten gerade der jüngeren Mitarbeiter. Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz ist allerdings das Bewusstsein für offene, dialogische und partizipative Strukturen. Unternehmen, die sich darüber im Klaren sind, können von den Vorteilen spürbar profitieren.

Für den Auf- und Ausbau der Internen Kommunikation in KMUs eignen sich Social Media Tools ganz besonders gut, wenn ein Großteil der Arbeitsplätze computerbasiert ist. Für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung gilt es jedoch, einige wichtige Aspekte zu beachten:

Zielorientierte Auswahl: Unternehmen, die noch keine Social Media Tools für die Interne Kommunikation nutzen, sollten sich zuerst über die konkreten Ziele klar werden, die sie damit verfolgen. Soll beispielsweise die schnelle und direkte Kommunikation der Mitarbeiter untereinander gefördert werden, eignet sich die Einführung eines Instant Messenger. Geht es darum, eine zentrale Wissensdatenbank aufzubauen, empfiehlt sich ein unternehmensinternes Wiki.

Weniger ist mehr: Insbesondere während der Einführungsphase ist es zielführender, sich zunächst auf einige wenige Tools zu konzentrieren und diese auch konsequent zu nutzen. Ein Überangebot unterschiedlicher Instrumente wirkt eher abschreckend: ein leeres Wiki oder ein interner Mikroblog, der von niemandem genutzt wird, laden nicht dazu ein, selbst aktiv zu werden. (...)

Lesen Sie den vollständigen Artikel im Newsletter IK im Fokus (1/2012) oder im Buch "Social Media in der Internen Kommunikation".

Zu diesem Thema werden Esther Mahr und Gabriele Horcher, Möller Horcher, einen Workshop im Rahmen der Praxistage Interne Kommunikation 2.0 (18. und 19.9. in Frankfurt) durchführen.

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Esther Mahr ist seit 2007 bei Möller Horcher PR tätig. Als Redakteurin schreibt sie über IT- und Software-Themen. Darüber hinaus beschäftigt sie sich intensiv mit den Bereichen Social Media und Interne Kommunikation, einschließlich Beratung sowie Konzeption und Umsetzung entsprechender Workshops. Esther Mahr hat Germanistik und Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum studiert und eine Weiterbildung zum „Journalist für Pressestellen“ am Journalisten-Zentrum Haus Busch, Hagen, absolviert.

 

scm-Gesamtprogramm für 2012/ 2013

Das neu erschienene Gesamtprogramm gibt einen umfassenden Überblick über alle Seminare, Intensivkurse, Praxistage und Tagungen für 2012/2013. Ergänzt wird dieser durch Informationen zu Trainern, Lehrinhalten, Teilnehmerstimmen, Publikationen und Anmeldeformalitäten. Inhaltlich widmet sich die scm auch im nächsten Jahr wieder den Themen Interne Kommunikation, Public Relations und Social Media.

Mit Social Media als internes "Veränderungsprojekt" starten wir auch in das zweite Halbjahr. So finden am 18./19. September 2012 in Frankfurt die Praxistage Interne Kommunikation 2.0 statt –zwei intensive Workshoptage zu neun verschiedenen Themen. Am 16./17. Oktober finden dann zum zweiten Mal die Social Media Praxistage statt.
Unser ausführliches Programm erhalten Sie hier als Download.
Gern schicken wir Ihnen unser Programmheft 2012/ 2013 auch postalisch zu. Fragen Sie hier unser Programm an.

Click here to download:
scm-programm2012_13.pdf (2.71 MB)
(download)

Veranstaltungshinweis: Praxistage Interne Kommunikation 2.0

9 Themen – 9 Workshops – 2 Tage

Die Einbindung von Social Media in die Interne Kommunikation von Unternehmen wird in der Fachwelt viel diskutiert. Aktuelle Studien zeigen, dass viele deutsche Unternehmen Social Media Tools in der Internen Kommunikation nutzen oder deren Einführung planen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von der Erleichterung der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungsebene, optimalem und nachhaltigem Wissensmanagement bis zu Mitarbeiterbindung.

Wie Sie es schaffen, Social Media gezielt für die Interne Kommunikation einzusetzen, welche neuen (technologischen) Möglichkeiten sich bieten und wie sie diese optimal in die Interne Kommunikation einbinden, erfahren Sie in unseren Workshops auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 18. und 19. September 2012 in Frankfurt.

Die Praxistage Interne Kommunikation 2.0 richten sich an Kommunikationsentscheider, Leiter und Mitarbeiter der Abteilungen Interne Kommunikation, Unternehmenskommunikation, Onlinekommunikation, Intranet, B2E-Portale, eCollaboration, Human Resources und Wissens- und Content-Management von Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Agenturen, an Pressesprecher sowie Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsleitung und alle, die sich mit dem Thema Social Media in der Internen Kommunikation beschäftigen und ihr Wissen im intensiven Austausch erweitern und vertiefen möchten.

Informationen rund um die angebotenen Workshop, die Keynotes und Referenten finden Sie auf www.scm-praxistage.de oder in unserer Broschüre.

Click here to download:
scm-internekommunikation2_0_praxistage.pdf (2.42 MB)
(download)

 

 

Ihre Meinung ist gefragt: Umfrage zur branchenspezifischen Nutzung von Social Media

Nutzt Ihr Unternehmen bereits Social Media? Haben Sie damit die Nase vorn oder sind die Mitbewerber schon ein Stück weiter?

Dieser Frage geht der erste Arbeitskreis für Social Media in der B2B-Kommunikation auf den Grund. Die scm unterstützt den Arbeitskreis bei der Durchführung der Umfrage „Wer hat die Nase im Wind und wer betreibt business as usual? –Was die einzelnen Branchen bei der Nutzung von Social Media unterscheidet“. 

Die Studie soll Ihnen vor allem eines bieten: Orientierung. Die Ergebnisse sollen nicht nur die Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen beleuchten, sondern vor allem aufzeigen, wie der Status Quo innerhalb einzelner Wirtschaftszweige ist.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich an der Umfrage mit wenigen Minuten Ihrer Zeit beteiligen würden.
Die Auswertung erfolgt selbstverständlich anonym. Die Ergebnisse stellt Ihnen der Arbeitskreis auf Anfrage im Anschluss gerne zur Verfügung. 

Zur Online-Umfrage geht’s hier: http://ww2.unipark.de/uc/Fakultaet_BW/70c3/