"Social Media Manager" – Berufsbild ohne klare Ausbildung
Jedes zehnte große Unternehmen in Deutschland beschäftigt mittlerweile einen Mitarbeiter, der für seine Social Media-Aktivitäten verantwortlich ist. Social Media ist in den Unternehmen angekommen, wie auch die BITKOM in ihrer aktuellen Studie bestätigt. Da sich der Erfolg nicht in Form von Unternehmenszahlen darstellen lässt, werden in der Praxis jedoch nur wenige weitere finanzielle und personelle Ressourcen bereitgestellt. Dabei ist Social Media keine bunte Spielwiese, auf der sich Praktikanten oder Azubis „austoben“ können. Ein Social Media-Verantwortlicher ist umso erfolgreicher je mehr Kompetenzen und Erfahrungswerte er mitbringt.
Die Aufgaben eines Social Media Managers sind vielfältig. Online- Marketing-Strategien in die bestehende Unternehmenskommunikation einzubinden, die relevanten Kanäle wie Facebook, Twitter oder Xing auszuwählen und zu betreuen und die Ergebnisse zu analysieren und zu bewerten, sind die meist genannten Aktivitäten. So eindeutig die Aufgaben zu sein scheinen, so unter- schiedlich sind die Stellenbeschreibungen und Anforderungen, die an die neue Berufsgruppe gestellt werden. In den führenden Job-Portalen gibt es unterschiedlichste Bezeichnungen für das neue Berufsbild. Die einen suchen den „Social Media Manager“, die anderen den „Chief Listening Officer“. Einheitliche Berufsbezeichnungen oder eigene Ausbildungsstandards sind bisher nicht vorhanden. Diese sind aber unabdingbar, da Facebook & Co als Kommunikationsmittel von den Unternehmen immer höhere Bedeutung beigemessen wird und sie mehr und mehr die eigene Firmenhomepage als Visitenkarte ablösen. Social Media muss in die Unternehmenskommunikation integriert und gelebt werden, da hier der direkte Austausch in Echtzeit stattfindet, der von einem Profi geführt werden sollte.
Was braucht der„Social Media Manager“ der Zukunft?
Kommunikationsstärke ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um im Social Media-Bereich erfolgreich zu sein. Denn zu den wesentlichen Aufgaben zählt der direkte Austausch mit den Stakeholdern des Unternehmens. Dies setzt ein gut entwickeltes Empathievermögen für Menschen, Stimmungen und Situationen voraus. Geschriebene Worte können schnell falsch aufgefasst werden, weil Stimmlage, Mimik, Gestik, also jede non-verbale Verständigung, fehlt. Daher ist es auch wichtig für den Kommunikationsverantwortlichen, die relevanten Zielgruppen zu kennen und zu wissen, wie verschiedene Charaktere passgenau angesprochen werden können. (...)
Lesen Sie den vollständigen Artikel zum Berufsbild des Social Media Managers im scm-Newsletter 4/2011.
Jacqueline Althaller gründet 1992 die Agentur COMMUNICATION Presse und PR und betreut seither vor allem Kunden aus den Bereichen IT, Healthcare und Touristik. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Social Media, Interne Kommunikation, Ethik, Unternehmenskultur und Krisenkommunikation. Im Juli 2010 gründet sie den ersten Arbeitskreis für Social Media in der B2BUnternehmenskommunikation.
Ihre berufliche Karriere startete Althaller 1989 als Pressereferentin bei der Dyckerhoff & Widmann AG.
