"Social Media Manager" – Berufsbild ohne klare Ausbildung

Jedes zehnte große Unternehmen in Deutschland beschäftigt mittlerweile einen Mitarbeiter, der für seine Social Media-Aktivitäten verantwortlich ist. Social Media ist in den Unternehmen angekommen, wie auch die BITKOM in ihrer aktuellen Studie bestätigt. Da sich der Erfolg nicht in Form von Unternehmenszahlen darstellen lässt, werden in der Praxis jedoch nur wenige weitere finanzielle und personelle Ressourcen bereitgestellt. Dabei ist Social Media keine bunte Spielwiese, auf der sich Praktikanten oder Azubis „austoben“ können. Ein Social Media-Verantwortlicher ist umso erfolgreicher je mehr Kompetenzen und Erfahrungswerte er mitbringt.

Die Aufgaben eines Social Media Managers sind vielfältig. Online- Marketing-Strategien in die bestehende Unternehmenskommunikation einzubinden, die relevanten Kanäle wie Facebook, Twitter oder Xing auszuwählen und zu betreuen und die Ergebnisse zu analysieren und zu bewerten, sind die meist genannten Aktivitäten. So eindeutig die Aufgaben zu sein scheinen, so unter- schiedlich sind die Stellenbeschreibungen und Anforderungen, die an die neue Berufsgruppe gestellt werden. In den führenden Job-Portalen gibt es unterschiedlichste Bezeichnungen für das neue Berufsbild. Die einen suchen den „Social Media Manager“, die anderen den „Chief Listening Officer“. Einheitliche Berufsbezeichnungen oder eigene Ausbildungsstandards sind bisher nicht vorhanden. Diese sind aber unabdingbar, da Facebook & Co als Kommunikationsmittel von den Unternehmen immer höhere Bedeutung beigemessen wird und sie mehr und mehr die eigene Firmenhomepage als Visitenkarte ablösen. Social Media muss in die Unternehmenskommunikation integriert und gelebt werden, da hier der direkte Austausch in Echtzeit stattfindet, der von einem Profi geführt werden sollte.

Was braucht der„Social Media Manager“ der Zukunft?

Kommunikationsstärke ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um im Social Media-Bereich erfolgreich zu sein. Denn zu den wesentlichen Aufgaben zählt der direkte Austausch mit den Stakeholdern des Unternehmens. Dies setzt ein gut entwickeltes Empathievermögen für Menschen, Stimmungen und Situationen voraus. Geschriebene Worte können schnell falsch aufgefasst werden, weil Stimmlage, Mimik, Gestik, also jede non-verbale Verständigung, fehlt. Daher ist es auch wichtig für den Kommunikationsverantwortlichen, die relevanten Zielgruppen zu kennen und zu wissen, wie verschiedene Charaktere passgenau angesprochen werden können. (...)

Lesen Sie den vollständigen Artikel zum Berufsbild des Social Media Managers im scm-Newsletter 4/2011.

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Jacqueline Althaller gründet 1992 die Agentur COMMUNICATION Presse und PR und betreut seither vor allem Kunden aus den Bereichen IT, Healthcare und Touristik. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Social Media, Interne Kommunikation, Ethik, Unternehmenskultur und Krisenkommunikation. Im Juli 2010 gründet sie den ersten Arbeitskreis für Social Media in der B2BUnternehmenskommunikation.
Ihre berufliche Karriere startete Althaller 1989 als Pressereferentin bei der Dyckerhoff & Widmann AG.


 


 

scm Gesamtprogramm 2012

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Kommunikationsanforderungen sind stetig im Wandel. Und so verändert sich auch das Berufsbild des professionellen Kommunikators immer weiter. Das Informationszeitalter hält eine Fülle neuer Herausforderungen bereit, die es zu beherrschen gilt. Die Kommunikations- wege ändern sich, neue Techniken bestimmen das Verhalten der Menschen und beeinflussen nachhaltig Management, interne Betriebsabläufe sowie Unternehmensentscheidungen in ihrer Außenwirkung. Internet und Social Media haben auch die Rahmenbedingungen der Kommunikation grundlegend verändert. Noch nie war es so einfach, eine breite Öffentlichkeit mit eigenen Inhalten zu erreichen, sich zu vernetzen und offen zu kommunizieren. Gleichzeitig dient es als Beschleuniger und verlangt stetes Beobachten und schnelle Reaktion, um auch gegen die Kommunikationskrisen im Social Web gewappnet zu sein.

 

Lebenslanges Lernen ist nötiger denn je – auch, oder gerade im Beruf. Wir haben uns die Aufgabe gestellt, Unternehmen und Verbände mit diesen neuen Entwicklungen vertraut zu machen, die auch die Kommunikation und das Arbeitsumfeld im Unternehmen verändern. Unter dem Motto aus der Praxis für die Praxis vermitteln Ihnen unsere erfahrenen Trainer nicht nur theoretische Kenntnisse sondern geben auch stets wertvolle Tipps aus ihrem Berufsalltag und dies auf hohem Niveau.

 

In Intensivkursen und Seminaren zeigen diese Ihnen und Ihren Mitarbeitern auf, wo die enormen Chancen in dieser veränderten Welt liegen.

Mit dem Thema Social Media starten wir auch ins Jahr 2012. Der anfängliche Hype um Social Media ist zwar in vielen Unternehmen und Verbänden längst einem gesunden Realismus gewichen. Tatsächlich bieten Social Media aber gerade für PR und Marketing ein immenses Potential. Am 14. und 15. März bieten wir mit unseren Social Media Praxistagen interessante, vielfältige Workshops für Mitarbeiter aus PR und Marketing, die bereits erste Erfahrungen mit Social Media sammeln konnten und ihr Wissen im intensiven Austausch vertiefen möchten. Sie erhalten Antworten auf Ihre Fragen rund um Kampagnen, Marketing-Trends im Bereich mobiles Internet, Web-Monitoring und die neuen Wege der Pressearbeit.

 

Aber auch den Themen Interne Kommunikation und Public Relations bleiben wir mit einem breit gefächerten Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen treu.

 

Wie immer umfassen unsere Kurse auch Einzelmaßnahmen, Inhouseschulungen und langfristige Qualifizierungsmaßnahmen.

Überzeugen Sie sich von unserer Vielseitigkeit.

 

Herzliche Grüße

 

PS: Für Ihre Treue möchten wir uns bedanken und räumen Ihnen ab der zweiten Seminarbuchung bei der scm einen 5 %igen Rabatt ein.

 

Der digitale„Mit-nach-Hause-nehm-Effekt“

Die Mitarbeiterzeitschrift der ING-DiBa als iPad-App
Die ING-DiBa ist als Direktbank Vorreiter in Sachen Innovation. Einfachheit, Transparenz und Kundenorientierung zeichnen sie aus. Diese Philosophie spiegelt sich auch in der In- ternen Kommunikation wider. Die Mitarbeiterzeitschrift „intern“ als digitale Version an- zubieten, hatten deshalb schon einige Mitarbeiter als Idee in der Ideenbörse „Simplify“ eingereicht. Die Idee fand die Redaktion immer gut. Aus strategischen Gründen entschied man sich jedoch immer wieder gegen eine Umsetzung, weil den Machern der wichtige „Mit-nach-Hause-nehm-Effekt" fehlte, der seit Jahrzehnten eine wichtige Daseinsberechtigung für die Printausgaben der Mitarbeiterzeitschriften ist. Denn schließlich soll der Mitarbeiter genügend Zeit haben, um die Artikel in Ruhe lesen zu können. Eine Anforderung, die das Intranet nicht immer erfüllen kann. Denn oft haben die Mitarbeiter nicht ausreichend Zeit, um sich mit der Fülle an Informationen während der Arbeitszeit zu befassen.

Begeisterung durch Emotion
Da sich mit dem iPad neue technische Möglichkeiten ergeben haben, die diesen Wi- derspruch obsolet machen, beschloss die Interne Kommunikation der ING-DiBa, den Mitarbeitern einen Mehrwert zur Printausgabe zu bieten und eine iPad-App zu konzipieren. Die Strategie ist es, neben dem Intranet und den Live-Events auch das Mitarbeitermagazin deutlich dialogorientierter und innovativer aufzustellen. Mit der Digitalisierung verfolgte die Redaktion drei wesentliche Ziele.

Identifikation: Wie bei der Printausgabe können Mitarbeiter die iPad-App außerhalb des Bü- ros nutzen und sich genügend Zeit für die Rezeption nehmen. Weil sich die Mitarbeiter auch außerhalb der Bank mit den Inhalten beschäftigen können, steigt die Identifikation mit dem Unternehmen.

Erlebnis: Die Themen werden durch Videos, Audios und Animationen „anders“ kommuniziert. Der Schwerpunkt jeder Ausgabe wird durch eine animierte Einstiegsseite hervorgehoben und erlebbar gemacht. Von dort aus können Mitarbeiter alle Unterseiten entdecken und den ING-DiBa Spirit erleben.

Dialog: Die iPad-App bietet eine direkte Feedbackfunktion. Dieser „Leserbrief“ kann unmittelbar während der Rezeption genutzt werden. Das unterstützt die Kommunikation eines unverfälschten Meinungsbilds der Leser, das die Redaktion dankend aufnimmt. (...)

Lesen Sie den gesamten Fachbeitrag von Janine Krönung im Newsletter IK im Fokus (3/2011)

Janine Krönung stellt die ING-DiBa-App auf der K2-Tagung Interne Kommunikation am 24. November 2011 in Düsseldorf vor.

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Janine Krönung arbeitet bei der ING-DiBa im Bereich der Internen Kommunikation. Nach ihrem Studium der Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften absolvierte sie ein Volontariat zur Verbraucherjournalistin. Sie arbeitete in Berlin als Fernsehredakteurin für den Rundfunk Berlin Brandenburg sowie als Journalistin und Projektmitarbeiterin für die Stiftung Warentest. 2006 wechselte sie zur ING-DiBa, bei der sie zunächst als Redakteurin tätig war. Seit 2007 ist sie als Chefredakteurin für die Mitarbeiterzeitschrift zuständig. Darüber hinaus betreut sie verschiedene interne Kommunikationsprojekte, begleitet Veränderungsprozesse und beschäftigt sich mit der Krisenkommunikation. Seit 2010 leitet sie den Arbeitskreis Interne Kommunikation der DPRG.

 

 

 

Erfolgreich mit offener Kommunikation und Netzwerktechnologie

Die Anforderungen an die Interne Kommunikation sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neben der klassischen Mitarbeiterinformation verlangt das Topmanagement von der Disziplin zunehmend, alle operativen Einheiten untereinander zum Zweck des optimalen Wissensmanagements miteinander zu vernetzen und zum intensiven Austausch anzuregen. Daneben soll die Interne Kommunikation einen Beitrag zum Aufbau einer starken Arbeitgebermarke leisten, die in Zeiten des Fachkräftemangels das Recruiting erleichtert. Zudem müssen die internen Kommunikatoren der Belegschaft in immer schnellerer Folge die strategischen Neuausrichtungen ihrer Unternehmen nahebringen, Übernahmen und den Verkauf von Unternehmensteilen vermitteln - und das alles oft genug bei gleichbleibenden Ressourcen, sprich: Zahl der Kommunikatoren und Budget. 

Wie sollten sich interne Kommunikatoren in diesem Spannungsfeld bewegen? Wie können sie ihre Aufgaben priorisieren? ManagementRadio sprach zum Thema mit Sabine Lobmeier, Manager Corporate Communication DACH, Cisco. Hören Sie hier das Interview auf ManagementRadio.

Sabine Lobmeier spricht zu diesem Thema auch auf der K2-Tagung Interne Kommmunikation am 24. November in Düsseldorf.

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Sabine Lobmeier leitet seit September 2010 die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Digitale Marketingkommunikation, die Markenwerbung – und Kommunikation in der DACH-Region für Cisco. Bereits seit September 2009 arbeitet sie als Pressesprecherin und Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Cisco in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz.
Lobmeier begann ihre Laufbahn bei Cisco im April 2001 als Manager für Unternehmens- und interne Kommunikation. Vor ihrem Wechsel zu Cisco war sie seit 1996 bei der Microsoft GmbH in München/ Unterschleißheim tätig. Sie verantwortete dort drei Jahre lang den Bereich Anti Piracy Marketing im Small and Medium Enterprises Sales und Marketing. Anschließend übernahm sie die Business Communications in der Microsoft Pressestelle. Ihre berufliche Laufbahn begann Lobmeier 1994 als Assistentin der Geschäftsführung bei der DMA in Berlin, einer Tochter der Leipziger Messegesellschaft.

Interne Kommunikation 2.0

Social Media sind mehr als ein zusätzlicher Kommunikationskanal. Sie fordern Selbstverständnis und Mitarbeiterbild der Internen Kommunikation heraus.

„Den Mitarbeiter auf Augenhöhe ansprechen“, „nicht mehr von oben nach unten kommunizieren“, „Dialog organisieren“ – so beschreiben Kommunikationsverantwortliche zurzeit die zentralen Aufgaben in der internen Unternehmenskommunikation. Ziel ist es, Mitarbeiter unter den komplexen Bedingungen heutiger Unternehmenstätigkeit mitzunehmen und ihnen Orientierung zu bieten. Dieses Ziel ist in den vergangenen Jahren wichtiger, gleichzeitig aber auch schwieriger geworden. Das belegen Ergebnisse der aktuellen Trendstudie Interne Kommunikation, die Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation in Zeiten des Wandels erhob. Im Rahmen einer Langzeitstudie werden seit 2008 die Verantwortlichen für Interne Kommunikation der 500 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands jeweils im Abstand von anderthalb Jahren befragt. An der jüngsten Umfrage beteiligten sich im Frühjahr 2011 insgesamt 115 Kommunikationsfachleute, was einem guten Rücklauf von knapp einem Viertel entspricht.

Im Vergleich der drei bislang durchgeführten Umfragen wird deutlich, dass die Mitarbeiterkommunikation spätestens seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise in Bewegung ist. Mitarbeiter sind kritischer und fordernder geworden, so berichten die befragten Kommunikationsverantwortlichen. Sie setzen deshalb verstärkt auf persönliche Kommunikation und dialogorientierte Medien. Die ehemals klaren Grenzen zwischen „innen“ und „außen“ lösen sich zunehmend auf, was sich u. a. auf das Spektrum und die Art der kommunikativen Auseinandersetzung mit Themen auswirkt. Interne Kommunikation entwickelt sich in immer mehr Unternehmen zu einer Managementfunktion, in deren Rahmen Werte und Verantwortung eine zentrale Rolle spielen. Damit einher geht die Suche nach tragfähigen Grundlagen und übergeordneten Konzepten, auf die eine zukunftsfähige Kommunikationsarbeit aufsetzen kann.

Auf das Kommunikationsverständnis kommt es an

In den vergangenen anderthalb Jahren ist der Anteil der Unternehmen, die Web 2.0-Elemente im Intranet umsetzen, deutlich gestiegen. Sieben von zehn Unternehmen verfügen heute bereits über entsprechende Angebote. Tendenz steigend: Knapp die Hälfte der Kommunikationsverantwortlichen sieht hier großes Potenzial, das es zukünftig stärker zu nutzen gelte. Social Media und Web 2.0-Elemente sind für die Interne Kommunikation dabei mehr als ein zusätzlicher Kommunikationskanal. Sie setzen Mitarbeiter voraus, die sich aktiv einbringen, eigene Themen setzen und Kommunikation selbst gestalten können. Damit stellen sie klassische Kommunikationsverständnisse in Frage, die „top-down“ ausgerichtet sind und in einseitigen Botschaften denken. Für die Interne Kommunikation liegt darin eine große Chance. Längst ist vielen ohnehin klar, dass einfache Wirkungsvorstellungen von Mitarbeiterkommunikation nach dem Motto „heute veröffentlicht, morgen in den Köpfen“ nicht funktionieren. In einer Zeit, in der sich wirtschaftliche und soziale Veränderungen immer stärker beschleunigen und sich Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten vervielfachen, steigen die Ansprüche und Erwartungen der Mitarbeiter. Chancen liegen darin, Kommunikation konsequent an den Bedürfnissen der Mitarbeiter auszurichten und sie als Partner zu begreifen. Social Media können helfen, Mitarbeitern Orientierung zu bieten und den Dialog als Leitgedanken der Kommunikationsarbeit umzusetzen.

Lesen Sie den gesamten Fachbeitrag von Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu und Dr. Klaus Spachmann im Newsletter IK im Fokus (3/2011)

Die Autoren werden zu diesem Thema auch auf der K2-Tagung Interne Kommunikation am 24. November 2011 in Düsseldorf sprechen.

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Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu ist Professorin für Public Relations an der Hochschule Pforzheim. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind strategische Unternehmenskommunikation, Organisationskommunikation und interne Kommunikation.

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Dr. Klaus Spachmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universität Hohenheim. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Wirtschaftsjournalismus, empirische Kommunikationsforschung und interne Kommunikation.

 

Social Media (noch) unwichtig

Obwohl viele Unternehmen in den vergangenen Jahren auch in der internen Kommunikation Social Media wie Blogs und Wikis installiert haben, misst ihnen die Mehrzahl der internen Kommunikatoren derzeit noch wenig Bedeutung bei – so ein Ergebnis der Umfrage „Trendmonitor Interne Kommunikation“ der school for communication and management, des prmagazins und der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG), an der sich im September 2011 insgesamt 177 Kommunikatoren beteiligten.

Die wichtigsten Instrumente sind das persönliche Gespräch (96 Prozent), Intranet (85 Prozent), Mitarbeiterversammlung (76 Prozent), Flurfunk (60 Prozent) und die Mitarbeiterzeitschrift (57 Prozent). Die Mittel soziales Netzwerk (36 Prozent), Wiki (24 Prozent) und Blog (19 Prozent) stuften die 177 Umfrageteilnehmer als weniger wichtig ein. Allerdings bauen viele Unternehmen derzeit ihre Social-Media-Aktivitäten aus. Gefragt nach Projekten in der Internen Kommunikation wurde nur der Um- beziehungsweise Aufbau des Intranets häufiger genannt.

Lediglich 41 Prozent der Befragten gaben an, dass ihrer Arbeit ein schriftliches Konzept zu Grunde liegt. Meist ist das in den Unternehmen der Fall, in denen die Interne Kommunikation als eigene Abteilung etabliert ist. Dementsprechend unzufrieden sind die Teilnehmer wegen der mangelnden strategischen Ausrichtung der internen Kommunikation (35 Prozent). Schlimmer sieht es aus ihrer Sicht nur beim Punkt Personal aus: 43 Prozent wünschen sich zusätzliche Kollegen.

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Weitere Ergebnisse finden Sie in der kostenlosen Kurzauswertung, die hier zum Download bereit steht. 

Die Langversion erscheint im Januar 2012 bei der scm und kann hier bereits vorbestellt werden.

Nur die Champions-League zählt

Fünf Tipps für eine gelungenen MAZ.

Die Mitarbeiterzeitschrift hat journalistischen Gesetzmäßigkeiten zu folgen und diese umzusetzen. Noch zu oft werden in Mitarbeiterzeitschriften die verschiedenen Beiträge unmotiviert hintereinander gestellt, Artikel kaum strukturiert oder immer dieselben Textsorten verwendet. Resultat ist ein spannungsloses Heft mit wenig Leserattraktivität. Professionalität muss daher im Vordergrund stehen. Denn nur in der Champions-League wird man wahrgenommen. In der Flut der all- täglichen Informationsreize bleiben oft nicht mehr als drei bis vier Sekunden, in der ein potenzieller Leser entscheidet, ob er ein Medium in die Hand nimmt oder nicht. Erst der Informations- und Nutzwert machen das Medium für den Leser wertvoll. Informative und verständliche Grafiken sowie die richtige Auswahl der Fotos haben entscheidenden Einfluss auf die Akzeptanz. Die Führung der Mitarbeiterzeitschrift wird nicht dem Bauchgefühl der Projektleitung oder Chefredaktion überlassen, sondern setzt einen strategischen Auftrag im Rahmen der Internen Kommunikation um. Der Leistungsauftrag ist entweder im Rahmen der internen Kommunikationsstrategie oder in einem separaten Dokument festzuhalten. Neben dem schriftlichen Leistungsauftrag trägt das Redaktionsstatut zur Klarheit der Mitarbeiterzeitschrift.

Die fünf Tipps von Dr. Gerhard Vilsmeier finden Sie im Newsletter IK im Fokus (3/2011).

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Dr. Gerhard Vilsmeier studierte Kommunikations- und Zeitungswissenschaften in München und Wien. Schon während der Universitätszeit war er bei der ARD als Redakteur für Hörfunk und Fernsehen – vornehmlich für den Bayerischen Rundfunk - tätig. Ab 1987 arbeitete er bei der Siemens AG u.a. als Referent für AV-Medien, dann als Chefredakteur der Mitarbeiterzeitschrift SiemensWelt, später als Leiter der internen Kommunikation und schließlich als Leiter Marketing & Communications bei Siemens Real Estate. Mit Oktober 2009 leitet er sein eigenes Medienbüro für interne und externe Kommunikation – i&e Communications. In der Deutschen Public Relationsgesellschaft (DPRG) ist er im Vorstand für die Finanzen und die interne Kommunikation zuständig. Auf internationaler Ebene gehört er dem Präsidium der Federation of European Business Communicators Association (FEIEA) an.

 

Wie der Bekanntenkreis zukünftig die Google-Suche beeinflusst

Herr Seifert, warum sollte SEO für große und kleine Unternehmen, heute und in Zukunft, auf jeden Fall auf der Agenda stehen? 

Suchmaschinenoptimierung und die gute Auffindbarkeit in Suchmaschinen ist heute schon eines der wichtigsten Marketingmaßnahmen, mit denen sich kleine, aber natürlich auch große Unternehmen beschäftigen sollten. Google ist heute die zentrale Suchmaschine. 90 % aller Webrecherchen in Deutschland, egal ob im Bereich B2C, als auch im Bereich B2B, wird über Google durchgeführt. Entsprechend kann hier bei einer guten Positionierung, bei wichtigen Suchbegriffen, Neugeschäft generiert und Marktführerschaft kommuniziert werden. Und das im Vergleich zu anderen Marketingmaßnahmen mit geringer Investition. Zukünftig wird im Bereich Suchmaschinenoptierung auch das Thema Social Media eine wichtige Rolle spielen. Das bedeutet, wenn gute Positionierung für Sie auch, mittel- und langfristig, eine wichtige Zielsetzung ist, dann sollte auch ganz konkret und frühzeitig sinnvoll über das Thema Social Media Marketing nachgedacht werden.

Social Media und mobiles Internet wirken sich stark auf den Bereich Suchmaschinenoptimierung aus. Welche Trends sehen Sie und wie sieht die Zukunft von Suchmaschinenoptimierung aus?

Ganz klar ist zu erkennen, dass Google sich immer mehr nach den individuellen Bedürfnissen des Nutzers richtet. Mit Google+ und mit der Funktionserweiterung „+1“ sind Bewertungen und damit die sozialen Medien fester Bestandteil der Suchmaschine geworden. Das „Gefällt mir“ von Facebook ist auch heute bei Google mit „+1“ schon ein Kriterium, was Google nutzt, um die Relevanz einer Internetseite für einen Suchmaschinen-Nutzer zu bestimmen. Wir können also davon ausgehen, dass die zukünftigen Suchergebnisse, die Google anzeigt, stark von dem einzelnen Benutzer und seinen Präferenzen, sprich seinen „+1“- und „Gefällt mir“-Klicks, abhängig ist, aber auch wie das Netzwerk des Benutzers unterschiedliche Seiten mit dieser Methode bewertet hat. Zukünftig wird es also so sein, dass die einzelnen Netzwerk-Mitglieder innerhalb meines Bekanntenkreises stark mein persönliches Suchergebnis bei Google beeinflussen werden. Hier sind ganz neue Strategien gefragt und eben auch wichtige Social Media-Aspekte zu berücksichtigen, damit nicht nur heute, sondern auch morgen der Internetauftritt  gut gefunden wird und somit die Zielgruppe effizient erreicht werden kann.

Welchen Stellenwert nehmen Soziale Netzwerke in der beschleunigten Entwicklung der Suchmaschinenoptimierung ein und was bedeutet dies für den Bereich Marketing?

Wie ich in meiner vorherigen Antwort bereits erläutert habe, spielt Google im Bereich der Sozialen Medien, eine immer größer werdende Rolle. Es ist klar zu erkennen, dass Google das strategisches Ziel hat, auch wie Facebook, ein starkes soziales Netzwerk zu werden. Und die Funktionen, die seit kurzem integriert worden sind, mit Google+ bzw. dem „+1“, werden selbstverständlich diese Entwicklung beschleunigen. Ohne soziale Medien werden Suchmaschinenoptimierungsmaßnahmen zukünftig nicht mehr bzw. nur wenig greifen. Und es ist davon auszugehen, bei einer momentan extremen Wachstumsrate der Google+-Mitglieder, dass neben Facebook auch Google hier ein gewichtiges Wort in den Plattformen der Sozialen Medien mitzureden hat.

Hier ein kurzer Zahlenvergleich: Facebook hat ca. 3 Jahre gebraucht um 50 Mio. Nutzer zu erreichen. Google hat das in sensationellen 88 Tagen geschafft. Natürlich hat Google schon mit guter Vorarbeit, vor allem mit den Google-Konten, ein solides Fundament für diesen Erfolg geschaffen. Nichts desto trotz ist das Wachstum beeindruckend und entsprechend darf man davon ausgehen, dass diese Entwicklung sich weiter fortsetzen wird. Facebook und Google werden nach meiner Meinung wesentliche Spieler im Bereich der sozialen Medien. Entsprechend sollte man diese auch bei der Marketingstrategie berücksichtigen.

Christian Seifert ist Referent zum Thema Suchmaschinenopotimierung und Social Media Marketing beim Intensivkurs Social Media und Onlinekommunikation der scm

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Christian Seifert ist Vorstandsvorsitzender der avenit AG in Offenburg, einem Internet-Full-Service-Dienstleister. Er gründete das Unternehmen mit seinen beiden Brüdern im Jahr 2000. Bei der avenit AG steuert er die Bereiche Vertrieb und Kundenservice. Als Internetexperte hält er Vorträge zu Internet in China, Social-Media-Kampagnen, Suchmaschinen-Marketing und Erfolgsrezepten für Websites. Seit 2009 ist Christian Seifert Mitglied des Bundessenats für Wirtschaft und Technologie und im Europasenat zur Förderung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehung in Europa.

 

 

Kommunikation mit gefesselten Händen

Der deutsche Baukonzern Hochtief wurde im vergangenen Jahr nach langem öffentlichen Kampf von seinem spanischen Konkurrenten ACS feindlich übernommen. Jutta Hobbiebrunken, ehemalige Kommunikationschefin von Hochtief und Referentin der K2-Tagung Krisenkommunikation, spricht im Interview über Möglichkeiten und Grenzen der PR in dieser Ausnahmesituation.

Frau Hobbiebrunken, wie können sich Unternehmenskommunikatoren auf einen feindlichen Übernahmeversuch vorbereiten?
Es ist sehr hilfreich, Pläne in der Schublade zu haben, die alle denkbaren Szenarien einer Übernahme aus kommunikativer Sicht abdecken. Wichtig ist es aber auch, auf ein gutes Team zurückgreifen zu können, dem man vertraut. Dazu zählt insbesondere externe Hilfe, die im Notfall schnell einspringen muss, denn eine solche Situation lässt sich allein mit Bordmitteln nicht bewältigen. Aber trotz aller Vorbereitung befindet man sich im Ausnahmezustand, der ein permanentes schnelles, aber stets gut durchdachtes Handeln erforderlich macht.

Die Kommunikation des Angegriffenen startet immer mit einem zeitlichen Nachteil, weil der Angreifer entscheidet, wann und wie er in die Offensive geht. Wie lässt sich dieser Nachteil ausgleichen?
In solchen Momenten zahlt sich eine jahrelange Kommunikationsarbeit aus. Dazu gehört ein gutes Netzwerk – vor allem mit vertrauensvollen Kontakten zu den Journalisten der wichtigsten Medien. Der Übernehmer hat zwar einen zeitlichen Vorsprung, sitzt aber oft nicht vor Ort und muss solche Kontakte erst noch aufbauen.

Das vollständige Interview finden Sie auf www.prmagazin.de
Jutta Hobbierbrunken ist Referentin der K2-Tagung Krisenkommunikation vom 13. Oktober 2011

 

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Jutta Hobbiebrunken hat bis Mai 2011 die Konzernkommunikation der HOCHTIEF Aktiengesellschaft in Essen geleitet. Nach der Übernahme durch ACS hat sie das Unternehmen nach mehr als 17 Jahren verlassen. Die ehemalige Journalistin hat den in den 1990er Jahren eingeleiteten Wandel vom klassischen Bauunternehmen zum internationalsten Baudienstleister der Welt intern und extern erfolgreich kommunikativ gestaltet. Sie trug maßgeblich zur guten Positionierung und Reputation des M-Dax-Konzerns bei. Zuvor hat sie als Pressesprecherin der Wirtschaftsvereinigung Deutsches Verkehrsforum in Bonn sowie der Bahntochter Transfracht Deutsche Transportgesellschaft in Frankfurt am Main gearbeitet.

 

Erfolgreiches Employer Branding

Es ist nicht nur ein neuer Hype: Personalkommunikation entwickelt sich immer mehr zu einer Schlüsseldisziplin erfolgreicher Personalarbeit. Dazu gehört auch die Positionierung der Unternehmen in einem Umfeld, das wieder zunehmend vom Kampf um die besten Mitarbeiter gekennzeichnet ist. Ehrlich oder originell. Wie funktioniert erfolgreiches Employer Branding? Wofür steht Branded Publishing? ManagementRadio sprach zum Thema mit Werner Idstein, Fachmann für das Thema bei der Agentur Signum. Hören Sie das Interview auf ManagementRadio.

Werner Idstein ist auch zu hören auf der K2-Tagung "Interne Kommunikation - Zwischen Change Management, Employer Branding und Enterprise 2.0". Experten der Internen Kommunikation bewerten für ihre Disziplin das Potential von Social Media, erklären wie Kommunikatoren die zunehmenden Change-Prozesse aktiv managen und begleiten können. Sie zeigen auf, welche Schnittstellen zu anderen Unternehmensbereichen für die Interne Kommunikation an Bedeutung gewinnen. Die Tagung beginnt bereits am Vorabend mit der Vorstellung der Ergebnisse des Trendmonitors IK 2011, zwei Fachvorträgen und einem kleinen Get-Together. Erstmals wird auf der Tagung auch eine Großgruppenkonferenz, das K2-Speed-Café, durchgeführt. 

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Der studierte Physiker Werner Idstein verfügt über langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation. In Verlagen und Agenturen war er unter anderem als Chefredakteur für zahlreiche Mitarbeiter- und Kundenpublikationen verantwortlich. Seit knapp fünf Jahren ist Werner Idstein bei SIGNUM communication tätig und betreut dort unter anderem die Mitarbeitermedien mehrerer namhafter Unternehmen. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Konzeption neuer Publikationen sowie Beratung rund um die strategische Ausrichtung der Kommunikation von Unternehmen.