Buchrezension: Das Glaubwürdigkeitsprinzip

„Glaubwürdigkeit ist der zentrale Erfolgsfaktor für jeden, der öffentlich Gehör finden will.“ Ausgehend von dieser These möchte Wolfgang Griepentrog mit seinem 2010 herausgegebenen Buch „Das Glaubwürdigkeitsprinzip“ zeigen, was professionelle Kommunikation im Managementalltag und vor allem in

Konfliktsituationen glaubwürdig macht. Auf 316 Seiten werden zunächst in einem theoretischen Teil Wirkungszusammenhänge und Prinzipien erklärt, bevor anschließend anhand von 15 Expertenbeiträgen das Thema Glaubwürdigkeit aus der Praxisperspektive beleuchtet wird. So be- schreibt beispielsweise Siegfried Guterman (ehem. Deutsche Bank, Dresdner Bank, Eurohypo) das kommunikative Fehlverhalten der Banken in der Krise und äußert Grundgedanken einer alternativen Kommunikationsstrategie. Mit der Konzentration auf zehn zentrale Werte und Einstellungen, wie Ehrlichkeit, Transparenz und Authentizät, gelingt es Wolfgang Griepentrog somit einen hilfreichen Rat- und Impulsgeber für eine glaubwürdige professionelle Kommunikation anbieten zu können. Wolfgang Griepentrog | epubli Verlag 2010 | Druck: 39,50 Euro eBook: 24,99 Euro | 316 Seiten | ISBN 978-3-869-31951-3

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Buchrezension: Social Intranet

„Das klassische Intranet steckt in der Krise und präsentiert sich meistens als unübersichtlicher Ablageplatz für alles und nichts.“ Diesem Pro- blem möchte Frank Wolf mit seinem kürzlich herausgegebenen Buch „Social Intranet – Kom munikation fördern, Wissen teilen, Effizient zusammenarbeiten“ Abhilfe schaffen. Anhand von drei übergeordneten Kapiteln und der Mitarbeit

von weiteren 18 Autoren aus dem Bereich Social Intranet, wird dieses zunächst in seiner Entwicklung von den Anfängen bis zu den aktuellsten Trends beschrieben, bevor anschließend eine Vorgehensweise und wichtige Schritte bei der technischen und organisatorischen Gestaltung eines Social Intranets exemplarisch vorgestellt werden. Fallstudien der ING-DiBa, Deutschen Telekom, Bayer AG sowie SAP und T-Systems MMS runden neben konkreten Tipps und Hinweisen auf zu nehmende Hürden die praxisorientierte Ausgestaltung des Buches ab. Übersichtlich und klar verständlich wird dem Leser somit ein anleitender Überblick über das Medium Social Intranet gegeben, der sowohl für Einsteiger als auch Experten vorteilhafte Einblicke liefert.

Frank Wolf (Hg.) | Carl Hanser Verlag 2011 | 39,90 Euro | 320 Seiten | ISBN 978-3-446-42791-4

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Auf Twitter ein "Best of"

Die Allianz zeigt, dass Social Media auch etwas für eine konservative Branche ist. Welche Kanäle nutzen Sie und welche Zielgruppen sprechen Sie dort an?
Aktuell verfolgen wir vier große Stoßrichtungen: Die breite Öffentlichkeit sprechen wir vor allem auf Facebook und YouTube mit einem Infotainment-Angebot an. Medienvertreter meinen wir über kurze, prägnante Twitter-Postings am besten zu erreichen. Im Employer Branding spielen sowohl Facebook als auch XING und LinkedIn sowie eigene Blogs eine wichtige Rolle. Ihren Kundenstamm beziehungsweise Interessenten wiederum sprechen neuerdings viele Allianz Vertreter über eigene Facebook Pages an – wir unterstützen sie dabei mit einem bunten Content-Angebot und Corporate Design-Tools. Mit großem Interesse verfolgen wir die Entwicklung auf Google+ – hier ist aus unserer Sicht noch nicht abzusehen, wohin die Reise genau geht.

Auf dem Twitter-Account, den Sie als Social Media Communicator betreuen, heißt es: Bei der Allianz geht's um mehr als nur Versicherungen. Welche Themen bieten Sie Ihren Followern?
Als Teil eines großen, internationalen Konzern sind wir in der komfortablen Situation, über sehr viel, sehr unterschiedlichen Content zu verfügen, aus dem ich dann auf Twitter ein "Best of" herausfiltern kann. Immer wieder spannend finde ich z.B. die Studien oder Essays unseres Knowledge-Teams zu Zukunftsthemen wie Demographie, Klima oder Mobilität. Hier wird das "Mehr als nur Versicherungen" authentisch gelebt: Forschung und gesellschaftliches Engagement sind bei uns nicht allein l'art pour l'art, sondern es geht um das Thema Risiko, also unser Kerngeschäft.

Bei der Allianz nutz man Social Media auch für die Interne Kommunikation. Wie werden die internen Blogs und der CIO-Blog von den Mitarbeitern angenommen?
Aktuell bereiten wir den Start einer sehr mächtigen Enterprise 2.0-Plattform vor, die weit über die Blogging-Aktivitäten einzelner Unternehmenspersönlichkeiten – die vornehmlich innerhalb einer Community aus ihrem weiteren persönlichen Umfeld stattfinden – hinausgehen wird. Unser künftiges Ziel ist es, allen Mitarbeitern ein Medium zu gleichberechtigter Kollaboration und Kommunikation zu bieten. 2012 wird spannend!

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Markus Walter hat als Social Media Communicator im Fachbereich Unternehmenskommunikation hat die Web 2.0-Aktivitäten der Allianz Deutschland AG im Blick: Im einen Bildschirmfenster beobachtet er, was im Web über das Finanzdienstleistungsunternehmen gesprochen wird; im anderen hält er u.a. über den Twitter-Account des Unternehmens Kontakt zu Influencern. 
Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft hat Walter als Kulturjournalist gearbeitet, seit 2002 ist er in verschiedenen Bereichen der Allianz Unternehmenskommunikation tätig.

 

Der digitale„Mit-nach-Hause-nehm-Effekt“

Die Mitarbeiterzeitschrift der ING-DiBa als iPad-App
Die ING-DiBa ist als Direktbank Vorreiter in Sachen Innovation. Einfachheit, Transparenz und Kundenorientierung zeichnen sie aus. Diese Philosophie spiegelt sich auch in der In- ternen Kommunikation wider. Die Mitarbeiterzeitschrift „intern“ als digitale Version an- zubieten, hatten deshalb schon einige Mitarbeiter als Idee in der Ideenbörse „Simplify“ eingereicht. Die Idee fand die Redaktion immer gut. Aus strategischen Gründen entschied man sich jedoch immer wieder gegen eine Umsetzung, weil den Machern der wichtige „Mit-nach-Hause-nehm-Effekt" fehlte, der seit Jahrzehnten eine wichtige Daseinsberechtigung für die Printausgaben der Mitarbeiterzeitschriften ist. Denn schließlich soll der Mitarbeiter genügend Zeit haben, um die Artikel in Ruhe lesen zu können. Eine Anforderung, die das Intranet nicht immer erfüllen kann. Denn oft haben die Mitarbeiter nicht ausreichend Zeit, um sich mit der Fülle an Informationen während der Arbeitszeit zu befassen.

Begeisterung durch Emotion
Da sich mit dem iPad neue technische Möglichkeiten ergeben haben, die diesen Wi- derspruch obsolet machen, beschloss die Interne Kommunikation der ING-DiBa, den Mitarbeitern einen Mehrwert zur Printausgabe zu bieten und eine iPad-App zu konzipieren. Die Strategie ist es, neben dem Intranet und den Live-Events auch das Mitarbeitermagazin deutlich dialogorientierter und innovativer aufzustellen. Mit der Digitalisierung verfolgte die Redaktion drei wesentliche Ziele.

Identifikation: Wie bei der Printausgabe können Mitarbeiter die iPad-App außerhalb des Bü- ros nutzen und sich genügend Zeit für die Rezeption nehmen. Weil sich die Mitarbeiter auch außerhalb der Bank mit den Inhalten beschäftigen können, steigt die Identifikation mit dem Unternehmen.

Erlebnis: Die Themen werden durch Videos, Audios und Animationen „anders“ kommuniziert. Der Schwerpunkt jeder Ausgabe wird durch eine animierte Einstiegsseite hervorgehoben und erlebbar gemacht. Von dort aus können Mitarbeiter alle Unterseiten entdecken und den ING-DiBa Spirit erleben.

Dialog: Die iPad-App bietet eine direkte Feedbackfunktion. Dieser „Leserbrief“ kann unmittelbar während der Rezeption genutzt werden. Das unterstützt die Kommunikation eines unverfälschten Meinungsbilds der Leser, das die Redaktion dankend aufnimmt. (...)

Lesen Sie den gesamten Fachbeitrag von Janine Krönung im Newsletter IK im Fokus (3/2011)

Janine Krönung stellt die ING-DiBa-App auf der K2-Tagung Interne Kommunikation am 24. November 2011 in Düsseldorf vor.

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Janine Krönung arbeitet bei der ING-DiBa im Bereich der Internen Kommunikation. Nach ihrem Studium der Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften absolvierte sie ein Volontariat zur Verbraucherjournalistin. Sie arbeitete in Berlin als Fernsehredakteurin für den Rundfunk Berlin Brandenburg sowie als Journalistin und Projektmitarbeiterin für die Stiftung Warentest. 2006 wechselte sie zur ING-DiBa, bei der sie zunächst als Redakteurin tätig war. Seit 2007 ist sie als Chefredakteurin für die Mitarbeiterzeitschrift zuständig. Darüber hinaus betreut sie verschiedene interne Kommunikationsprojekte, begleitet Veränderungsprozesse und beschäftigt sich mit der Krisenkommunikation. Seit 2010 leitet sie den Arbeitskreis Interne Kommunikation der DPRG.

 

 

 

Erfolgreich mit offener Kommunikation und Netzwerktechnologie

Die Anforderungen an die Interne Kommunikation sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neben der klassischen Mitarbeiterinformation verlangt das Topmanagement von der Disziplin zunehmend, alle operativen Einheiten untereinander zum Zweck des optimalen Wissensmanagements miteinander zu vernetzen und zum intensiven Austausch anzuregen. Daneben soll die Interne Kommunikation einen Beitrag zum Aufbau einer starken Arbeitgebermarke leisten, die in Zeiten des Fachkräftemangels das Recruiting erleichtert. Zudem müssen die internen Kommunikatoren der Belegschaft in immer schnellerer Folge die strategischen Neuausrichtungen ihrer Unternehmen nahebringen, Übernahmen und den Verkauf von Unternehmensteilen vermitteln - und das alles oft genug bei gleichbleibenden Ressourcen, sprich: Zahl der Kommunikatoren und Budget. 

Wie sollten sich interne Kommunikatoren in diesem Spannungsfeld bewegen? Wie können sie ihre Aufgaben priorisieren? ManagementRadio sprach zum Thema mit Sabine Lobmeier, Manager Corporate Communication DACH, Cisco. Hören Sie hier das Interview auf ManagementRadio.

Sabine Lobmeier spricht zu diesem Thema auch auf der K2-Tagung Interne Kommmunikation am 24. November in Düsseldorf.

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Sabine Lobmeier leitet seit September 2010 die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Digitale Marketingkommunikation, die Markenwerbung – und Kommunikation in der DACH-Region für Cisco. Bereits seit September 2009 arbeitet sie als Pressesprecherin und Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Cisco in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz.
Lobmeier begann ihre Laufbahn bei Cisco im April 2001 als Manager für Unternehmens- und interne Kommunikation. Vor ihrem Wechsel zu Cisco war sie seit 1996 bei der Microsoft GmbH in München/ Unterschleißheim tätig. Sie verantwortete dort drei Jahre lang den Bereich Anti Piracy Marketing im Small and Medium Enterprises Sales und Marketing. Anschließend übernahm sie die Business Communications in der Microsoft Pressestelle. Ihre berufliche Laufbahn begann Lobmeier 1994 als Assistentin der Geschäftsführung bei der DMA in Berlin, einer Tochter der Leipziger Messegesellschaft.

Interne Kommunikation 2.0

Social Media sind mehr als ein zusätzlicher Kommunikationskanal. Sie fordern Selbstverständnis und Mitarbeiterbild der Internen Kommunikation heraus.

„Den Mitarbeiter auf Augenhöhe ansprechen“, „nicht mehr von oben nach unten kommunizieren“, „Dialog organisieren“ – so beschreiben Kommunikationsverantwortliche zurzeit die zentralen Aufgaben in der internen Unternehmenskommunikation. Ziel ist es, Mitarbeiter unter den komplexen Bedingungen heutiger Unternehmenstätigkeit mitzunehmen und ihnen Orientierung zu bieten. Dieses Ziel ist in den vergangenen Jahren wichtiger, gleichzeitig aber auch schwieriger geworden. Das belegen Ergebnisse der aktuellen Trendstudie Interne Kommunikation, die Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation in Zeiten des Wandels erhob. Im Rahmen einer Langzeitstudie werden seit 2008 die Verantwortlichen für Interne Kommunikation der 500 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands jeweils im Abstand von anderthalb Jahren befragt. An der jüngsten Umfrage beteiligten sich im Frühjahr 2011 insgesamt 115 Kommunikationsfachleute, was einem guten Rücklauf von knapp einem Viertel entspricht.

Im Vergleich der drei bislang durchgeführten Umfragen wird deutlich, dass die Mitarbeiterkommunikation spätestens seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise in Bewegung ist. Mitarbeiter sind kritischer und fordernder geworden, so berichten die befragten Kommunikationsverantwortlichen. Sie setzen deshalb verstärkt auf persönliche Kommunikation und dialogorientierte Medien. Die ehemals klaren Grenzen zwischen „innen“ und „außen“ lösen sich zunehmend auf, was sich u. a. auf das Spektrum und die Art der kommunikativen Auseinandersetzung mit Themen auswirkt. Interne Kommunikation entwickelt sich in immer mehr Unternehmen zu einer Managementfunktion, in deren Rahmen Werte und Verantwortung eine zentrale Rolle spielen. Damit einher geht die Suche nach tragfähigen Grundlagen und übergeordneten Konzepten, auf die eine zukunftsfähige Kommunikationsarbeit aufsetzen kann.

Auf das Kommunikationsverständnis kommt es an

In den vergangenen anderthalb Jahren ist der Anteil der Unternehmen, die Web 2.0-Elemente im Intranet umsetzen, deutlich gestiegen. Sieben von zehn Unternehmen verfügen heute bereits über entsprechende Angebote. Tendenz steigend: Knapp die Hälfte der Kommunikationsverantwortlichen sieht hier großes Potenzial, das es zukünftig stärker zu nutzen gelte. Social Media und Web 2.0-Elemente sind für die Interne Kommunikation dabei mehr als ein zusätzlicher Kommunikationskanal. Sie setzen Mitarbeiter voraus, die sich aktiv einbringen, eigene Themen setzen und Kommunikation selbst gestalten können. Damit stellen sie klassische Kommunikationsverständnisse in Frage, die „top-down“ ausgerichtet sind und in einseitigen Botschaften denken. Für die Interne Kommunikation liegt darin eine große Chance. Längst ist vielen ohnehin klar, dass einfache Wirkungsvorstellungen von Mitarbeiterkommunikation nach dem Motto „heute veröffentlicht, morgen in den Köpfen“ nicht funktionieren. In einer Zeit, in der sich wirtschaftliche und soziale Veränderungen immer stärker beschleunigen und sich Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten vervielfachen, steigen die Ansprüche und Erwartungen der Mitarbeiter. Chancen liegen darin, Kommunikation konsequent an den Bedürfnissen der Mitarbeiter auszurichten und sie als Partner zu begreifen. Social Media können helfen, Mitarbeitern Orientierung zu bieten und den Dialog als Leitgedanken der Kommunikationsarbeit umzusetzen.

Lesen Sie den gesamten Fachbeitrag von Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu und Dr. Klaus Spachmann im Newsletter IK im Fokus (3/2011)

Die Autoren werden zu diesem Thema auch auf der K2-Tagung Interne Kommunikation am 24. November 2011 in Düsseldorf sprechen.

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Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu ist Professorin für Public Relations an der Hochschule Pforzheim. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind strategische Unternehmenskommunikation, Organisationskommunikation und interne Kommunikation.

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Dr. Klaus Spachmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universität Hohenheim. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Wirtschaftsjournalismus, empirische Kommunikationsforschung und interne Kommunikation.

 

Social Media (noch) unwichtig

Obwohl viele Unternehmen in den vergangenen Jahren auch in der internen Kommunikation Social Media wie Blogs und Wikis installiert haben, misst ihnen die Mehrzahl der internen Kommunikatoren derzeit noch wenig Bedeutung bei – so ein Ergebnis der Umfrage „Trendmonitor Interne Kommunikation“ der school for communication and management, des prmagazins und der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG), an der sich im September 2011 insgesamt 177 Kommunikatoren beteiligten.

Die wichtigsten Instrumente sind das persönliche Gespräch (96 Prozent), Intranet (85 Prozent), Mitarbeiterversammlung (76 Prozent), Flurfunk (60 Prozent) und die Mitarbeiterzeitschrift (57 Prozent). Die Mittel soziales Netzwerk (36 Prozent), Wiki (24 Prozent) und Blog (19 Prozent) stuften die 177 Umfrageteilnehmer als weniger wichtig ein. Allerdings bauen viele Unternehmen derzeit ihre Social-Media-Aktivitäten aus. Gefragt nach Projekten in der Internen Kommunikation wurde nur der Um- beziehungsweise Aufbau des Intranets häufiger genannt.

Lediglich 41 Prozent der Befragten gaben an, dass ihrer Arbeit ein schriftliches Konzept zu Grunde liegt. Meist ist das in den Unternehmen der Fall, in denen die Interne Kommunikation als eigene Abteilung etabliert ist. Dementsprechend unzufrieden sind die Teilnehmer wegen der mangelnden strategischen Ausrichtung der internen Kommunikation (35 Prozent). Schlimmer sieht es aus ihrer Sicht nur beim Punkt Personal aus: 43 Prozent wünschen sich zusätzliche Kollegen.

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Weitere Ergebnisse finden Sie in der kostenlosen Kurzauswertung, die hier zum Download bereit steht. 

Die Langversion erscheint im Januar 2012 bei der scm und kann hier bereits vorbestellt werden.

Nur die Champions-League zählt

Fünf Tipps für eine gelungenen MAZ.

Die Mitarbeiterzeitschrift hat journalistischen Gesetzmäßigkeiten zu folgen und diese umzusetzen. Noch zu oft werden in Mitarbeiterzeitschriften die verschiedenen Beiträge unmotiviert hintereinander gestellt, Artikel kaum strukturiert oder immer dieselben Textsorten verwendet. Resultat ist ein spannungsloses Heft mit wenig Leserattraktivität. Professionalität muss daher im Vordergrund stehen. Denn nur in der Champions-League wird man wahrgenommen. In der Flut der all- täglichen Informationsreize bleiben oft nicht mehr als drei bis vier Sekunden, in der ein potenzieller Leser entscheidet, ob er ein Medium in die Hand nimmt oder nicht. Erst der Informations- und Nutzwert machen das Medium für den Leser wertvoll. Informative und verständliche Grafiken sowie die richtige Auswahl der Fotos haben entscheidenden Einfluss auf die Akzeptanz. Die Führung der Mitarbeiterzeitschrift wird nicht dem Bauchgefühl der Projektleitung oder Chefredaktion überlassen, sondern setzt einen strategischen Auftrag im Rahmen der Internen Kommunikation um. Der Leistungsauftrag ist entweder im Rahmen der internen Kommunikationsstrategie oder in einem separaten Dokument festzuhalten. Neben dem schriftlichen Leistungsauftrag trägt das Redaktionsstatut zur Klarheit der Mitarbeiterzeitschrift.

Die fünf Tipps von Dr. Gerhard Vilsmeier finden Sie im Newsletter IK im Fokus (3/2011).

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Dr. Gerhard Vilsmeier studierte Kommunikations- und Zeitungswissenschaften in München und Wien. Schon während der Universitätszeit war er bei der ARD als Redakteur für Hörfunk und Fernsehen – vornehmlich für den Bayerischen Rundfunk - tätig. Ab 1987 arbeitete er bei der Siemens AG u.a. als Referent für AV-Medien, dann als Chefredakteur der Mitarbeiterzeitschrift SiemensWelt, später als Leiter der internen Kommunikation und schließlich als Leiter Marketing & Communications bei Siemens Real Estate. Mit Oktober 2009 leitet er sein eigenes Medienbüro für interne und externe Kommunikation – i&e Communications. In der Deutschen Public Relationsgesellschaft (DPRG) ist er im Vorstand für die Finanzen und die interne Kommunikation zuständig. Auf internationaler Ebene gehört er dem Präsidium der Federation of European Business Communicators Association (FEIEA) an.

 

Erfolgreiches Employer Branding

Es ist nicht nur ein neuer Hype: Personalkommunikation entwickelt sich immer mehr zu einer Schlüsseldisziplin erfolgreicher Personalarbeit. Dazu gehört auch die Positionierung der Unternehmen in einem Umfeld, das wieder zunehmend vom Kampf um die besten Mitarbeiter gekennzeichnet ist. Ehrlich oder originell. Wie funktioniert erfolgreiches Employer Branding? Wofür steht Branded Publishing? ManagementRadio sprach zum Thema mit Werner Idstein, Fachmann für das Thema bei der Agentur Signum. Hören Sie das Interview auf ManagementRadio.

Werner Idstein ist auch zu hören auf der K2-Tagung "Interne Kommunikation - Zwischen Change Management, Employer Branding und Enterprise 2.0". Experten der Internen Kommunikation bewerten für ihre Disziplin das Potential von Social Media, erklären wie Kommunikatoren die zunehmenden Change-Prozesse aktiv managen und begleiten können. Sie zeigen auf, welche Schnittstellen zu anderen Unternehmensbereichen für die Interne Kommunikation an Bedeutung gewinnen. Die Tagung beginnt bereits am Vorabend mit der Vorstellung der Ergebnisse des Trendmonitors IK 2011, zwei Fachvorträgen und einem kleinen Get-Together. Erstmals wird auf der Tagung auch eine Großgruppenkonferenz, das K2-Speed-Café, durchgeführt. 

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Der studierte Physiker Werner Idstein verfügt über langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation. In Verlagen und Agenturen war er unter anderem als Chefredakteur für zahlreiche Mitarbeiter- und Kundenpublikationen verantwortlich. Seit knapp fünf Jahren ist Werner Idstein bei SIGNUM communication tätig und betreut dort unter anderem die Mitarbeitermedien mehrerer namhafter Unternehmen. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Konzeption neuer Publikationen sowie Beratung rund um die strategische Ausrichtung der Kommunikation von Unternehmen.

 

 

 

Interne Kommunikation – Social Media ist bereits präsent

Intranet, Social Media, Interne Kommunikation? Social Media Netzwerke im Internet sind inzwischen zu einem Massenphänomen unserer Zeit geworden und werden auch in Zukunft das Marketing und die PR nachhaltig verändern. Egal, ob Großkonzerne oder selbstständige Einzelkämpfer, die Anwendungen sind für Unternehmen jeglicher Größe interessant. Mit der richtigen Social Media-Strategie sind auch kleine Unternehmen und Gründer im Social Web erfolgreich.

Gilt das auch für die Interne Kommunikation? "Wir müssen uns damit auseinandersetzen, weil unsere Mitarbeiter Social Media nutzen", so Christof Hafkemeyer, Head of Technology und Media Development beim Telekommunikationskonzern Telekom. Müssen wir das wirklich? ManagementRadio sprach zum Thema Social Media in der Internen Kommunikation mit dem Experten Lutz Hirsch von Hirschtec. Hören Sie hier das Interview auf ManagementRadio.

Lutz Hirsch spricht als Referent auf der K2-Tagung Interne Kommunikation am 24. November.

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Lutz Hirsch ist Executive Partner bei Hirschtec und seit 1996 in der IT- und Internetbranche aktiv. Nach Stationen bei d.d. synergy (Bereichsleiter Intranet/Groupware) und der IBM Global Services (Principal Consultant) gründete er 2003 die Firma Hirschtec Infoarchitects. 2009 wurde ihm ein Lehrauftrag der FH Brandenburg im Fachbereich Wirtschaftsinformatik zum Thema „Web 2.0 in der Unternehmens-praxis“ erteilt. Lutz Hirsch ist Mitglied des Information Architecture Institute. Außerdem sitzt er seit Oktober 2010 im Aufsichtsrat der HanseSafe AG.