Buchrezension: Social Media und Location-based Marketing

Dass Social Media als erfolgreiche Werbemaßnahmen eingesetzt werden können, ist heutzutage keine Neuigkeit mehr, doch verzichten kleine und mittlere Unternehmen mit einer lokalen Kundenschaft noch oft darauf. In ihrem Buch „Social Media und Location-based Marketing“ argumentieren Ron Faber und Sönke Prestin anschaulich, warum dies gerade nicht der Fall sein sollte und geben dem Leser einen Einblick wie auch zum Beispiel der lokale Einzelhändler verschiedene Social Media Tools sinnvoll einsetzen kann, welche rechtlichen Fallstricke er dabei vermeiden sollte und was der Trend „Social Media“ für die Zukunft verspricht. Durch die ausführliche Beschreibung der einzelnen Kanäle wie Google Places, Facebook & Twitter, deren optimalen Verwendung und der Veranschaulichung der rechtlichen Aspekte ist das Werk auch für Einsteiger in das Thema Social Media Marketing bestens geeignet und liefert ein praktisches Handbuch für jeden, der sein lokales Marketing im Web 2.0 ausbauen will.

Ron Faber, Sönke Prestin| Carl Hanser Verlag, München 2012 | 241 Seiten | 24,90 Euro | ISBN 9-783-4464-2911-6

Weitere Rezensionen finden Sie in unserem scm-Newsletter (2/2012).

 

 

Erfolgsfaktoren eines Management-Blogs – ein Erfahrungsbericht

Seit mehr als fünf Jahren betreibt die Geschäftsleitung von T-Systems Multimedia Solutions unternehmensintern ein eigenes Blog, davon drei Jahre im Social Intranet (Teamweb). Das Blog wird von den Mitarbeitern gut angenommen: mit stetig steigenden Zugriffszahlen, vielen Kommentaren und zum Teil intensiver Diskussion zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern.

Aus diesen Erfahrungen haben sich folgende Faktoren herauskristallisiert, die den Erfolg des Blogs der Geschäftsleitung ausmachen:

1. Offene und vertrauensvolle Unternehmens- und Kommunikationskultur
Typische Merkmale der Unternehmenskultur bei T-Systems Multimedia Solutions sind ein starker Teamgeist und eine hohe Mitarbeitermotivation. Die Arbeit der Mitarbeiter ist von großen Freiheitsgraden und Eigenverantwortung geprägt. Es werden flache Hierarchien gelebt. Dies spiegelt sich auch in der Kommunikationskultur wider: sie ist offen und vertrauensvoll. Wissen wird allen Mitarbeitern im Intranet zur Verfügung gestellt und ausgetauscht.

2. Kommunikationsaffine und dialogbereite Geschäftsleitung 
In ihren etwa wöchentlichen Blogposts stellt sich die Geschäftsleitung offen der Diskussion mit den Mitarbeitern. Konstruktive Kritik wird 
von der Geschäftsleitung eingefordert. Die Kommentare sind fast durchgängig sachlich und problemlösungsorientiert, mitunter auch kontrovers. Sie dienen ferner dazu, Verbesserungspotentiale aufzudecken. Die Kommentarzahl schwankt je nach Thema stark und beträgt bei intensiven Diskussionen 20-50, im Mittel zurzeit 5,3.

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Die Blogeinträge der Geschäftsleitung erfolgen nach einer detaillierten Zeit- und Themenplanung. Inhalte werden häufig von den Fachbereichen zugeliefert. Bei der finalen Redaktion der Blogposts wird die Geschäftsleitung vom Bereich Interne Kommunikation unterstützt. 

3. Social-Media-affine Belegschaft
Eine Vielzahl der Mitarbeiter von T-Systems Multimedia Solutions ist bereits privat in sozialen Netzwerken aktiv und verfügt über entsprechende Medienkompetenz. Das Durchschnittsalter der Belegschaft beträgt 35 Jahre, der Anteil an Berufsanfängern, vor allem mit Informatik- und Wirtschaftsinformatikhintergrund, ist sehr hoch. Das findet seinen Niederschlag in der Arbeit im Unternehmen: Im Intranet sind nahezu alle Mitarbeiter regelmäßig unterwegs, rund die Hälfte der Mitarbeiter stellt Inhalte auf den Wiki-Seiten ein. Zudem waren 2011 monatlich rund 300 Blogeinträge sowie knapp 500 Kommentare bei rund 1.250 Beschäftigten zu verzeichnen.

4. Das Blog der Geschäftsleitung als ein Instrument im Kommunikationsmix
Das Blog ist bei T-Systems Multimedia Solutions ein wich- tiges Kommunikationsinstrument der Geschäftsleitung im Dialog mit den Mitarbeitern. Allerdings ist es nur ein Instrument im Mix der persönlichen, schriftlichen und elektronischen Kommunikationsmedien, die je nach Kommu- nikationsziel und -thema eingesetzt werden. Besonderes Augenmerk gilt der dialogorientierten Kommunikation im Sinne einer „Geschäftsleitung zum Anfassen“. Dem dient zum Beispiel auch eine offene Stunde der Geschäftsleitung, bei der die Mitarbeiter direkt oder via Live-Stream Fragen stellen können, die die Geschäftsleitung sofort beantwortet. (...)

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Dr. Cornelia Mossal und weitere Beiträge zum Thema Social Media in der Internen Kommunikation im IK im Fokus (1/2012).

Der vollständige Beitrag zum Mangement-Blog erscheint im Fachbuch "Social Media in der Internen Kommunikation", welches ab März bei der scm erhältlich ist.

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Dr. Cornelia Mossal ist bei der T-Systems-Tochter Multimedia Solutions für Interne Kommunikation und die strategische Planung der Management-Kommunikation verantwortlich. Zuvor war sie Produktmanagerin bei der Bahntochter DBKom und bei Arcor, der Festnetztochter von Vodafone. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Cornelia Mossal an der Professur für Kommunikationswirtschaft der Technischen Universität Dresden wissenschaftlich tätig und stand dem Sächsischen Telekommunikationszentrum e.V. als Geschäftsführerin vor.

 

Interne Kommunikation 2012 – Weg von der Werkbank, hin zum Kommunikationsmanagement

9. Tagung Interne Kommunikation von K2 am 9. und 10. Mai in Köln

2012 könnte ein entscheidendes Jahr für Interne Kommunikatoren werden. Schaffen sie es, sich in ihren Organisationen als tatsächliche Kommunikationsmanager zu etablieren? Als kommunikative Coachs und Sparringspartner des Vorstands? Oder fristen sie stattdessen ihr Dasein als bloße Umsetzer, als Anhängsel der externen Kommunikation oder der Human Resources?

Die Chance, sich in den Unternehmen, Verbänden und Organisationen in den kommunikativen Sattel zu schwingen, war noch nie so gut. Das ist vor allem an zwei Entwicklungen festzumachen: dem Fachkräftemangel und dem Medienwandel. Zuvorderst wird vielen Unternehmen derzeit schmerzhaft bewusst, dass sie lange Zeit zu wenig in die Entwicklung einer starken Arbeitgebermarke investiert haben. Doch nur wer sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert, hat die Chance, die für ihn richtigen Mitarbeiter zu finden. Und jenseits aller Employer-Branding-Programme, Messestände auf Jobbörsen, Hochglanzbroschüren oder Imagefilme zählt für High Potentials vor allem, wie die schon für das Unternehmen arbeitenden Mitarbeiter ihre Firma beurteilen. Treten sie als Botschafter ihres Arbeitgebers ein? Würden sie einem Jobanfänger zum Einstieg in ihr Unternehmen raten.


Die Bewertung der eigenen Organisation hängt dabei vor allem an der jeweiligen (vorgelebten) Kultur. Nur die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter erst nehmen, Entscheidungsprozesse erläutern und Zugänge über alle Hierarchiegrenzen hinweg schaffen, haben zumindest die Möglichkeit, ihre eigenen Angestellten zu Botschaftern zu machen. Und bei all diesen Aspekten – hier schließt sich der Kreis – spielt die interne Kommunikation eine immens wichtige Rolle. Kommunikatoren, denen es gelingt, diese Zusammenhänge zu verdeutlichen, haben eine gute Chance, sich in ihren Einheiten ein besseres Standing zu erarbeiten.

 

Als Argumentationshilfe dazu dient eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag des „stern“, die das Vertrauen der Deutschen in verschiedenen Institutionen untersucht. „Höchst bemerkenswert, ja sensationell“, schreibt Hans-Ulrich Jörges, „erscheint indes, dass der eigene Arbeitgeber bei 81 Prozent der Deutschen vorbehaltloses Vertrauen genießt. Das sind acht Punkte mehr als 2011 – Rang zwei, nur einen Zähler hinter der Polizei.“ Angesichts dieses Werts ist die Chance mit Händen greifbar, die eigenen Mitarbeiter als Multiplikatoren für die Ziele des Unternehmens zu nutzen. Denn das Erstarken der digitalen Kanäle und sozialen Netzwerke machen es jedem Menschen möglich, für seinen Arbeitgeber (medial) Partei zu ergreifen. Und zwar sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld.

Einige Kommunikationschefs haben das schon erkannt. So sagt Emilio Galli-Zugaro, Chef der weltweiten Konzernkommunikation der Allianz, in der Februar-Ausgabe von „brand eins“: „Unsere Aufgabe ist es längst nicht mehr, als Herolde des Unternehmens Botschaften zu verkünden, die uns ohnehin niemand mehr abnimmt. Wir müssen vielmehr helfen, jene in Botschafter des Unternehmens zu verwandeln, die bei Kunden als glaubwürdig wahrgenommen werden: unsere Mitarbeiter.“

Dabei spielt die Führungskräftekommunikation eine entscheidende Rolle. Denn es sind letztlich die unmittelbaren Vorgesetzten, an denen die Mitarbeiter überprüfen, ob die hehren Grundsätze der Unternehmensspitze oder das ausformulierte Leitbild tatsächlich gelebt werden. Doch viele Teamleiter fühlen sich von ihren kommunikativen Aufgaben überfordert. Wie Kommunikatoren es schaffen, die wichtige Zielgruppe der leitenden Angestellten als Multiplikatoren einzubinden, ist daher eine der Hauptfragen, die auf der Tagung behandelt werden.

Zudem spielen die Herausforderungen an interne Kommunikatoren generell eine zentrale Rolle. Klar ist, sie brauchen viele neue Kompetenzen, denn die Anforderungen an die interne Kommunikation sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Anstatt nur Botschaften von der Vorstands- auf die Arbeitsebene zu tragen, müssen interne Kommunikatoren zu wahren Kommunikationsmanagern werden und die unterschiedlichen Rollen als Berater, Coach, Moderator, Medienmacher und Dienstleister ausfüllen. Dazu gilt es, sich mit anderen Disziplinen wie beispielsweise Human Resources oder Legal zu vernetzen. Ein eng verzahntes Zusammenwirken mit der externen Kommunikation ist inzwischen ohnehin obligatorisch, da sich nach der Digitalisierung die Trennung zwischen innen und außen, die saubere Adressierung unterschiedlicher Zielgruppen, kaum mehr aufrecht erhalten lässt. Wie sich interne Kommunikatoren in diesem Spannungsfeld bewegen, wie sie ihre Aufgaben priorisieren können, diesen Fragen möchte die „Tagung Interne Kommunikation“ am 09. und 10. Mai 2012 in Köln nachgehen.

Unsere Referenten schreiben Ihnen keine Königswege für Ihre Interne Kommunikation vor, ermöglichen Ihnen aber durch ihre Praxisberichte spannende Insights und Denkanstöße, die Sie für Ihre eigenen Projekte nutzen können. Die Tagung geht folgenden Fragen nach:

Wie ändert sich die Rolle der Internen Kommunikation? Wie lassen sich Social Media in die Interne Kommunikation integireren? Welcher Medieneinsatz eignet sich für welche Situation? Wie kann die Interne Kommunikation mit anderen Disziplinen zusammenarbeiten? Welche Schritte sind in Veränderungsprozessen ratsam? Wie lässt sich das Informationsbedürfnis der Mitarbeiter befriedigen? Wie kann die Interne Kommunikation zum Aufbau einer starken Arbeitgebermarke beitragen?

Referenten sind u.a.: Michael Janßen (BMW), Sean MacNiven (SAP), Dr. Eric Marzo-Wilhelm (Voith), Edith Meissner (Daimler), Dr. Jan-Paul Ritscher (HSH Nordbank), Philipp Schindera (Deutsche Telekom), Anne Schwindling (Fraport), Klemens Steiner (ERGO), Joachim Tillessen (Coop)

 

Mehr Informationen zur K2-Tagung Interne Kommunikation, dem Programm und den Referenten finden Sie auf k2-gipfel.de

 

 

Buchrezension: Social Intranet

„Das klassische Intranet steckt in der Krise und präsentiert sich meistens als unübersichtlicher Ablageplatz für alles und nichts.“ Diesem Pro- blem möchte Frank Wolf mit seinem kürzlich herausgegebenen Buch „Social Intranet – Kom munikation fördern, Wissen teilen, Effizient zusammenarbeiten“ Abhilfe schaffen. Anhand von drei übergeordneten Kapiteln und der Mitarbeit

von weiteren 18 Autoren aus dem Bereich Social Intranet, wird dieses zunächst in seiner Entwicklung von den Anfängen bis zu den aktuellsten Trends beschrieben, bevor anschließend eine Vorgehensweise und wichtige Schritte bei der technischen und organisatorischen Gestaltung eines Social Intranets exemplarisch vorgestellt werden. Fallstudien der ING-DiBa, Deutschen Telekom, Bayer AG sowie SAP und T-Systems MMS runden neben konkreten Tipps und Hinweisen auf zu nehmende Hürden die praxisorientierte Ausgestaltung des Buches ab. Übersichtlich und klar verständlich wird dem Leser somit ein anleitender Überblick über das Medium Social Intranet gegeben, der sowohl für Einsteiger als auch Experten vorteilhafte Einblicke liefert.

Frank Wolf (Hg.) | Carl Hanser Verlag 2011 | 39,90 Euro | 320 Seiten | ISBN 978-3-446-42791-4

> weitere Buchrezensionen in unserem Newsletter IKimFokus

 


 

7 Fehler bei der Einführung von Social Media für Ihr Unternehmen

1. Alles wollen
Berücksichtigen Sie bei der Planung alle Anforderungen, alle Extra-Wünsche, alle Ausnahmeregelungen und alle Bedenken von allen Funktionsbereichen Ihres Unternehmens und fangen Sie auf keinen Fall mit der Umsetzung an, bevor nicht alles durchgeplant und von allen Stellen abgesegnet ist. Wenn Sie das befolgen... wird die Einführung von Social Media garantiert ein Misserfolg.
Verstehen Sie das bitte nicht falsch. Das ist keine Aufforderung „einfach mal so loszulegen“. Es gibt wirklich ausgefeilte und erprobte Prozesse für die Entwicklung von IT/Software-Projekten und die sollte man auch befolgen. Aber wenn Sie mit der Planung schon länger als 1 Jahr benötigen, dann sollten Sie lieber wieder neu anfangen. 

2. Keine Ziele setzen
Setzen Sie ein Social Media Projekt auf, weil es jetzt „in“ ist und weil „das jetzt jeder macht“. Überlegen Sie dabei nicht, was Sie damit erreichen wollen... dann wird die Einführung von Social Media garantiert ein Misserfolg.
Jedes Projekt kostet Ressourcen – Zeit, Geld, Mitarbeiter. Ohne Ziele ist die Zeit verschwendet, das Geld vergeudet und die Mitarbeiter sind frustriert. Wie immer müssen Ziele klar definiert, messbar und erreichbar sein.

3. Nicht wissen, was die Anwender wirklich interessiert und nutzen
Machen Sie es sich besonders einfach. Konzipieren Sie Ihr Social Media Projekt im „stillen Kämmerlein“. Planen Sie nur ein paar Standardfunktionen ein und vermeiden Sie Diskussionen mit den zukünftigen Anwendern... dann wird die Einführung von Social Media garantiert ein Misserfolg.
Anwender nutzen etwas, wenn es für sie einen Nutzen hat. Da unterscheidet sich ein Social Media Projekt überhaupt nicht von anderen Softwareprojekten. Die Unterschiede sind lediglich, dass Daten, Informationen und Wissen transparenter veröffentlicht und unter den Kollegen ge(ver-)teilt werden und dass die Mitarbeiter nicht nur das konsumieren, was von oben in das Intranet „reingestellt“ wird oder per E-Mail an den vermeintlich richtigen Verteiler gesendet wird, sondern dass jeder Mitarbeiter selber seinen Beitrag leistet.

4. Keine Pilotgruppe/-anwendung installieren
Egal ob als Inhouse-Lösung oder mit einem Softwareanbieter, schalten Sie die Software gleich für alle Mitarbeiter frei... dann wird die Einführung von Social Media garantiert ein Misserfolg.
Eine Pilotgruppe mit einer Pilotanwendung soll den Zweck erfüllen, dass Erfahrungen zu einem Zeitpunkt gewonnen werden, an dem man das Gesamtkonzept noch korrigieren oder ergänzen kann. Oft ergeben sich für das Unternehmen spezifische und relevante Anforderungen erst auf den zweiten Blick, d.h. nachdem die Pilot-Anwender eine Weile mit der Software gearbeitet haben.

5. Die Mitarbeiter sich selbst überlassen
Schalten Sie die Social Media Software frei, kümmern Sie sich nicht mehr drum und schließen Sie das Projekt gedanklich ab... dann wird die Einführung von Social Media garantiert ein Misserfolg.
Auch wenn die meisten der am Markt verfügbaren Softwarelösungen relativ einfach und intuitiv nutzbar sind, so benötigen die Anwender doch eine Einweisung. Außerdem... eine Social Media Software ist ein „lebendes“ System. Das heißt, es muss beobachtet und gepflegt werden. Jede Gruppe sollte einen Verantwortlichen und Moderator haben, der die ersten Inhalte einstellt, die anderen Gruppenmitglieder zur Mitarbeit anregt und entstehende Diskussionen moderiert. 
(...) 

Lesen Sie den vollständigen Fachbeitrag im Newsletter IK im Fokus (1/2012).

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Stefan Donat ist Gründer von immer-uptodate.net, einer Softwarefirma für cloud-basierte Unternehmenssoftware mit den Schwerpunkten Kommunikation und Zusammenarbeit.
Er ist ebenfalls Gründer eines Unternehmens, das Sensorik-Technologie entwickelt und diese erfolgreich an Konzerne in Asien und USA vermarktet. Als Miterfinder an über 30 Patenten hat er mit diesem Unternehmen mehrere Innovationspreise gewonnen.
Zuvor hat er für ein US-Softwareunternehmen die deutsche Tochtergesellschaft in München aufgebaut und war acht Jahre Stabstellenleiter bei einer Tochtergesellschaft der Thyssen Krupp AG.

Social Media-Einsatz: Bei TOM TAILOR immer "nett und persönlich"

Zum Thema Mode gibt es eine Vielzahl an Blogs. Welchen Stellenwert hat das Thema Blogger Relations bei Tom Tailor? 

Fashion Blogs haben für uns eine hohe Relevanz. Gerade im Modebereich haben sie einen ähnlichen Stellenwert wie Modezeitschriften und teilweise eine unglaublich große Reichweite. Bei TOM TAILOR pflegen wir einen engen und freundschaftlichen Kontakt zu vielen Fashion Bloggern. Zweimal im Jahr laden wir zu einem kleinen, unkonventionellem Event ein, bei dem wir den Bloggern exklusiv vorab die neue Herbst/Winter bzw. Frühjahr/Sommer Kollektion vorstellen. Wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass ein gemütliches Zusammenkommen mit persönlichen und intensiven Gesprächen für uns super funktioniert und auch bei den Bloggern sehr gut aufgenommen wird. Neben tollen Veröffentlichungen und Komplimenten zu unseren Kollektionen, sind wir besonders stolz darauf, dass „unsere Blogger“ darüber schreiben, dass es bei TOM TAILOR immer „so nett und persönlich“ ist!

Um täglich mit ihnen in Kontakt zu bleiben, nutzen wir unseren Twitter-Kanal. Dieser bietet uns die Möglichkeit, immer zeitnah mitzubekommen, welche Themen und Trends die Blogger beschäftigen und zeitnah darauf zu reagieren. Aber auch Messen und Events wie die CPD oder die Fashion Week sind immer ein Anlass, uns mit Bloggern zu treffen und auszutauschen. Dieser Austausch ist uns als Unternehmen wichtig und wertvoll, daher wollen und werden wir nicht mehr auf ihn verzichten. 

Social Media Guidelines sind für viele Unternehmen sehr wichtig. Wie halten Sie das in Ihrem Unternehmen?

Wir haben zum Start unserer Social Media Aktivitäten zusammen mit der Personalabteilung Guidelines für unser Unternehmen entwickelt. Dabei haben wir großen Wert darauf gelegt, unseren Mitarbeitern mit den Guidelines eine kleine Orientierungshilfe für den sensiblen Umgang mit den neuen Medien und sozialen Netzwerken zu geben und ihnen keine Vorschriften mit “dem erhobenen Zeigefinger“ zu machen. Deshalb haben allen Mitarbeitern einen internen Workshop zum Thema Social Media angeboten. Bei diesem Event haben wir neben der Vorstellung der Guidelines auch das Thema Social Media im Allgemeinen erklärt und offene Fragen gemeinsam diskutiert. Der Workshop stieß auf sehr gute Resonanz, was uns darin bestätigt, dass das Thema auch intern top aktuell ist und unsere Mitarbeiter für Hilfestellung offen und dankbar sind. Jeder Mitarbeiter hat zudem einen kleinen Flyer mit 10 Tipps für die berufliche, aber auch private Nutzung von Social Media für seinen Schreibtisch erhalten, um bei Unsicherheiten schnell und unkompliziert nachschauen zu können. Natürlich inklusive Kontaktmöglichkeiten für Nachfragen und Anregungen. 

Ein großes Trendthema ist Mobile Marketing. Was macht Tom Tailor in diesem Bereich?

Natürlich ist Mobile Marketing für uns ein Thema, das wir beobachten und für uns bewerten. Auch wir haben schon eigene Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Unsere Shopping-App wurde bereits 2010 gelauncht, um unseren Kunden auch mobil die Möglichkeit zu geben, bei uns einzukaufen. Zudem haben wir im letzten Jahr erstmalig QR-Codes mit Angeboten und Hintergrundinformationen auf all unseren Schaufenstern platziert.

Mit über 100 Stores in Deutschland ist für uns vor allem aber auch das Thema Mobile-Couponing und Location Based Services interessant. Erste kleine Testprojekte haben wir mit großem Erfolg bereits 2011 durchgeführt, 2012 wollen wir unsere Kunden mit maßgeschneiderten Aktionen noch besser auf ihren Smartphones erreichen. 

Lesen Sie weitere Interviews und Beiträge zum Thema Social Media im scm-Newsletter (1/2012).

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Harriet Schmitz ist bei TOM TAILOR für die Social Media & Fashion-PR Aktivitäten des Hamburger Modeunternehmens verantwortlich. Zuvor betreute sie vier Jahre lang als PR-Beraterin bei Edelman nationale sowie internationale Kunden ehe sie Anfang 2011 zu TOM TAILOR wechselte, um dort den neu geschaffenen Bereich Social Media aufzubauen. 

 

 

 

Social Media Recruiting: Erfolgreich mit Direktansprache in den Sozialen Netzwerken

80 Prozent der Unternehmen schalten Stellenanzeigen. Für die meisten Personalabteilungen sind die Anzeigen in Print- und Onlinemedien der gängige Weg, um neue Mitarbeiter zu finden. Das Verfahren ist einfach. Ist die Anzeige einmal geschaltet, wartet man das Eingehen von Bewerbungen ab und wählt dann den passenden Kandidaten aus.

In Zeiten des Fachkräftemangels funktioniert dieser etwas aufgetretene, passive Weg nicht mehr so gut. Weder online über die bekannten Stellenportale, noch offline über die Wochenendausgaben regionaler und überregionaler Tageszeitungen erhalten Unternehmen derzeit Bewerbungen ausreichender Qualität und Quantität.

Für die Personalabteilungen gilt es daher neue Zielgruppen zu erschließen, die sie bisher nicht erreichen. Die Kandidaten, die sie ansprechen wollen, sind Fachkräfte, die erfolgreich unterwegs sind, denn sie machen sich meist nicht die Mühe, die Fragebögen und Formulare der Internet-Job-Portale auszufüllen und dort ihre Bewerbungsunterlagen hochzuladen. Sie pflegen ihr Online-Profil dort, wo sie sich ohnehin bewegen, in Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn. Beide Portale haben in den vergangenen Jahren einen enormen Mitgliederzuwachs erlebt. Xing hat inzwischen 11,5 Mio. User und Userinnen. Etwa die Hälfte davon stammt aus dem deutschsprachigen Raum. Von LinkedIn wird berichtet, dass sich dort in jeder Sekunde ein neues Mitglied anmeldet. Entsprechend attraktiv sind diese Netzwerke für Unternehmen, die nach neuen Mitarbeitern suchen.

Der Umgang in den Business-Netzwerken ist professionell, freundlich und sehr kooperativ. Fand man in diesen Netzwerken vor einiger Zeit fast ausschließlich Personen aus dem unteren bis mittleren Management, bietet etwa Xing heute eine breite Basis vom Praktikanten bis zum Geschäftsführer, vom Techniker für Heiz- und Lüftungstechnik über den Gebietsrepräsentanten für Luxusbrillen bis hin zu dem einen oder anderen CEO. 

Will man eine offene Stelle besetzen, lassen sich die Netzwerke auf unterschiedliche Weise nutzen:

  • Wer selbst eine hohe oder zumindest relevante Anzahl von Kontakten einer Berufsgruppe hat, in der eine Stelle besetzt werden soll, kann über eine entsprechende Statusmeldung bereits den einen oder anderen Kontakt zu potenziellen Bewerbern herstellen. 
  • Ÿ Wer gern Stellenanzeigen schaltet, kann diese auch in den Sozialen Netzwerken schalten. Hat man dort ein Unternehmensprofil, können die Stellenanzeigen dorthin verlinkt werden.
  • Ist man selbst oder ein Mitarbeiter Mitglied in einer der vielen Gruppen, kann meist auch dort ein Hinweis auf die Vakanz gepostet werden.
    (...)

Lesen Sie den vollständigen Fachbeitrag im scm-Newsletter (1/2012).

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Birgit Bruns, Diplom-Ökonomin, begann ihre Karriere im Marketing der Citibank Privatkunden AG in Düsseldorf. Weitere Stationen als Abteilungsleiterin Marketing-Service der Rheinland Versicherungen und als Communication Manager Germany bei ehemaligen GfK-Tochter IRI Information Resources folgten. Ihre langjährigen Erfahrungen in Marketing, Vertrieb und Kommunikation bilden die Grundlage für ihre selbständige Tätigkeit als Unternehmens- und Personalberaterin und Spezialistin für Social Media Recruiting für ihre eigene Personalberatung BBRecruiting, mit der sie seit einigen Jahren erfolgreich tätig ist.

Mehr dazu unter www.bbrecruiting.de

 

Verantwortungs- und wirkungsvolle Web 2.0-Kommunikation ist machbar

Die Diakonie will mit Social Media dem Nachwuchsmangel entgegenwirken. Mit welchen Maßnahmen und welchem Erfolg?
Wir haben im Rahmen unseres über den Europäischen Sozialfonds geförderten Projektes „Mit Neuen Medien Jugendliche für die Diakonie gewinnen“ im Laufe des Jahres 2011 verschiedene Web2.0-Kanäle an den Start gebracht: facebook, twitter, unser Blog und als vorläufigen Höhepunkt das Berufsorientierungsportal www.soziale-berufe.com. Mit Videoreportagen, Berufetests, Mitmach-/ Community-Funktionen, Azubi-Blog, Ausbildungsplatz-Börse & Co versuchen wir, die jungen Leute für soziale Berufe zu begeistern. Methoden für die Erfolgskontrolle werden wir erst jetzt nach dem Start des Portals entwickeln. Es wird darum gehen zu beobachten, ob als Folge unserer Bemühungen tatsächlich mehr Bewerbungen bei diakonischen Ausbildungseinrichtungen eingehen als vorher. Was wir aber jetzt schon sagen können, ist, dass unsere Facebook- und Twitter-Seite sowie das Blog super angekommen sind, hier sind wir im regen Austausch mit den jungen Leuten und stolz auf die Fans, die wir schon gesammelt haben, bevor überhaupt die erste Werbekampagne und Messeauftritte gestartet sind.

Erreichen Sie auf diesem Wege auch Fachkräfte, die Sie für Ihre Organisation gewinnen möchten oder holen Sie die über die klassischen Kanäle ab?
Das Projekt ist konkret auf die Jugendkommunikation online ausgelegt. Insofern sind die Inhalte unserer Kanäle auf eine jugendliche Zielgruppe abgestimmt und wir verweisen Erwachsene/ fertige Fachkräfte auf die klassischen Diakonie-Stellenbörsen. Natürlich freuen wir uns aber, wenn sich auch Menschen im fortgeschrittenen Alter, also Berufsumsteiger oder Wiedereinsteiger nach der Arbeitslosigkeit oder Elternzeit, auf unseren Seiten über soziale Berufe informieren möchten. Sie werden sicher auch interessante Informationen finden.

Gab es anfänglich Bedenken, ob Social Media zu Ihrem Verband passen könnte? 
Der Diakonie Bundesverband (wie auch die größeren diakonischen Einrichtungen) steht dem Web 2.0 und seinen Kommunikationsmöglichkeiten sehr aufgeschlossen gegenüber, beobachtet neue Entwicklungen und betreibt mit www.diakonie.de, facebook, twitter und youtube auch aktiv Onlinekommunikation. Insofern war es nur logisch, auch die Jugendkommunikation auf diese Kanäle zu verlegen. Vorreiter sind wir allerdings für die kleineren diakonischen Einrichtungen und unsere Landes- und Fachverbände, die zum Teil bisher sehr verunsichert waren, was das Web 2.0 und seine Möglichkeiten angeht. Ihnen zeigen wir mit unseren Angeboten, dass verantwortungs- und wirkungsvolle Web 2.0-Kommunikation machbar ist und ermutigen sie (auch mit Vorträgen und Workshops), sich uns anzuschließen.

Lesen Sie weitere Interviews und Beiträge zum Thema Social Media im scm-Newsletter (1/2012).

 

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Maja Schäfer ist seit Anfang 2011 Referentin Jugendkommunikation Online beim Diakonischen Werk der EKD und leitet das ESF-Projekt „Mit Neuen Medien Jugendliche für die Diakonie gewinnen“. Zuvor war die studierte Anglistin und Publizistin als Redakteurin/ Moderatorin beim privaten Hörfunk sowie als freie Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Berufseinstieg & Junge Karriere u.a. für Süddeutsche Zeitung und Manager Magazin tätig. Maja Schäfer ist freie Autorin.

 

 

Auf Twitter ein "Best of"

Die Allianz zeigt, dass Social Media auch etwas für eine konservative Branche ist. Welche Kanäle nutzen Sie und welche Zielgruppen sprechen Sie dort an?
Aktuell verfolgen wir vier große Stoßrichtungen: Die breite Öffentlichkeit sprechen wir vor allem auf Facebook und YouTube mit einem Infotainment-Angebot an. Medienvertreter meinen wir über kurze, prägnante Twitter-Postings am besten zu erreichen. Im Employer Branding spielen sowohl Facebook als auch XING und LinkedIn sowie eigene Blogs eine wichtige Rolle. Ihren Kundenstamm beziehungsweise Interessenten wiederum sprechen neuerdings viele Allianz Vertreter über eigene Facebook Pages an – wir unterstützen sie dabei mit einem bunten Content-Angebot und Corporate Design-Tools. Mit großem Interesse verfolgen wir die Entwicklung auf Google+ – hier ist aus unserer Sicht noch nicht abzusehen, wohin die Reise genau geht.

Auf dem Twitter-Account, den Sie als Social Media Communicator betreuen, heißt es: Bei der Allianz geht's um mehr als nur Versicherungen. Welche Themen bieten Sie Ihren Followern?
Als Teil eines großen, internationalen Konzern sind wir in der komfortablen Situation, über sehr viel, sehr unterschiedlichen Content zu verfügen, aus dem ich dann auf Twitter ein "Best of" herausfiltern kann. Immer wieder spannend finde ich z.B. die Studien oder Essays unseres Knowledge-Teams zu Zukunftsthemen wie Demographie, Klima oder Mobilität. Hier wird das "Mehr als nur Versicherungen" authentisch gelebt: Forschung und gesellschaftliches Engagement sind bei uns nicht allein l'art pour l'art, sondern es geht um das Thema Risiko, also unser Kerngeschäft.

Bei der Allianz nutz man Social Media auch für die Interne Kommunikation. Wie werden die internen Blogs und der CIO-Blog von den Mitarbeitern angenommen?
Aktuell bereiten wir den Start einer sehr mächtigen Enterprise 2.0-Plattform vor, die weit über die Blogging-Aktivitäten einzelner Unternehmenspersönlichkeiten – die vornehmlich innerhalb einer Community aus ihrem weiteren persönlichen Umfeld stattfinden – hinausgehen wird. Unser künftiges Ziel ist es, allen Mitarbeitern ein Medium zu gleichberechtigter Kollaboration und Kommunikation zu bieten. 2012 wird spannend!

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Markus Walter hat als Social Media Communicator im Fachbereich Unternehmenskommunikation hat die Web 2.0-Aktivitäten der Allianz Deutschland AG im Blick: Im einen Bildschirmfenster beobachtet er, was im Web über das Finanzdienstleistungsunternehmen gesprochen wird; im anderen hält er u.a. über den Twitter-Account des Unternehmens Kontakt zu Influencern. 
Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft hat Walter als Kulturjournalist gearbeitet, seit 2002 ist er in verschiedenen Bereichen der Allianz Unternehmenskommunikation tätig.

 

Erfolgsfaktoren für Unternehmen im Social Web

1. Ausgangssituation
Einhergehend mit der fortschreitenden Verbreitung des Internets[1] und der Verfügbarkeit mobiler Endgeräte[2] hat Social Media in den vergangenen Jahren den Durchbruch zum Massenphänomen geschafft. Auch in die Marketing- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen hat Social Media längst Einzug erhalten. Die große Mehrheit (73,70%) aller deutschen Unternehmen ist im Social Web aktiv und nutzt mindestens eine Social Media-Plattform für die Kommunikation mit Kunden, Interessenten oder anderen Einflussgruppen.[3] Betrachtet man die 47 größten europäischen Unternehmen, steigt die Zahl der Unternehmen die mindestens Social Networks (Facebook), Microblogs (Twitter), Video Sharing Services (YouTube) oder Blogs  verwenden sogar auf 89%. Die Anzahl der Unternehmen, die alle vier Plattformen aktiv einsetzt ist mit 15% jedoch noch sehr gering.[4] Hieraus kann geschlossen werden, dass viele Unternehmen bislang mit Testprojekten erste Erfahrungen gesammelt haben, aber noch nicht über eine plattform- und abteilungsübergreifende Social Media-Strategie verfügen. Auch die Anbindung an die übergeordnete Marketing- und Unternehmensstrategie dürfte damit in vielen Fällen nicht gegeben sein. Diese Annahme wird u.a. durch eine Untersuchung von Weber Shandwick bestätigt die zeigt, dass nur 28% aller befragten Unternehmen über einen Redaktionsplan zur inhaltlichen Koordinierung der genutzten Social Media-Plattformen verfügen. [5] Fink & Fuchs hat in einer weiteren Studie für die DACH-Region ermittelt, dass 66% der befragten Unternehmen über eine Social Media-Strategie verfügen, diese aber zu 78,5% nur einzelne Abteilungen, Plattformen, Kampagnen oder Phasen umfasst.[6] Unternehmen sind sich der Bedeutung einer übergreifenden Social Media-Strategie zwar bewusst, wie eine Untersuchung von Digital Brand Expressions[7] zeigt, vielfach erscheint ihnen die Entwicklung einer derartigen Strategie aber zu zeitaufwändig und komplex oder es fehlen schlicht das Know-how und die Erfahrungswerte für eine zielgerichtete Vorgehensweise.

2. Der Weg zur Social Media-Strategie
Auf Basis umfangreicher Erfahrungen mit Social Media-Projekten im B2B und B2C Umfeld hat Wunderman daher ein 6-stufiges Vorgehensmodell entwickelt, das die Strategieentwicklung strukturiert und erleichtert und es Unternehmen so ermöglicht, das Potenzial von Social Media optimal auszuschöpfen. Das Modell ist modular aufgebaut und kann sowohl von Unternehmen eingesetzt werden, die bereits mit taktischen Maßnahmen im Social Web aktiv sind, als auch von Unternehmen, die sich erstmals mit Social Media beschäftigen. Die Inhalte der Prozessschritte können zudem flexibel an die individuellen Bedürfnisse verschiedener Unternehmenstypen und -größen angepasst werden.

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Abbildung 1: Wunderman Social Media Prozess

2.1 Listening-Phase („Zuhören“)
Social Media-Aktivitäten sind durch eine extrem ausgeprägte User-Orientierung gekennzeichnet. Als unmittelbares Pull-Medium können Social Media-Projekte nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich konsequent an den Bedürfnissen und Interessen der User orientieren. Startpunkt jedes Social Media-Projektes ist daher eine detaillierte Listening-Phase. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Interessen der User bereits vor der Grundkonzeption zu identifizieren und alle geplanten Aktivitäten auf die relevanten Zielgruppen auszurichten. (...)

Lesen sie den vollständigen Fachbeitrag im scm-Newsletter (1/2012).

Jan Warp leitet einen Kampagnen-Workshop bei den Social Media Praxistagen der scm in Frankfurt am 14.03.2012.

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Jan Warp verantwortet seit 2011 als Discipline Lead Social Media standortübergreifend alle Social Media Projekte für Wunderman Deutschland. Schon früh setzte Herr Warp seinen Fokus auf Kunden mit komplexen, erklärungsbedürftigen Produkten und arbeite für verschiedene Spezialagenturen mit IT-Schwerpunkt, wie Woelke von der Brüggen. Ab 2007 spezialisiert er sich auf die Themen Online-Dialogmarketing und Social Media und arbeitete u.a. für MRM Worldwide und Wunderman. Bei Wunderman ist er seit 2009 für die Entwicklung von Social Media, Online und E-Commerce Strategien zuständig und betreut internationale Großkunden wie Microsoft, Lufthansa und Ford.

[1] ARD/ZDF, ARD/ZDF Online-Studie 2011, 2011
[2] BITKOM, Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland 2011, 2012
[3] BVDW, Einsatz von Social Media im Unternehmen 2011, 2011
[4] Burson-Marsteller, The Global Social Media Check-up 2011, 2011
[5] Weber Shandwick and Forbes Insights, Socialising Your Brand: A Brand’s Guide to Sociability, 2011
[6] Fink & Fuchs, Universität Leipzig, Pressesprecher, Social  Media Governance 2011, 2011
[7] Digital Brand Expressions, Social Media Without A Parachute, 2010