Social Media Recruiting: Erfolgreich mit Direktansprache in den Sozialen Netzwerken

80 Prozent der Unternehmen schalten Stellenanzeigen. Für die meisten Personalabteilungen sind die Anzeigen in Print- und Onlinemedien der gängige Weg, um neue Mitarbeiter zu finden. Das Verfahren ist einfach. Ist die Anzeige einmal geschaltet, wartet man das Eingehen von Bewerbungen ab und wählt dann den passenden Kandidaten aus.

In Zeiten des Fachkräftemangels funktioniert dieser etwas aufgetretene, passive Weg nicht mehr so gut. Weder online über die bekannten Stellenportale, noch offline über die Wochenendausgaben regionaler und überregionaler Tageszeitungen erhalten Unternehmen derzeit Bewerbungen ausreichender Qualität und Quantität.

Für die Personalabteilungen gilt es daher neue Zielgruppen zu erschließen, die sie bisher nicht erreichen. Die Kandidaten, die sie ansprechen wollen, sind Fachkräfte, die erfolgreich unterwegs sind, denn sie machen sich meist nicht die Mühe, die Fragebögen und Formulare der Internet-Job-Portale auszufüllen und dort ihre Bewerbungsunterlagen hochzuladen. Sie pflegen ihr Online-Profil dort, wo sie sich ohnehin bewegen, in Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn. Beide Portale haben in den vergangenen Jahren einen enormen Mitgliederzuwachs erlebt. Xing hat inzwischen 11,5 Mio. User und Userinnen. Etwa die Hälfte davon stammt aus dem deutschsprachigen Raum. Von LinkedIn wird berichtet, dass sich dort in jeder Sekunde ein neues Mitglied anmeldet. Entsprechend attraktiv sind diese Netzwerke für Unternehmen, die nach neuen Mitarbeitern suchen.

Der Umgang in den Business-Netzwerken ist professionell, freundlich und sehr kooperativ. Fand man in diesen Netzwerken vor einiger Zeit fast ausschließlich Personen aus dem unteren bis mittleren Management, bietet etwa Xing heute eine breite Basis vom Praktikanten bis zum Geschäftsführer, vom Techniker für Heiz- und Lüftungstechnik über den Gebietsrepräsentanten für Luxusbrillen bis hin zu dem einen oder anderen CEO. 

Will man eine offene Stelle besetzen, lassen sich die Netzwerke auf unterschiedliche Weise nutzen:

  • Wer selbst eine hohe oder zumindest relevante Anzahl von Kontakten einer Berufsgruppe hat, in der eine Stelle besetzt werden soll, kann über eine entsprechende Statusmeldung bereits den einen oder anderen Kontakt zu potenziellen Bewerbern herstellen. 
  • Ÿ Wer gern Stellenanzeigen schaltet, kann diese auch in den Sozialen Netzwerken schalten. Hat man dort ein Unternehmensprofil, können die Stellenanzeigen dorthin verlinkt werden.
  • Ist man selbst oder ein Mitarbeiter Mitglied in einer der vielen Gruppen, kann meist auch dort ein Hinweis auf die Vakanz gepostet werden.
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Lesen Sie den vollständigen Fachbeitrag im scm-Newsletter (1/2012).

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Birgit Bruns, Diplom-Ökonomin, begann ihre Karriere im Marketing der Citibank Privatkunden AG in Düsseldorf. Weitere Stationen als Abteilungsleiterin Marketing-Service der Rheinland Versicherungen und als Communication Manager Germany bei ehemaligen GfK-Tochter IRI Information Resources folgten. Ihre langjährigen Erfahrungen in Marketing, Vertrieb und Kommunikation bilden die Grundlage für ihre selbständige Tätigkeit als Unternehmens- und Personalberaterin und Spezialistin für Social Media Recruiting für ihre eigene Personalberatung BBRecruiting, mit der sie seit einigen Jahren erfolgreich tätig ist.

Mehr dazu unter www.bbrecruiting.de