Interne Kommunikation bei Coop - Glaubwürdig und unterhaltend zugleich ...

2012 könnte ein entscheidendes Jahr für interne Kommunikatoren werden. Schaffen sie es, sich in ihren Organisationen als tatsächliche Kommunikationsmanager zu etablieren? 

ManagementRadio sprach zum Thema Interne Kommunikation mit Joachim Tillessen, Leiter der Coop Medien. Joachim Tillessen steht für das gelungene Zusammenspiel von Intranet, Kundenzeitung und Mitarbeitermagazin bei Coop. Besonders spannend dabei: Die Zusammenhänge zwischen motivierten Mitarbeitenden und glaubwürdiger, hochwertiger sowie unterhaltender Information ... 

Das Audiointerview können Sie hier nachhören.

Joachim Tillessen ist Referent der K2-Tagung Interne Kommunikation am 9. und 10. Mai 2012 in Köln.

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Joachim Tillessen ist seit 2006 Leiter der Coop Medien und betreut in dieser Funktion die dreisprachige Coop Presse, das Personalmagazin sowie die elektronischen Medien und diverse Corporate Publishing Produkte der Gruppe. Vor seiner Tätigkeit bei Coop war der studierte Betriebsökonom und Verlagsmanager als Leiter eines Verlags in Solothurn tätig sowie als Gesamtleiter Medien bei einem zweisprachigen Verlag in Biel. Tillessen ist Dozent beim Verband Schweizer Medien. 

 

Nur die Champions-League zählt

Fünf Tipps für eine gelungenen MAZ.

Die Mitarbeiterzeitschrift hat journalistischen Gesetzmäßigkeiten zu folgen und diese umzusetzen. Noch zu oft werden in Mitarbeiterzeitschriften die verschiedenen Beiträge unmotiviert hintereinander gestellt, Artikel kaum strukturiert oder immer dieselben Textsorten verwendet. Resultat ist ein spannungsloses Heft mit wenig Leserattraktivität. Professionalität muss daher im Vordergrund stehen. Denn nur in der Champions-League wird man wahrgenommen. In der Flut der all- täglichen Informationsreize bleiben oft nicht mehr als drei bis vier Sekunden, in der ein potenzieller Leser entscheidet, ob er ein Medium in die Hand nimmt oder nicht. Erst der Informations- und Nutzwert machen das Medium für den Leser wertvoll. Informative und verständliche Grafiken sowie die richtige Auswahl der Fotos haben entscheidenden Einfluss auf die Akzeptanz. Die Führung der Mitarbeiterzeitschrift wird nicht dem Bauchgefühl der Projektleitung oder Chefredaktion überlassen, sondern setzt einen strategischen Auftrag im Rahmen der Internen Kommunikation um. Der Leistungsauftrag ist entweder im Rahmen der internen Kommunikationsstrategie oder in einem separaten Dokument festzuhalten. Neben dem schriftlichen Leistungsauftrag trägt das Redaktionsstatut zur Klarheit der Mitarbeiterzeitschrift.

Die fünf Tipps von Dr. Gerhard Vilsmeier finden Sie im Newsletter IK im Fokus (3/2011).

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Dr. Gerhard Vilsmeier studierte Kommunikations- und Zeitungswissenschaften in München und Wien. Schon während der Universitätszeit war er bei der ARD als Redakteur für Hörfunk und Fernsehen – vornehmlich für den Bayerischen Rundfunk - tätig. Ab 1987 arbeitete er bei der Siemens AG u.a. als Referent für AV-Medien, dann als Chefredakteur der Mitarbeiterzeitschrift SiemensWelt, später als Leiter der internen Kommunikation und schließlich als Leiter Marketing & Communications bei Siemens Real Estate. Mit Oktober 2009 leitet er sein eigenes Medienbüro für interne und externe Kommunikation – i&e Communications. In der Deutschen Public Relationsgesellschaft (DPRG) ist er im Vorstand für die Finanzen und die interne Kommunikation zuständig. Auf internationaler Ebene gehört er dem Präsidium der Federation of European Business Communicators Association (FEIEA) an.