Social-Media-Einsatz bei der Krones AG

Die Krones AG wird sehr häufig als Best Practice genannt, wenn es um Social Media im B2B-Bereich geht. Was macht Ihre Kommunikation so anders und damit so erfolgreich?

Unsere Stärke liegt im Dialog mit den Menschen. Wir versuchen Kollegen, Kunden, Bewerber, Journalisten und andere Interessierte da abzuholen, wo sie sich im Web wohlfühlen. Wir wollen Inhalte bieten, die den Menschen einen Mehrwert bieten und unsere Unternehmensphilosophie anschaulich vermitteln. Es ist nicht unser Ziel einfach nur Marketinginhalte zu verbreiten, sondern wir wollen bewusst in den Dialog treten und ihn auch anregen. Unser Ziel ist es als B2H Unternehmen wahrgenommen zu werden – als Business 2 Humans Unternehmen.

Sie haben auf Facebook fast 48.000 Fans. Was bieten Sie den verschiedenen Zielgruppen dort?

Wir bieten einen interessanten und abwechslungsreichen Mix verschiedener Inhalte. Dabei nutzen wir die ganze Bandbreite der Medien (Foto, Film, Links,...) genauso wie das volle Spektrum an Inhalten rund um unser Unternehmen (Infos zu Produkten, Lösungen, Kunden, Mitarbeitern, Standorten, Stellen,...). Emotionale Inhalte wechseln sich mit faktenorientierter Kommunikation ab.

Auf dem Azubiblog kommen die Azubis, die Digital Natives, selbst zu Wort. Wie stark greift die Kommunikationsabteilung dort ein und welche Hilfestellungen geben Sie den jungen Kollegen im Umgang mit Social Media?

Wir greifen nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich ein. Wir unterstützen natürlich auch bei der Texterstellung und wollen den Azubis noch einen Mehrwert durch Erlangung einer gewissen Medienkompetenz bieten. Wir haben für alle Fragen und Anregungen der Azubis immer ein offenes Ohr.

Weitere spannende Interviews und Fachbeiträge finden Sie in unserem scm Newsletter (6/2012).

Charles Schmidt wird die Keynote auf den Social Media Praxistagen am 20. März 2013 in Frankfurt halten. 

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Charles Schmidt wurde 1969 in El Paso, Texas geboren. Heute lebt er in Maxhütte-Haidhof, rund 20 Kilometer nördlich von Regensburg.

In der Zeit von 1989 bis 2004 produzierte der Elektrotechniker rund 600 Image-, Produkt- und Schulungsfilme für die Krones AG. 2004 übernahm Schmidt zusätzlich die Gruppe Creations innerhalb der Konzernkommunikation des Weltmarktführers für Abfüll- und Verpackungstechnik. Die Marktkommunikation des Unternehmens, hier speziell für USA und auch Asien, trieb er entscheidend mit voran. 2008 launchte Schmidt gemeinsam mit der Bavaria interactive die Plattform krones.tv. Von 2008 bis 2010 wurden hier rund 200 Videos veröffentlicht.

Seit 2010 ist Charles Schmidt auch Corporate Social Media Officer der Krones AG.

Als einer der ersten Social Media Officer in Deutschland ist er der zentrale Treiber hinter den Social Media Aktivitäten der Krones AG. Die Krones AG hat mit facebook.com/kronesag und youtube.com/kronestv zwei sehr innovative Kanäle ins Netz gebracht und verfolgt auch darüber hinaus eine integrierte und konsistente Social Media Strategie. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, da die Krones AG hiermit für die deutsche B2B Branche echte Pionierarbeit geleistet hat.

 


 

 

Social Media rechtssicher nutzen – Haftungsrisiken vermeiden

Social Media Dienste bieten den Unternehmen tolle Möglichkeiten: Fotos für die eigene Werbekampagne lassen sich im Web 2.0 leicht finden und herunterladen. Schnappschüsse von eigenen Events machen sich hervorragend auf der Fanpage. Und innerhalb der Social Media Foren lassen sich wunderbar Personendaten zu eigenen Werbezwecken sammeln. All das hat nur einen "kleinen" Haken: Es ist zumeist rechtswidrig. Bei der Minimierung der rechtlichen Risiken für Unternehmen und Mitarbeiter helfen Social Media Guidelines – wenn sie rechtssicher gestaltet sind.

Inhalte nur im Rahmen der Nutzungsrechte nutzen
Die innerhalb von Social Media auffindbaren Inhalte (z. B. Fotos, Logos oder Songdateien) unterliegen häufig dem Schutz des Urheberrechts oder dem Markenrecht. Die Verwendung solcher gesetzlich geschützten Inhalte ist nur dem Inhaber entsprechender Nutzungsrechte erlaubt. Das kann der Urheber bzw. Markenrechtsinhaber sein, oder derjenige, der von dem Berechtigten entsprechende Nutzungsrechte erhalten hat. Die Rechtseinräumung kann z. B. ausdrücklich erfolgen, oder auch durch entsprechende Klauseln in den Nutzungsbedingungen der betreffenden Social Media Plattform. Letzteres allerdings nur, soweit die Klauseln rechtswirksam formuliert sind – was oftmals nicht der Fall ist. Dann ist die Rechteeinräumung unwirksam.

Wer geschützte Inhalte außerhalb der ihm eingeräumten Nutzungsrechte herunterlädt oder anderweit nutzt, handelt in der Regel rechtswidrig und setzt sich dem Risiko anwaltlicher Abmahnungen oder gar Schadensersatzforderungen des Rechteinhabers aus. Wird die Handlung durch Mitarbeiter eines Unternehmens während der Arbeitszeit begangen, haftet zumeist (auch) das Unternehmen.

Mit Personenabbildungen sensibel umgehen
Die Verbreitung von Personenabbildungen im Intranet oder im Internet ist gängige Praxis. Viele Unternehmen zeigen gerne Fotos von erfolgreichen Kundenveranstaltungen, von Messeaktivitäten oder einfach von der eigenen Betriebsfeier. Häufig wird damit jedoch gegen § 22 Kunsturhebergesetz (KUrhG) verstoßen. Nach dieser Regelung dürfen Personenabbildungen grundsätzlich nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen verbreitet oder veröffentlicht werden. Dabei sind die Grenzen zum Erlaubten – z.B. die Abbildung einer größeren Menschenmenge - häufig fließend. Ein vorsätzlicher Verstoß gegen die Regelung kann sogar strafbar sein. Durch die Mitarbeiter begangene Verstöße sind häufig (auch) dem Unternehmen zuzurechnen.

Soweit Einwilligungen von den abgebildeten Personen eingeholt werden, ist die damit erhoffte Rechtssicherheit oftmals eine Trügerische. Denn die gesetzlichen Anforderungen an die Wirksamkeit einer Einwilligungserklärung sind hoch, ihre Umsetzung muss daher für jeden Fall konkret und sorgfältig geprüft werden.

Verantwortlichkeit für Mitarbeiteraussagen
Auch unrichtige Äußerungen von Mitarbeitern über andere Personen können Gegengenstand rechtlicher Konsequenzen wie beispielsweise einer anwaltlichen Abmahnung sein – z.B. als Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Entsprechendes gilt für wettbewerbswidrige Äußerungen über konkurrierende Unternehmen, z.B. im Rahmen einer Forendiskussion. Je nach den Umständen des Einzelfalls können solche Äußerungen wiederum (auch) dem Unternehmen zuzurechnen sein. Mit der zunehmenden Aktivität von Unternehmen und deren Mitarbeiter in Social Media haben derartige Rechtsverstöße deutlich an Häufigkeit zugenommen. Risikoerhöhend kommt hinzu, dass im Falle von Forendiskussionen etc. häufig unklar ist, ob die betreffenden Personen ihre private Meinung kundtun, oder für ihr Unternehmen sprechen (möchten).

Lesen Sie den gesamten Artikel von Jan Schneider im scm-Newsletter (4/2012).

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Jan Schneider, Fachanwalt für IT-Recht und Partner des Düsseldorfer Büros der Sozietät SKW Schwarz Rechtsanwälte, berät Unternehmen seit über 10 Jahren in allen rechtlichen Fragestellungen der Informationstechnologie.

 

 

 

Social Media Guidelines – Freiheit oder Restriktion?

Es gibt fast kein Unternehmen, das Social Media nicht nutzt, damit experimentiert oder in Kürze auf den Kanälen durchstarten will. Die Frage nach dem „ob“ stellt sich für viele nicht mehr. Die positiven Effekte lassen sich nicht von der Hand weisen und überwiegen die Risiken – das ist in vielen Führungsetagen angekommen. Fragen nach der Umsetzung sind in den Vordergrund getreten.

Social Media verändert die Kommunikation von Unternehmen grundlegend und unumkehrbar. Der scheinbar kontrollierbare oder gar steuerbare Kommunikationsfluss weicht einer „Many-to-many“-Kommunikation. Ob Social Media Manager, PR-Spezialist, Servicemitarbeiter oder Recruiter – immer mehr Mitarbeiter kommunizieren öffentlich für das eigene Unternehmen. Das Potenzial und die Chancen sind groß, die Einsatzmöglichkeiten schier unendlich. Die Zeiten, in denen der Pressesprecher oder Vorstand die einzigen Außenkommunikatoren waren, sind längst vorbei. 

Aber gerade die Fülle an Einsatzmöglichkeiten erzeugt Unsicherheit: Wie regele ich Social Media im Unternehmen? Wer sollte Social Media überhaupt nutzen? Welche Voraussetzungen müssen Mitarbeiter dafür erfüllen? Wer legt die Inhalte auf den Kanälen fest? Was passiert, wenn das Unternehmen in die Kritik gerät? Dürfen private Accounts während der Arbeitszeit genutzt werden?

Warum überhaupt eine Guideline?

Durch Social Media rückt das Verhalten der Mitarbeiter immer stärker in den Fokus der öffentlichen Kommunikation von Unternehmen. Jeder Mitarbeiter kann ein wertvoller Markenbotschafter seines Unternehmens sein und nach außen als solcher wahrgenommen werden. Dafür muss Social Media allerdings auch von denjenigen Mitarbeitern eingesetzt werden dürfen, bei denen der direkte Mehrwert entsteht. 

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Lesen Sie den vollständigen Fachartikel im scm-Newsletter (4/2012).

Jan-Paul Schmidt leitet den Workshop "Social Media Guidelines" bei den  Social Media Praxistagen am 16. und 17. Oktober in Frankfurt.

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Jan-Paul Schmidt ist Manager Corporate Communications & PR. Er betreut das Thema Social Media im Corporate Communications-Team der Scout24-Gruppe. In dieser Funktion verantwortet er sowohl konzepti-onell als auch redaktionell das Scout24 Corporate Blog sowie die gruppenweite Facebook-Seite und den Twitter-Account. Knowledge Sharing, Relati-onship Management und Social Media Monitoring sind zudem typische Themengebiete seiner Arbeit. Zuvor arbeitet der Medienwissenschaftler als Journalist für die Thüringer Allgemeine.

 

Veranstaltungshinweis: Social Media Praxistage am 16. und 17. Oktober in Frankfurt

10 Themen – 10 Workshops – 2 Tage 
Social Media bieten für PR und Marketing ein immenses Potential – dies gilt sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen. Facebook, Xing und Twitter gehören für viele PR- und Marketingspezialisten bereits zum Kommunikationsalltag. Die Entwicklung dieser Kanäle sowie auch Google+ und Trendthemen wie z.B. Pinterest sollten Social Media Manager stets im Blick behalten. So können sie ihre potentiellen Kunden, Geschäftspartner, Multiplikatoren und Meinungsführer mit der geeigneten Ansprache und den passenden Maßnahmen im Social Web erreichen, wo diese auch präsent sind.


Die Social Media Praxistage bieten interessante, vielfältige Workshops für Mitarbeiter aus PR und Marketing sowie verwandten Disziplinen, die bereits Erfahrungen mit Social Media sammeln konnten und ihr Wissen im intensiven Austausch vertiefen und erweitern möchten.
Bei den Social Media Praxistagen erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um Kampagnen, die neuen Wege der Pressearbeit, Rechtsgrundlagen und Social Media Guidelines. Sie gewinnen Einblicke in die Themen Suchmaschinenoptimierung, Monitoring und Trends im Bereich Mobile Marketing.
Erfahrene Social Media-Profis arbeiten mit den Teilnehmern zwei Tage lang an ihren Top-Themen und geben viele konkrete Tipps.
Keynotes von Referenten renommierter Unternehmen eröffnen die beiden Workshop-Tage, bei denen auch das reale Social Networking nicht zu kurz kommen wird.

An beiden Tagen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Workshops aus parallel laufenden Strängen anhand ihrer Interessen und Fragestellungen auszuwählen. Die Workshopwahl wird vorab von der scm erfragt.

Informationen rund um die angebotenen Workshop, die Keynotes und Referenten finden Sie auf www.scm-praxistage.de oder in unserer Broschüre.

Click here to download:
Broschuere_SoMe_Praxistage_10_12.pdf (450 KB)
(download)

Social Media beim DRK: transparent, relevant und interessant

Welche Social Media-Kanäle nutzt das DRK und welche Themen werden dort kommuniziert?
Wir als DRK-Bundesverband sind seit März 2009 auf Youtube, seit September 2009 auf Facebook und seit Mai 2010 auf Twitter präsent. In erster Linie verstehen wir alle drei Kanäle als Kommunikationsplattform, um alldiejenigen, die Interesse an unserer weltweiten humanitären Arbeit haben, zu erreichen – und das möglichst transparent, relevant und interessant. Dabei ist es uns wichtig, mit unseren Fans, Followern und Abonnenten in den Dialog zu treten und so letztlich Begeisterung und Lust zur Unterstützung des DRK zu wecken. Wir berichten schwerpunktmäßig über aktuelle Themen wie z.B. Katastrophenhilfeseinsätze, aber auch über unsere langfristige Auslandshilfe. Laufende DRK-Kampagnen werden natürlich auch im Social Web bespielt. So haben wir im vergangenen Jahr zum Beispiel zum "Großen Stricken" mit unserem Unternehmenspartner innocent aufgerufen und derzeit bewerben wir unsere Online-Straßenmusikerkampagne auch über Facebook und Twitter. 

Wer bloggt bei Ihnen und welchen Stellenwert hat Ihr Blog für die öffentliche Wahrnehmung Ihrer Organisation/ der Arbeit, die sie weltweit leisten? 
Unmittelbar nach dem Haiti-Erdbeben haben wir im Januar 2010 unseren Blog ins Leben gerufen, um der breiten Öffentlichkeit und vor allem unseren Spendern unmittelbare Einblicke in unsere Hilfsprojekte zu geben. Es sind stets unsere Auslandsdelegierten in den Projekten, die ihre persönlichen Beiträge schreiben. Sie berichten über Ihre Arbeit, Ihren Alltag und die Herausforderungen vor Ort. Für uns zählt hier der Transparenzgedanke. Wir möchten unsere Spender in unsere Arbeit mit hineinnehmen und veranschaulichen, was vor Ort in den Projekten mit ihren Spenden bewirkt wird.

Mitarbeiter und Unterstützer sind oftmals die besten Botschafter. Gibt es beim DRK Guidelines, die ihnen Hilfestellung für den Dialog im Social Web geben? 
Das Deutsche Rote Kreuz ist ein großer föderal gegliederter Verband. Wir haben viele Kreis- und Landesverbände und viele Ehrenamtliche, die im Social Web aktiv sind. Tendenz steigend. Sie alle sind wichtige Multiplikatoren und prägen die Wahrnehmung des DRK in der Öffentlichkeit maßgeblich. Deshalb haben wir einen Leitfaden zum Umgang mit den sozialen Medien entwickelt. Dieser ist in der letzten Abstimmungsphase. Er soll Hilfestellung geben, wie man im Web 2.0 agiert und seine eigene Person in Verbindung mit dem Roten Kreuz darstellt. Wie gehe ich mit Kritik um? Wie darf ich das von der Genfer Konvention geschützte Rotkreuz-Logo verwenden? Was gilt es bezüglich des Datenschutzes zu beachten? Unser Leitfaden greift Fragen wie diese auf. Wir sind gespannt auf das Feedback aus dem Verband.

Lesen Sie weitere Interviews uns Fachartikel zum Thema Social Media im scm-Newsletter (2/2012)

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Sabine Sommer arbeitet seit neun Jahren im Dialogmarketing. Die passionierte Fundraiserin ist beim Bundesverband des Deutschen Roten Kreuzes für den Aufbau neuer Fundraisinginstrumente zuständig. Hier hat sie u.a. nach dem erfolgreichen Relaunch der DRK.de die Social Media Präsenz des DRK aufgebaut. Zuvor hat sie für die Kinderrechtsorganisation Save the Children während der Gründungsjahre den Spenderservice geleitet und Face-to-Face-Kampagnen gesteuert.

 

Social Media-Einsatz: Bei TOM TAILOR immer "nett und persönlich"

Zum Thema Mode gibt es eine Vielzahl an Blogs. Welchen Stellenwert hat das Thema Blogger Relations bei Tom Tailor? 

Fashion Blogs haben für uns eine hohe Relevanz. Gerade im Modebereich haben sie einen ähnlichen Stellenwert wie Modezeitschriften und teilweise eine unglaublich große Reichweite. Bei TOM TAILOR pflegen wir einen engen und freundschaftlichen Kontakt zu vielen Fashion Bloggern. Zweimal im Jahr laden wir zu einem kleinen, unkonventionellem Event ein, bei dem wir den Bloggern exklusiv vorab die neue Herbst/Winter bzw. Frühjahr/Sommer Kollektion vorstellen. Wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass ein gemütliches Zusammenkommen mit persönlichen und intensiven Gesprächen für uns super funktioniert und auch bei den Bloggern sehr gut aufgenommen wird. Neben tollen Veröffentlichungen und Komplimenten zu unseren Kollektionen, sind wir besonders stolz darauf, dass „unsere Blogger“ darüber schreiben, dass es bei TOM TAILOR immer „so nett und persönlich“ ist!

Um täglich mit ihnen in Kontakt zu bleiben, nutzen wir unseren Twitter-Kanal. Dieser bietet uns die Möglichkeit, immer zeitnah mitzubekommen, welche Themen und Trends die Blogger beschäftigen und zeitnah darauf zu reagieren. Aber auch Messen und Events wie die CPD oder die Fashion Week sind immer ein Anlass, uns mit Bloggern zu treffen und auszutauschen. Dieser Austausch ist uns als Unternehmen wichtig und wertvoll, daher wollen und werden wir nicht mehr auf ihn verzichten. 

Social Media Guidelines sind für viele Unternehmen sehr wichtig. Wie halten Sie das in Ihrem Unternehmen?

Wir haben zum Start unserer Social Media Aktivitäten zusammen mit der Personalabteilung Guidelines für unser Unternehmen entwickelt. Dabei haben wir großen Wert darauf gelegt, unseren Mitarbeitern mit den Guidelines eine kleine Orientierungshilfe für den sensiblen Umgang mit den neuen Medien und sozialen Netzwerken zu geben und ihnen keine Vorschriften mit “dem erhobenen Zeigefinger“ zu machen. Deshalb haben allen Mitarbeitern einen internen Workshop zum Thema Social Media angeboten. Bei diesem Event haben wir neben der Vorstellung der Guidelines auch das Thema Social Media im Allgemeinen erklärt und offene Fragen gemeinsam diskutiert. Der Workshop stieß auf sehr gute Resonanz, was uns darin bestätigt, dass das Thema auch intern top aktuell ist und unsere Mitarbeiter für Hilfestellung offen und dankbar sind. Jeder Mitarbeiter hat zudem einen kleinen Flyer mit 10 Tipps für die berufliche, aber auch private Nutzung von Social Media für seinen Schreibtisch erhalten, um bei Unsicherheiten schnell und unkompliziert nachschauen zu können. Natürlich inklusive Kontaktmöglichkeiten für Nachfragen und Anregungen. 

Ein großes Trendthema ist Mobile Marketing. Was macht Tom Tailor in diesem Bereich?

Natürlich ist Mobile Marketing für uns ein Thema, das wir beobachten und für uns bewerten. Auch wir haben schon eigene Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Unsere Shopping-App wurde bereits 2010 gelauncht, um unseren Kunden auch mobil die Möglichkeit zu geben, bei uns einzukaufen. Zudem haben wir im letzten Jahr erstmalig QR-Codes mit Angeboten und Hintergrundinformationen auf all unseren Schaufenstern platziert.

Mit über 100 Stores in Deutschland ist für uns vor allem aber auch das Thema Mobile-Couponing und Location Based Services interessant. Erste kleine Testprojekte haben wir mit großem Erfolg bereits 2011 durchgeführt, 2012 wollen wir unsere Kunden mit maßgeschneiderten Aktionen noch besser auf ihren Smartphones erreichen. 

Lesen Sie weitere Interviews und Beiträge zum Thema Social Media im scm-Newsletter (1/2012).

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Harriet Schmitz ist bei TOM TAILOR für die Social Media & Fashion-PR Aktivitäten des Hamburger Modeunternehmens verantwortlich. Zuvor betreute sie vier Jahre lang als PR-Beraterin bei Edelman nationale sowie internationale Kunden ehe sie Anfang 2011 zu TOM TAILOR wechselte, um dort den neu geschaffenen Bereich Social Media aufzubauen.