Like it or Plus it? – Facebook vs. Google+: Wie die beiden Netzwerke Ihre Unternehmenskommunikation verändern

„Muss das denn jetzt wirklich sein?“, fragten sich viele Entscheider in der Unternehmenskommunikation, als Google sein soziales Netzwerk Google+ vorstellte. Seitdem ist mehr als ein Jahr vergangen und Google+ hatte Zeit zu zeigen, was es kann.
Welche Stärken Google+ hat und was Facebook einfach besser kann, das ist Inhalt dieses Buches. Welche grundlegenden Unterschiede und Möglichkeiten zur Nutzung von Facebook und Google+ gibt es für die Unternehmenskommunikation? Welche Inhalte funktionieren auf Google+, welche auf Facebook? Wie sieht der Content der Zukunft aus? 
Diese und weitere Fragen beantworten die Autoren Jan Eisenkrein und Nemo Altenberger.

Hier finden Sie ein Leseprobe der Buchneuerscheinung in der Reihe "scm kompakt".
Mehr Informationen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie auf 
http://www.scmonline.de/publikationen/scm

Click here to download:
Leseprobe_FBG.pdf (5.84 MB)
(download)

Social Search als Synergie zwischen Social Media und SEO

Social Media hat, wie kein anderer Kanal, die digitale Kommunikation massiv verändert. Die Vielfalt an Möglichkeiten wächst und verändert sich dabei kontinuierlich. Nicht alle Formate setzen sich durch, doch wenn man heute von Social Media spricht, darf nicht alleine Facebook betrachtet werden. Im aktuellen Social Media Olymp haben sich auch Google+, Twitter, YouTube, Pinterest, Xing und LinkedIn ihren Platz verdient. Ihnen allen gemein ist das verbindende Element. Social Media verbindet nicht nur Menschen, sondern auch Geschäftsbereiche und Marketing Disziplinen. Wettbewerbsvorteile verschafft sich derjenige der diese Verknüpfung geschickt für sich zu nutzen weiß. Ein derzeit wichtiger Aspekt sind Synergien zwischen Social Media und der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Auch Google oder Bing verwenden viel Energie auf die stetige Weiterentwicklung ihrer Suchtechnologien. Die zum Einsatz kommenden Algorithmen werden dabei immer komplexer. Mit den gewaltigen Datenmengen über Interaktionen, Bewertungen und Verbindungen von und zwischen Usern bieten sich Google & Co völlig neue Möglichkeiten ihre Ergebnisvorschläge über persönliche Filter sehr detailliert anzupassen. Bisherige Rankingfaktoren wie themenrelevanter Content, qualitative Backlinks, Webseitentechnologie wie -struktur oder der noch junge Bereich Usage Data werden sinnvoll mit persönlichen Vorlieben, Bewertungen, dem eigenen wie dem  Suchverhalten von Freunden verknüpft. Social Search ist somit die Verknüpfung von Suche und der persönlichen Interaktion im digitalen Raum. 

Ziele und Bausteine
In der Schnittstelle zwischen Social Media und SEO geht es in der Praxis im Wesentlichen um die folgenden vier Ziele: Social Links, Social Signals, Social Snippets und erhöhte Sichtbarkeit durch Social-Media-Profile. Selbstverständlich steigen und fallen die Erfolgsaussichten mit der Strategie, welche sich nach gründlichen Analysen an Unternehmenszielen und Zielgruppe orientiert.

Ein wichtiger Baustein einer jeden Social-Search-Strategie ist die Nutzung und Optimierung der eignen Social-Media-Profile. Dabei werden zwei Ziele verfolgt: Zunächst geht es darum, die Inhalte auf den Profilen optimal und SEO-konform mit denen der Website zu verknüpfen. Desweiteren bieten die Profile eine zusätzliche Möglichkeit sich zu verschiedensten Themen selbst in den SERPs (Search Engine Result Pages) zu platzieren, also für zusätzliche Sichtbarkeit im Netz zu sorgen.

Unter Social Links versteht man Verlinkungen aus Social-Media-Kanälen auf die zu optimierende Website und deren Inhalte. Auch wenn nach dem klassischen SEO-Verständnis Links, mit dem „no follow“ Attribut oder über eine serverseitige Weiterleitung, als nicht SEO-konform gelten, so gehören sie doch zum natürlichen Backlinkportfolio einer jeden erfolgreichen Website. Das Lesen und zuordnen  dieser Links stellt für Google & Co. kein technisches Problem dar, vielmehr geht es um die (Ver-)Wertung der Information und diese kann jederzeit verändert werden. Erzielt werden Social Links durch die gezielte Veröffentlichung von zielgruppengenauen Mehrwertinhalten die unterhalten, informieren, bilden oder auch provozieren. Weitere Alternativen bieten Content Formate wie Top-Auflistungen, Experteninterviews, How-to‘s, Tutorials, Webinare, eGuides, Whitepaper oder Infografiken. 

Bvdw

 

Social Link: Verlinkung eines Leitfadens aus Facebook heraus

Tobias Jungcurt leitet zum Thema "SEO und Social Media Marketing" einen Workshop bei den Social Media Praxistagen, die am 19. und 20. März in Franfurt stattfinden.

Weitere Beiträge und Interviews zum Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation finden Sie im aktuellen scm-Newsletter (1/2013).

Jungcurt_tobias_200x126
Als Mitarbeiter der ersten Stunde hat Tobias Jungcurt seit 2005 maßgeblich zum Aufbau von SoQuero beigetragen. Heute verantwortet er die Steuerung und Weiterentwicklung des SEO-Bereiches bei SoQuero. Außerdem steht er Kunden bei der Erarbeitung wie Umsetzung umfassender Online Marketing-Strategien als Berater zur Seite. Vorträge, Workshops und Fortbildungen mit dem Schwerpunkt Search komplettieren sein Aufgabenfeld.

 

 

Social Media und Recht – Juristische Fallstricke im Social Media Marketing

Die bekannten Social-Media-Plattformen wie Facebook, YouTube und Twitter haben sich für Unternehmen und Agenturen längst als feste Kanäle für Werbung, Marketing und PR etabliert. Mit der wachsenden Relevanz steigt aber auch der juristische Beratungsbedarf. Die rechtlichen Implikationen werden häufig noch unterschätzt, denn die Angebote müssen Anforderungen genügen, die weit über die Vorschriften des Werberechts im herkömmlichen Sinne hinausgehen. Auch im Wettbewerb werden Rechtsverstöße immer häufiger zum Anlass für Abmahnungen und gerichtliches Vorgehen gegen Konkurrenten genommen. Unterlassene Pflichtangaben, Verletzungen des Schleichwerbeverbots und unzulässige Kaltakquise in sozialen Netzwerken – um nur einige Beispiele zu nennen – beschäftigen zunehmend die Gerichte. Aus der Vielzahl von möglichen Rechtsfragen sollten die Akteure im Social Web insbesondere den folgenden Themen besondere Aufmerksamkeit widmen:

Nutzungsbedingungen 
Vor jeder Erstellung einer Unternehmensseite in Social Media muss zunächst geklärt werden, ob und in welchem Umfang eine kommerzielle Nutzung auf der ausgewählten Plattform überhaupt erlaubt ist, denn bei Verstößen droht eine vorübergehende oder sogar endgültige Sperrung bzw. Löschung seiner Seite. Ein voreiliger Verstoß kann dann schnell ins Gegenteil der erwarteten Werbewirksamkeit umschlagen, denn wenn Manipulationen oder eine unzulässige Verwendung im Netz bekannt und dann unaufhaltsam verbreitet wird („Seite melden“), besteht die nicht abzuschätzende Gefahr eines sogenannten „Shitstorms“, der zu einem PR-Desaster führen kann. Bei Twitter, YouTube und Google+ finden sich derzeit keine besonderen Bestimmungen für kommerzielle Werbeauftritte. Umfangreiche, aber keinesfalls immer klare und wirksame Regelungen gelten für Unternehmesseiten auf Facebook (z.B. http://de-de.facebook.com/legal/terms). Sehr praxisrelevant ist hier etwa, dass Facebook die Durchführung von Promotionaktionen wie z.B. Gewinnspielen in der Chronik selbst durch seine Nutzungsbedingungen untersagt. Promotions müssen stattdessen in gesonderten Apps laufen, die eigens programmiert werden müssen. Verstöße können zwar nicht von Wettbewerbern abgemahnt werden, nicht weniger effektiv ist aber eine Meldung der Seite an Facebook, was durchaus zu einer Sperrung des Auftritts führen kann, und das womöglich mitten in der Aktion.

Informationspflichten
Social-Media-Angebote unterfallen begriffl ich den sogenannten Telemedien, für die das Telemediengesetz (TMG) verschiedene Informationspfl ichten vorsieht, insbesondere die Impressumspflicht. Lange Zeit war weithin unbekannt, dass diese Pflicht nicht nur für eigene kommerzielle Webangeboten gilt, sondern auch für Unternehmen, die ihre Angebote über Plattformen Dritter (z.B. Ebay) vertreiben. Verschiedene Urteile haben hier für Klarheit gesorgt. Mittlerweile hat die Rechtsprechung auch für Facebook & Co. entschieden, dass kommerzielle Seiten ein Impressum aufweisen müssen. Allerdings erweist sich die Einbindung eines Impressums in der Praxis als gar nicht so einfach, da die meist aus den USA stammenden Plattformen dafür keine speziellen Funktionen oder Felder vorsehen. (...)

Weitere Tipps zur Vermeidung von juristischen Fallstricken im Social Media Marketing finden Sie im scm-Newsletter (6/2012) oder im Workshop bei den Social Media Praxistagen, die am 19. und 20. März 2013 in Frankfurt stattfinden.

Dr. Nils Weber und Dr. Markus Robak haben zu diesem Thema das Buch "Social Media und Recht – Juristische Fallstricke im Social Media Marketing" veröffentlicht. 

Robak_dr
Dr. Markus Robak ist seit 2009 Juniorpartner der Kanzlei JONAS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Köln. Zuvor war Dr. Robak Syndikusanwalt und Datenschutzbeauftragter im Justiziariat des Deutschlandradio Körperschaft des öffentlichen Rechts, Köln (2007 bis 2009) sowie Syndikusanwalt in der Rechtsabteilung der Axel Springer AG, Berlin(2005 – 2007). Seine berufliche Karriere begann Dr. Robak als Rechtsanwalt in der Sozietät Linklaters, Köln (2003 – 2005). Er verfügt über langjährige Erfahrungenin den Bereichen Marken- und Wettbewerbsrecht, Presse-, Medien-, Datenschutz- und Urheberrecht. Zudem ist Markus Robak Rechtsexperte im Bereich des Social-Media-Marketings. Dr. Robak ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.

Weber_nils_200x126
Dr. Nils Weber ist Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer der JONAS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Köln und Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz. Seine Spezialgebiete sind das Wettbewerbs-, Marken-, Patent-, Interne- und Prozessrecht. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen im Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes und hält regelmäßig Vorträge zu Themen aus diesem Rechtsgebiet. Vor seiner Tätigkeit bei JONAS war er als Richter beim Landgericht Bonn und in einer großen internationalen Kanzlei tätig.

 

 

Google+ vs. Facebook: Der Kampf der Giganten geht in die zweite Runde

Social Networks sind in der Gesellschaft fest verankert. Die meisten Nutzer wollen dabei nur eines: Verfolgen, was im Leben der Freunde passiert! Viele Unternehmen haben diese Form der Kommunikation für sich entdeckt und gelernt, sie für sich zu nutzen. Die aktuelle Diskussion dreht sich also nicht mehr um das „Ob“, sondern eher um das „Wo“ und „Wie“ sich ein Unternehmen im Social Web positioniert.

Bis vor einem Jahr wurde die Frage nach dem „Wo“ von den meisten Unternehmen mit einem Wort beantwortet: Facebook. Kein Wunder, denn seit dem Start des Netzwerks 2004 ist die Anzahl der Nutzer stetig gewachsen – und zwar auf gewaltige 24 Millionen Menschen allein in Deutschland. Weltweit sind es bereits über 900 Millionen. Davon sind 530 Millionen mindestens einmal im Monat aktiv. 50 Prozent der Nutzer loggen sich täglich ein.

Seit den Anfangszeiten von Facebook kamen und gingen viele andere Social Networks – zu einer ernsthaften Konkurrenz wurde keines davon. Auch wenn sich nach und nach einige etablierten wie Twitter, YouTube und LinkedIn oder Xing. Aber sie haben andere Kommunikationsansätze  und -funktionen. Außerdem ist es für die meisten Nutzer zur Normalität geworden, in mehreren Netzwerken präsent zu sein.

 Google+ ist eine „virtuelle Geisterstadt“ – noch.

Doch dann kam Google+. Das neue Netzwerk beendete die friedliche Koexistenz in der Social Media-Landschaft. Mit dem gleichen Kommunikationsansatz und sehr ähnlichen Funktionen hat Google+ das Potenzial, eine echte Alternative zu Facebook zu werden. Bislang (zumindest in Deutschland) noch ohne Erfolg. Kritiker bezeichnen Google+ mittlerweile sogar als „virtuelle Geisterstadt“. Denn zum Start hatten sich innerhalb von 88 Tagen zwar 50 Millionen Menschen für die Betaversion angemeldet, aktiv genutzt wurde Google+ aber von den Wenigsten. Ein Grund dafür: Die Funktionen sind Facebook recht ähnlich. Zunächst wurde das Netzwerk daher zur Spielwiese für Tekkies und Neugierige. Sie diskutierten die Vor- und Nachteile oder tauschten sich zu fachspezifischen Themen aus. Die Betaversion von Google+ wurde nicht von der breiten Masse angenommen. Doch Google legte nach, verbesserte die Seitenstruktur, arbeitete an der App, integrierte viele vorhandene Google-Dienste und änderte die Funktionen des +1-Buttons. Das Resultat: Pünktlich zum ersten Geburtstag im Juni lebte die Diskussion über Google+ wieder auf. 
(...)
Lesen Sie den gesamten Artikel in unserem scm-Newsletter (4/2012).

Nemo Altenberger und Jan Eisenkrein werden auf den scm Social Media Praxistagen einen Workshop zum Thema Facebook und Google+ leiten.

Altenberger_nemo_120x120
Nemo Altenberger ist seit 2011 Berater in der Unit Strategie mit Schwerpunkt Social Media bei der Profilwerkstatt, wo er ein Jahr zuvor als Marketing-Assistent begann. Zuvor war der Diplom-Politologe vier Jahre lang Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag Berlin.

Eisenkrein_jan_120x210
Jan Eisenkrein ist seit 2011 Mitarbeiter in der Unit Strategie mit Schwerpunkt Social Media bei der Profilwerkstatt. Er sammelte bereits seit 2007 Erfahrungen im Bereich PR, Öffentlichkeitsarbeit und Social Media, u.a. bei Wbpr Public Relations Berlin und der Profilwerkstatt. Eisenkrein hat Politikwissenschaften und Governance and Public Policy studiert.

 

 

Veranstaltungshinweis: Social Media Praxistage am 16. und 17. Oktober in Frankfurt

10 Themen – 10 Workshops – 2 Tage 
Social Media bieten für PR und Marketing ein immenses Potential – dies gilt sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen. Facebook, Xing und Twitter gehören für viele PR- und Marketingspezialisten bereits zum Kommunikationsalltag. Die Entwicklung dieser Kanäle sowie auch Google+ und Trendthemen wie z.B. Pinterest sollten Social Media Manager stets im Blick behalten. So können sie ihre potentiellen Kunden, Geschäftspartner, Multiplikatoren und Meinungsführer mit der geeigneten Ansprache und den passenden Maßnahmen im Social Web erreichen, wo diese auch präsent sind.


Die Social Media Praxistage bieten interessante, vielfältige Workshops für Mitarbeiter aus PR und Marketing sowie verwandten Disziplinen, die bereits Erfahrungen mit Social Media sammeln konnten und ihr Wissen im intensiven Austausch vertiefen und erweitern möchten.
Bei den Social Media Praxistagen erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um Kampagnen, die neuen Wege der Pressearbeit, Rechtsgrundlagen und Social Media Guidelines. Sie gewinnen Einblicke in die Themen Suchmaschinenoptimierung, Monitoring und Trends im Bereich Mobile Marketing.
Erfahrene Social Media-Profis arbeiten mit den Teilnehmern zwei Tage lang an ihren Top-Themen und geben viele konkrete Tipps.
Keynotes von Referenten renommierter Unternehmen eröffnen die beiden Workshop-Tage, bei denen auch das reale Social Networking nicht zu kurz kommen wird.

An beiden Tagen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Workshops aus parallel laufenden Strängen anhand ihrer Interessen und Fragestellungen auszuwählen. Die Workshopwahl wird vorab von der scm erfragt.

Informationen rund um die angebotenen Workshop, die Keynotes und Referenten finden Sie auf www.scm-praxistage.de oder in unserer Broschüre.

Click here to download:
Broschuere_SoMe_Praxistage_10_12.pdf (450 KB)
(download)

Wir sind da, wo unsere Kunden, Freunde und Fans sind.

Bei Yello bildet das Blog das Herzstück der Social Media-Aktivitäten. Welche Strategie steht dahinter?
Unsere Strategie ist letztlich eine Multi-Channel-Strategie: Wir sind da, wo unsere Kunden, Freunde und Fans sind. Also auf den meisten Sozialen Netzwerken. Dort informieren wir, helfen weiter, hören zu, plaudern über dies und das und haben gemeinsam Spaß – wie in einer Wohnstube auch. Jedes einzelne Netzwerk hat allerdings seine eigene Sprache und eigenen Restriktionen. Bei Twitter ist zum Beispiel nach 140 Zeichen Schluss; auf Facebook gibt es strenge Auflagen was etwa Gewinnspiele oder Designs anbelangt. In unserer „gelben Stube“ – dem Yello Bloghaus – sind wir diesbezüglich völlig frei. Da gilt allein unser Hausrecht und unse- re unlimitierte Gastfreundschaft. Das Blog hat zudem ein unverwechselbares Design und erzeugt so eine Atmosphäre, die perfekt unsere offene und „zitronige“ Kultur widerspiegelt. Das Blog ist damit nicht nur das Herzstück unseres Social Media-Auftritts, es symbolisiert zugleich: Bei Yello kann man sich zurücklehnen und es sich gemütlich machen, wir sind ein Unternehmen mit Herz.

Welche Unternehmensbereiche sind in Ihrem Social Media-Team vertreten und wie organisieren Sie die gemeinsame Arbeit?
Wir haben von Anfang an auf ein gemischtes Team gesetzt. Das heißt, außer dem Social Media Manager blieben die Kollegen immer auch Mitarbeiter ihrer bisherigen Abteilungen – etwa der Kommunikation, des Kundenbeziehungsmanagements und der Personalabteilung. So haben wir sichergestellt, dass Social Media nicht nur eine kommunikative Einbahnstraße nach draußen ist, sondern die Reaktionen von Fans, Followern und Kunden zugleich auch in das Unternehmen dringen und so helfen, unsere Prozesse und Services stetig zu verbessern. Das haben sie bereits an einigen Stellen getan, worauf wir als Team natürlich mächtig stolz sind. Um uns abzustimmen, gibt es regelmäßige Redaktionskonferenzen sowie Treffen mit anderen Abteilungen zum Gedanken-, Ideen- und Erfahrungsaustausch. Mit Erfolg: Schon jetzt ist das Einbeziehen von Social Media bei vielen Maßnahmen selbstverständlich. Demnächst werden wir allerdings das Team um eine feste Kernredaktion erweitern.

Als Energieversorger muss man auf Kritik von Verbrauchern gefasst sein. Wie reagieren Sie auf Kritik im Social Web?
Nicht nur als Energieversorger! Kritik gehört zum Social Web dazu. Oft ist sie berechtigt, manchmal überzogen und manchmal geben die Leute einem auch einfach die Schuld, ohne den genauen Sachverhalt zu kennen. Wichtig ist dann, stets ruhig und souverän zu bleiben, die richtigen Fragen zu stellen, um die Fakten zu sortieren und dann, wo es geht, zu helfen. Schnell und unbürokratisch. Unsere Maxime ist, dabei stets freundlich zu bleiben und binnen kurzer Zeit zu antworten, solange die Menschen mit uns wirklich kommunizieren wollen. Wer nur motzen will, kann das zwar auch tun, sollte sich aber dann zumindest an die Netiquette halten. In dem Zusammenhang reagieren wir natürlich nicht nur auf Kritik auf unseren eigenen Kanälen, sondern beobachten sehr genau, was auch in anderen Foren, Blogs oder Netzwerken passiert und über uns gesagt wird. Auch darauf gehen wir ein, wenn es angebracht ist. Wir möchten uns aber auch nicht aufdrängen. Ich denke, als Unternehmen muss man manchmal auch einfach aushalten, zuhören und zwischen den Zeilen lesen können.

Weitere Artikel und Interviews zum Thema Social Media und Onlinekommunikation finden Sie im aktuellen scm-Newsletter (3/2012).

Jochen Mai ist Referent der K2-Tagung Social Media und Onlinekommunikation, die am 14. Juni 2012 in Düsseldorf stattfindet.

Mai_jochen_sw_200x126
Jochen Mai ist Social Media Manager von Yello Strom und verantwortlich für den Community-Aufbau sowie sämtliche Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken. Von 2000 bis 2011 leitete der Gründer und Herausgeber von Karrierebibel.de das Ressort „Management + Erfolg“ bei der WirtschaftsWoche und war dort zuletzt zusätzlich als Social Media Manager verantwortlich für den Auftritt des Magazins in den Sozialen Netzwerken. Mai ist Autor dreier Bestseller, darunter „Die Karriere-Bibel“.

 

B2B-Marketing in Social Media

Die Marketing-Kommunikation im B2B-Bereich steht mit Social Media vor neuen Herausforderungen. Blogs, Facebook und Twitter verändern die Kommunikation grundlegend. Auch für die B2B-Kommunikation gewinnen Social Media immer mehr an Bedeutung. Nach einer Studie der 360 creative Agentur für Online-Marketing stufen 83% der B2B-Unternehmen den So- cial Media-Einsatz als wichtig ein.

Die neue Kommunikation zwingt die Unternehmenskommunikation zu mehr Offenheit. Statt Werbephrasen sind transparente Informationen gefragt und statt Monologen wird Interaktion gefordert. Social Media Engagement muss interaktive Dialoge mit multimedialen Angeboten zum Mitmachen bieten.

Mit cleveren Social Media-Strategien können Unternehmen ihren Bekanntheitsgrad schnell und kostengünstig erhöhen und ihren Geschäftserfolg steigern – vorausgesetzt sie kennen die neuen Social Media-Spielregeln. Social Media wird zum wichtigsten Marketingtrend im Internet, auch im B2B-Sektor.

 

Wie unterscheiden sich die Social Media Aktivitäten von B2B- und B2C-Unternehmen?
Unternehmen aus dem B2C-Bereich sind deutlich Social Media- affiner als Firmen aus dem B2B-Bereich. Dies zeigt eine Umfrage von Damovo unter Besuchern der „Nürnberger Mailingtage“. Damovo hatte eine Befragung unter 200 Marketing- und Ver- triebsexperten durchgeführt. Das Thema war: „Unternehmenskommunikation 3.0 – Telefonieren Sie noch oder kommunizieren Sie schon? Status quo deutscher Unternehmen.“

Ein wichtiges Resultat der Umfrage: Große Unternehmen verhalten sich abwartend bei der Nutzung von Social Media. 41 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind schon bei Social Media aktiv. 59 Prozent der Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern nutzen Social Media-Plattformen, bei Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern sind es 43 Prozent.

 

Eine mögliche Ursache für die Unterschiede zwischen B2C- und B2B-Unternehmen:
B2C-Unternehmen sind Endverbraucher-orientiert. Sie achten darauf, was ihre Kunden denken und halten sich dort auf, wo sich ihre Zielgruppe befindet. Deshalb sind sie bei der Zielkundenansprache über Social Media den B2B-Unternehmen einen Schritt voraus. Das zeigt sich auch bei einem Vergleich der Social Media-Nutzung. Sei es Image-Bildung, Austausch mit Kunden, Informationskanal, Network oder Kundenakquise – B2C-Unternehmen haben mit Ausnahme der Kundenakquise in allen anderen Bereichen die Nase vorn. (...)

Lesen Sie den gesamten Artikel von Claudia Hilker sowie weitere Beiträge zum Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation im scm-Newsletter (3/2012).

Claudia Hilker zeigt auf der K2-Tagung Social Media und Onlinekommunikation am 14. Juni 2012 Praxisbeispiele und gibt Tipps in der Round-Table-Session „Erfolgreiche B2B Social Media-Strategien“. 

Hilker_claudia_200x126
Bevor Claudia Hilker sich mit Hilker Consulting selbständig gemacht hat, hatte sie Internet-Projekte in Unternehmen geleitet. Deshalb kann sie auf vielfältige Marketing-Erfahrungen zurückgreifen.Ihren akademischen Hintergrund erwarb sie durch einen doppelten Studiengang. Im ersten Studiengang studierte sie Deutsch, Literatur und Pädagogik. Im zweiten Studium studierte sie Betriebswirtschaftslehre, Marketing und Informationstechnologie.Sie absolvierte eine NLP-Ausbildung (Neurolinguistisches Programmieren). Außerdem erforschte sie an der Universität Calgary in Kanada das kreative Schreiben. Anschließend folgten zwei Lehraufträge an der Uni Bielefeld. Hier lehrte sie kreative Schreibstrategien und Lernen mit neuen Medien.

 

 

 

Zuhören, verstehen, interagieren – neue Kommunikationsmöglichkeiten im Social Web

Unser Kommunikationsverhalten wird durch neue Medien und Technologien rasant beschleunigt. Um als Unternehmen mit diesen Umstellungen Schritt zu halten, ist es ratsam, die Entwicklungen und Diskussionen im Netz genau zu verfolgen. Frühzeitige, proaktive Kommunikation mit Stakeholdern ermöglicht eine nachhaltige Positionierung und eröffnet neue Kanäle für Marketing und Kundenbindung.

Beschleunigung der Kommunikation
Die schnelle Entwicklung der neuen, digitalen Medien erfordert ein Umdenken in unseren Köpfen.  Täglich wird man mit unzähligen Botschaften und Meldungen konfrontiert, deren Relevanz individuell gefiltert und analysiert werden will. Ein Ausbruch aus dieser schnelllebigen Kommunikationskultur ist nur schwer möglich. Die Kadenz der kommunizierten Mitteilungen steigt laufend, immer leichter wird der Zugang zu reichweitenstarken Kommunikationstools. Diese technischen Hilfsmittel erlauben heute beinahe jedem einen freien Zugang zu einer grossen Öffentlichkeit.    

Verschiebung des Machtgefüges
Noch vor einigen Jahren waren  Journalisten, Redakteure und Verlage in der Rolle der Gatekeeper zur Auswahl der publizierten Meldungen. Die Publikation von öffentlichen Beiträgen ist heute leichter denn je – eine klare Tendenz zur Demokratisierung der Medienlandschaft.  Leitmedien haben nach wie vor einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung, werden jedoch kritisch hinterfragt und oftmals ergänzt mit eigenen Recherchen in die Meinungsbildung übernommen. Diskussionen zu einem Thema werden nicht mehr zentralisiert geführt. Meinungen können über zahlreiche Kanäle und Plattformen publiziert werden. Nicht nur Privatpersonen, auch Unternehmen müssen sich dieser neuen Herausforderung stellen.

Neue Herausforderungen für Unternehmen
Die Zeiten des gewohnten Presseclippings neigen sich dem Ende zu. Medienbeobachtung ist heute nicht mehr punktuell sondern mit einer 360°-Perspektive verbunden. Neue Kommunikationskanäle erfordern innovative Herangehensweisen, damit die unzähligen Diskussionen intelligent ausgewertet werden können. Insbesondere Social Media-Kanäle eröffnen Unternehmen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zur Kommunikation mit Stakeholdern. So öffnen die neuen Medien auch neue Vertriebskanäle und bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Lead-Generierung. Kunden und Interessenten informieren sich heute ausgiebig über Unternehmen und deren Produkte. Sie erfahren auf diese Weise aus erster Hand, wie sich die Produkte und Dienstleistungen entwickeln, welche Neuerungen geplant sind und wo allfällige Probleme zu suchen sind. Studien belegen, dass insbesondere persönliche Empfehlungen im Netz einen starken Einfluss auf die Entscheidungsfindung und das Kaufverhalten haben. Hier gilt, proaktiv und zeitnah zu agieren und Kunden durch aufmerksame Betreuung frühzeitig an den eigenen Brand zu binden. (...)

Lesen Sie den gesamten Beitrag im scm-Newsletter 3/2012.

Hartmann_michael_200x126

Autor: Michael Hartmann ist seit 2011 beim Schweizer Social Media Monitoring-Anbieter Netbreeze als Social Media Manager tätig. Als langjähriger, aktiver Nutzer kennt er die Social Media-Landschaft und berichtet über neue Entwicklungen in der Branche.

Seine Kollegin, Beate Geppert, wird auf der K2-Tagung Social Media und Onlinekommunikation am 14. Juni in Düsseldorf einen Workshop zum Thema "Social Media Monitoring – Messen und Analysieren Sie die Online-Reputation von Unternehmen"

 

 

Buchrezension: Social Media und Location-based Marketing

Dass Social Media als erfolgreiche Werbemaßnahmen eingesetzt werden können, ist heutzutage keine Neuigkeit mehr, doch verzichten kleine und mittlere Unternehmen mit einer lokalen Kundenschaft noch oft darauf. In ihrem Buch „Social Media und Location-based Marketing“ argumentieren Ron Faber und Sönke Prestin anschaulich, warum dies gerade nicht der Fall sein sollte und geben dem Leser einen Einblick wie auch zum Beispiel der lokale Einzelhändler verschiedene Social Media Tools sinnvoll einsetzen kann, welche rechtlichen Fallstricke er dabei vermeiden sollte und was der Trend „Social Media“ für die Zukunft verspricht. Durch die ausführliche Beschreibung der einzelnen Kanäle wie Google Places, Facebook & Twitter, deren optimalen Verwendung und der Veranschaulichung der rechtlichen Aspekte ist das Werk auch für Einsteiger in das Thema Social Media Marketing bestens geeignet und liefert ein praktisches Handbuch für jeden, der sein lokales Marketing im Web 2.0 ausbauen will.

Ron Faber, Sönke Prestin| Carl Hanser Verlag, München 2012 | 241 Seiten | 24,90 Euro | ISBN 9-783-4464-2911-6

Weitere Rezensionen finden Sie in unserem scm-Newsletter (2/2012).

 

 

Erfolgsfaktoren für Unternehmen im Social Web

1. Ausgangssituation
Einhergehend mit der fortschreitenden Verbreitung des Internets[1] und der Verfügbarkeit mobiler Endgeräte[2] hat Social Media in den vergangenen Jahren den Durchbruch zum Massenphänomen geschafft. Auch in die Marketing- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen hat Social Media längst Einzug erhalten. Die große Mehrheit (73,70%) aller deutschen Unternehmen ist im Social Web aktiv und nutzt mindestens eine Social Media-Plattform für die Kommunikation mit Kunden, Interessenten oder anderen Einflussgruppen.[3] Betrachtet man die 47 größten europäischen Unternehmen, steigt die Zahl der Unternehmen die mindestens Social Networks (Facebook), Microblogs (Twitter), Video Sharing Services (YouTube) oder Blogs  verwenden sogar auf 89%. Die Anzahl der Unternehmen, die alle vier Plattformen aktiv einsetzt ist mit 15% jedoch noch sehr gering.[4] Hieraus kann geschlossen werden, dass viele Unternehmen bislang mit Testprojekten erste Erfahrungen gesammelt haben, aber noch nicht über eine plattform- und abteilungsübergreifende Social Media-Strategie verfügen. Auch die Anbindung an die übergeordnete Marketing- und Unternehmensstrategie dürfte damit in vielen Fällen nicht gegeben sein. Diese Annahme wird u.a. durch eine Untersuchung von Weber Shandwick bestätigt die zeigt, dass nur 28% aller befragten Unternehmen über einen Redaktionsplan zur inhaltlichen Koordinierung der genutzten Social Media-Plattformen verfügen. [5] Fink & Fuchs hat in einer weiteren Studie für die DACH-Region ermittelt, dass 66% der befragten Unternehmen über eine Social Media-Strategie verfügen, diese aber zu 78,5% nur einzelne Abteilungen, Plattformen, Kampagnen oder Phasen umfasst.[6] Unternehmen sind sich der Bedeutung einer übergreifenden Social Media-Strategie zwar bewusst, wie eine Untersuchung von Digital Brand Expressions[7] zeigt, vielfach erscheint ihnen die Entwicklung einer derartigen Strategie aber zu zeitaufwändig und komplex oder es fehlen schlicht das Know-how und die Erfahrungswerte für eine zielgerichtete Vorgehensweise.

2. Der Weg zur Social Media-Strategie
Auf Basis umfangreicher Erfahrungen mit Social Media-Projekten im B2B und B2C Umfeld hat Wunderman daher ein 6-stufiges Vorgehensmodell entwickelt, das die Strategieentwicklung strukturiert und erleichtert und es Unternehmen so ermöglicht, das Potenzial von Social Media optimal auszuschöpfen. Das Modell ist modular aufgebaut und kann sowohl von Unternehmen eingesetzt werden, die bereits mit taktischen Maßnahmen im Social Web aktiv sind, als auch von Unternehmen, die sich erstmals mit Social Media beschäftigen. Die Inhalte der Prozessschritte können zudem flexibel an die individuellen Bedürfnisse verschiedener Unternehmenstypen und -größen angepasst werden.

Warp1
Abbildung 1: Wunderman Social Media Prozess

2.1 Listening-Phase („Zuhören“)
Social Media-Aktivitäten sind durch eine extrem ausgeprägte User-Orientierung gekennzeichnet. Als unmittelbares Pull-Medium können Social Media-Projekte nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich konsequent an den Bedürfnissen und Interessen der User orientieren. Startpunkt jedes Social Media-Projektes ist daher eine detaillierte Listening-Phase. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Interessen der User bereits vor der Grundkonzeption zu identifizieren und alle geplanten Aktivitäten auf die relevanten Zielgruppen auszurichten. (...)

Lesen sie den vollständigen Fachbeitrag im scm-Newsletter (1/2012).

Jan Warp leitet einen Kampagnen-Workshop bei den Social Media Praxistagen der scm in Frankfurt am 14.03.2012.

Warp_jan
Jan Warp verantwortet seit 2011 als Discipline Lead Social Media standortübergreifend alle Social Media Projekte für Wunderman Deutschland. Schon früh setzte Herr Warp seinen Fokus auf Kunden mit komplexen, erklärungsbedürftigen Produkten und arbeite für verschiedene Spezialagenturen mit IT-Schwerpunkt, wie Woelke von der Brüggen. Ab 2007 spezialisiert er sich auf die Themen Online-Dialogmarketing und Social Media und arbeitete u.a. für MRM Worldwide und Wunderman. Bei Wunderman ist er seit 2009 für die Entwicklung von Social Media, Online und E-Commerce Strategien zuständig und betreut internationale Großkunden wie Microsoft, Lufthansa und Ford.

[1] ARD/ZDF, ARD/ZDF Online-Studie 2011, 2011
[2] BITKOM, Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland 2011, 2012
[3] BVDW, Einsatz von Social Media im Unternehmen 2011, 2011
[4] Burson-Marsteller, The Global Social Media Check-up 2011, 2011
[5] Weber Shandwick and Forbes Insights, Socialising Your Brand: A Brand’s Guide to Sociability, 2011
[6] Fink & Fuchs, Universität Leipzig, Pressesprecher, Social  Media Governance 2011, 2011
[7] Digital Brand Expressions, Social Media Without A Parachute, 2010