Social Media Praxistage

Die scm veranstaltet am 14. und 15. März die Social Media Praxistage in Frankfurt am Main. Unter dem Motto „Fit für PR und Marketing im Social Web“ arbeiten Social Media-Experten zwei Tage lang mit den Teilnehmern in zehn Workshops zu Themen wie Pressearbeit 2.0, Mobile Marketing und der Nutzung von Facebook und Google+ in der Kommunikation.

Die Social Media Praxistage bieten Mitarbeitern aus den Bereichen Marketing und PR sowie verwandten Disziplinen die Möglichkeit, ihr Wissen in den praxisnahen Workshops zu vertiefen und auszubauen. Frank Fischer (Microsoft) und Alexander Lengen (Opel) eröffnen beide Tage durch ihre jeweiligen Keynote. Eine Diskussionsrunde sowie ein Get-Together bieten Raum zum Austausch und Networking mit Kollegen.

Referenten wie u.a. Anja Beckmann (get noticed!), Thomas Zich (Wunderknaben), Christian Pansch (construktiv) und Maren Heltsche (Ausschnitt Medienbeobachtung) arbeiten mit den Teilnehmern in Workshops zwischen 90 und 180 Minuten an ihren Top-Themen, um die Potentiale und Funktionsweisen der verschiedenen Social Media-Kanäle aufzuzeigen und Strategien für die Anwendung in der Unternehmenskommunikation zu entwickeln.

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Digitales Storytelling bei Siemens

„/answers“ oder zurück ins Licht auf allen Kanälen

Wer heute im Zug sitzt, sieht kaum noch Menschen, die die Zeit ungenutzt verstreichen lassen: Sie beschäftigen sich mit ihrem iPad oder tippen auf den Tasten ihrer Smart-Phones. Internetfähige mobile Endgeräte, die man immer und überall nutzen kann, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dementsprechend entwickeln sich auch die medialen Möglichkeiten und Herausforderungen rasant weiter. Das war ein wesentlicher Grund für die Siemens AG, sich dieser Entwicklung anzupassen und entsprechend über neue Wege in der Kommunikation der Marke nachzudenken.

Unser Kunde Siemens hat bereits 2007 ein komplett neues Webdesign für seine Corporate Website eingeführt. Schon damals stellte die Seite einen großen Gestaltungsraum innerhalb der so genannten Feature-Fläche für mediale Inhalte zur Verfügung. Hier findet seit Februar 2011 mit „/answers“ ein neuartiges digitales Multi-Kanal-Magazin Platz (http://www.siemens.com/entry/cc/de/). Um in Sachen Social Media am Ball zu bleiben, gibt es zwei wesentliche Stellschrauben: Es müssen Inhalte sowohl für das klassische desk- top-basierte Internet als auch für das mobile Internet geschaffen werden, die so spannend und relevant sind, dass sie ihren Weg „von selbst“ ins Social Web finden, Stichwort „Sharing“. Die zweite Stell- schraube: die Inhalte über mehrere digitale Kanäle sowie Mobile Devices sinnvoll vernetzen.

Ziel: Digitales Storytelling
Unser Ziel war es also, gemeinsam mit Siemens ein langfristig konzipiertes Storytelling zu schaffen und damit einen offenen Dialog mit der Zielgruppe zu ermöglichen. Diese besteht haupt- sächlich aus B2B-Entscheidern. Aber auch Multiplikatoren und Journalisten, Job-Suchende und Influencer wie Blogger und Networker möchten wir mit /answers adressieren. Der Fokus des Storytelling: echte Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind. Technologie- und Produktwerbung tritt dabei ganz klar und bewusst in den Hintergrund. Somit wird die Marke emotionalisiert und der oft versteckte Beitrag von Siemens sichtbar gemacht. Unsere Aufgabe als Agentur war es dabei, die Produktion einzelner Stories zu koordinieren und Siemens bei der Vernetzung der Inhalte über alle Kanäle hinweg zu unterstützen. „Wir verfassen als Agentur keine einzige Story selbst, sondern konzentrieren uns darauf, ein weltweites Netzwerk von renommierten Autoren und Filmemachern zu etablieren“, erklärt Ralf Heller, Gründer und CEO von Virtual Identity. „Und die Autoren behalten die kreative Verantwortung. Sie finden die Protagonisten und erzählen die Geschichte aus ihrer Perspektive. Wir hoffen durch die so entstehende Varianz, nachhaltig das Gehör der Zielgruppe zu finden.“ (...)

Lesen Sie mehr über dieses Projekt und seine Umsetzung im scm-Newsletter 4/2011

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Linda Holz ist seit Juni 2011 Pressesprecherin der Virtual Identity AG. Dort verantwortet sie die Entwicklung und Implementierung aller Kommunikationsmaßnahmen sowie PR- und Social Media- Strategien. Vor ihrer Tätigkeit bei Virtual Identity war sie Account Managerin bei der PR-Agentur Lewis PR, wo sie Unternehmen aus dem IT- und Telekommunikationssektor international betreute.

 

 

 

 

 

 


 

Corporate Social Networking

Facebook und Google+ tragen einem neuen Kommunikationsverhalten Rechnung – und werden dennoch im betrieblichen Umfeld eher kritisch bewertet. „Warum sollen sich unsere Mitarbeiter elektronisch vernetzen?“ „Wir müssen arbeiten und nicht ständig Fotos teilen und intern über Parties zwitschern....“
Trotzdem gibt es für Unternehmen wichtige Gründe, die Interne Kommunikation auch mit internen sozialen Plattformen („Social Business“ oder „Corporate Social Networking)) zu unterstützen. Ein wesentlicher Mechanismus dabei ist, dass Informationsobjekte (Dokumente, Nachrichten, Wiki-Beiträge) durch Bewertungen und Kommentare in sog. Activity Streams analog zu Facebook sichtbar werden und so der Wissensaustausch angeregt wird. Denn die Kenntnis zum Unternehmen und zu arbeitsrelevanten Themen nimmt ab, je grösser die räumliche und organisatorische Distanz zur eigenen Person ist. Daher versuchen Unternehmen diese Distanz über persönliche Netzwerkverbindungen zu überbrücken und Wissensinseln miteinander zu verbinden. Die Unternehmenskommunikation übernimmt in diesem Kontext mehr und mehr die Rolle des ‚Information Broker’ und hat die Aufgabe, die Kommunikation unter den Mitarbeitern anzuregen und zu moderieren. Allerdings gelingt dies je nach Unternehmenstypus mit unterschiedlichem Erfolg. (...)
 

Generelle Empfehlungen:
Einige Empfehlungen, die man beim ‚Corporate Social Networking' ins Kalkül ziehen sollte:

  • Für Profilseiten / Kontaktdaten muss das 'Highlander-Prinzip' gelten: Es kann nur einen geben!
 Wenn Vernetzungsfunktionen eingeführt werden, müssen sie zwingend mit dem Unternehmensadressbuch verknüpft werden und dürfen keinen zweiten Topf für Kontaktinformationen eröffnen.
  • Trommelwirbel........ Single Sign On :-)  Der beliebte Klassiker - nie war er so wichtig. Mitarbeiter loggen sich kaum auf zusätzlichen Plattformen ein.
  • Einfachheit geht vor. Führen Sie technische Plattformen gerade im Social Media - Umfeld mit der absolut geringsten Funktionstiefe und mit einem klaren Fokus ein. Das Teilen und Verfolgen will im Arbeitsumfeld erlernt werden und darf nicht an überfrachteten Oberflächen scheitern
  • Verbinden Sie Social Media immer mit realen Treffen von Menschen. In Betrieben ist Networking immer noch sehr lokal getrieben und geht selten über Standort- oder gar Ländergrenzen hinaus. Vertrauensbasis ist und bleibt der persönliche Kontakt, der dann über Social Media weiter verfolgt und vertieft wird.

Und jetzt: Viel Spaß bei der internen Vernetzung!

Den vollständigen Text finden Sie im Newsletter IK im Fokus.
Der Autor Lutz Hirsch ist auch Referent auf der K2-Tagung Interne Kommunikation am 23./24. November in Düsseldorf. 

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Der Autor: Lutz Hirsch ist Executive Partner bei Hirschtec und seit 1996 in der IT- und Internetbranche aktiv. Nach Stationen bei d.d. synergy (Bereichsleiter Intranet/Groupware) und der IBM Global Services (Principal Consultant) gründete er 2003 die Firma Hirschtec Infoarchitects. 2009 wurde ihm ein Lehrauftrag der FH Brandenburg im Fachbereich Wirtschaftsinformatik zum Thema „Web 2.0 in der Unternehmens-praxis“ erteilt. Lutz Hirsch ist Mitglied des Information Architecture Institute. Außerdem sitzt er seit Oktober 2010 im Aufsichtsrat der HanseSafe AG.

 

 

Krisenkommunikation im Social Web

Die Herausforderungen der Krisenkommunikation im Social Web

Was tun, wenn am Wochenende plötzlich unangenehme Gerüchte über das Unternehmen gestreut werden? Gibt es im Unternehmen einen Verantwortlichen, der das überhaupt mitbekommt?

Mit der sprunghaften Ausweitung des Social Web sind auch die Anforderungen an die Krisenkommunikation signifikant gestiegen. Während es schon bei klassischen Medien schwierig ist, durch kommunikative und juristische Intervention Krisenverlauf und Berichterstattung zu beeinflussen, ist dies im Web noch weniger aussichtsreich. Die vielfältigen Krisenauslöser sind schlechter greifbar, das mediale Umfeld unübersichtlicher geworden. (...)

3 Tipps zur Krisenprävention
Erstens muss Einigkeit darüber hergestellt werden, was als Bedrohung gewertet und „auf den Radarschirm“ genommen werden soll. Gefragt ist im Rahmen einer professionellen Risikopotentialanalyse der ungeschönte Blick auf echte Bedrohungen der Unternehmenssubstanz. Wer einige ausgewählte Szenarien mit hohem Impact und hoher Wahrscheinlichkeit konsequent durchleuchtet, ist meist auch in der Lage, weniger gravierende Risiken zu beherrschen.

Zweitens braucht es regelmäßiges Stakeholdermapping. Dabei geht es nicht darum, möglichst breit zu sondieren, sondern die entscheidenden Meinungen wichtiger Stakeholder mit Bezug auf unternehmenskritische Themen zu beobachten. Tools wie Issues Radar und andere Produkte bieten hier effiziente Unterstützung. Sie sind im Webzeitalter die Grundvoraussetzung für das Bestehen eines Krisenfalls.

Drittens müssen Strukturen geschaffen werden, die im Ernstfall eingespielt sind und funktionieren. Teambuilding und Sensibilisierung sind hierbei die Schlüsselworte.

Teambuilding und Sensibilisierung
Gerade bei der Sensibilisierung der Mitarbeiter geht es mitunter um Details. Der BP-Konzern etwa konnte, aufgrund schneller Reaktion und regelmäßigen neuen Informationen auf den Microsites, die Krise um die Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Social Web durch aktive Informationspolitik zunächst einigermaßen in Grenzen halten. Er verspielte das gerade mühevoll erarbeitete Anfangsvertrauen aber durch eine Fotomanipulation. Blogger deckten auf, dass auf einem veröffentlichten Foto ein paar eigentlich ausgeschaltete Bildschirme im BP-Krisen-Kontrollzentrum laienhaft mit Fotos des Bohrlochs versehen wurden. So entstand der Eindruck einer stärkeren Überwachung der Unglücksstelle. Entsprechende Guidelines, dass gerade in Krisenzeiten besonders darauf zu achten ist, sich nicht durch Intransparenz und Halb- oder Unwahrheiten zusätzlich angreifbar zu machen, hätten dies verhindern können.

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Ein Bild des BP-Kontrollzentrums von 2001 wurde laienhaft manipuliert und als aktuelles Bild ausgegeben. Quelle: BP photoshops fake photo of crisis command center, posts on main BP site (Monday, July 19, 2010) www.americablog.com

(...)

Den ungekürzten Text finden Sie hier

Am 14. Oktober 2011 findet in Düsseldorf der Workshop "Krisenkommunikation im Social Web" statt.

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Autor: Dr. Volker Klenk gründete 2003 zusammen mit Stephan Hoursch die Agentur Klenk & Hoursch Corporate Communications, Agentur für methodische Unternehmenskommunikation. Vorher arbeitete er bei Burson-Marsteller, Frankfurt, sowie als freier Wirtschaftsjournalist für die Wirtschaftswoche, Frankfurter Allgemeine, VDI- Nachrichten. Ende 1997 gründete er mit Stephan Hoursch die deutsche Niederlassung der internationalen PR-Agentur Cohn & Wolfe und leitete sie als Geschäftsführer bis Anfang 2002. Von 2002 bis 2003 führte er die Deutschlandgeschäfte von Edelman.
Dr. Klenk ist Betreiber der Themenwebseite www.transparenz.net sowie Mitherausgeber des Buches „Corporate Transparency – wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen“.

 

 

 

Umgang mit Kritik 2.0: Zuhören und ganz wichtig – Feedback geben, antworten.

Drei Fragen an Nina Meyer (L’TUR)

Haben Kritik und Beschwerden in Zeiten von Social Media stark zugenommen?
Nein, das können wir noch nicht feststellen. Es ändern sich lediglich die Kommunikationskanäle. Wurde der Urlaubsärger noch vor wenigen Jahre beinahe ausschließlich per Post adressiert, sind Reklamationen per E-Mail heute schon etwas ganz Alltägliches. Seit Mitte 2009 ist L’TUR auf Facebook und mit der Anzahl der Fans steigt natürlich auch das Beschwerdepotential. Noch halten sich öffentliche Reklamationen auf unserer Pinnwand allerdings in überschaubaren Grenzen. Häufig geht es um Probleme bei der Internetbuchung, aber auch auf Ärger über verspätete Flüge und nicht den Vorstellung entsprechende Hotelzimmer haben wir bereits reagieren müssen. Auffällig ist, dass Kunden, die ihrer Reklamation ein besonderes Gewicht verleihen wollen, immer seltener mit einer Zeitungsveröffentlichung drohen. Stattdessen werden Bewertungsplattformen, Blogs und Facebook als geeignete Orte für den öffentlichen Reiseärger gesehen. Dort finden sich schnell und nicht selten Leidensgenossen. So bekommt ein Thema durch die Macht der Gruppendiskussion rasch eine neue, größere Dimension.

Was empfehlen Sie Unternehmen im Umgang mit Kritik 2.0?
Kritik ist ja zunächst einmal nichts Schlechtes, wenn sie konstruktiv ist. Sie zeigt Missstände auf und hilft uns, unser Produkt zu verbessern. Hören Sie also gut zu, was Ihnen die Community zu sagen hat, denn nicht selten hat sie schlichtweg Recht. Natürlich gibt es auch Dauernörgler, die immer das Haar im Pudding finden, Rechthaber und andere Beschwerde-Typen, die möglicherweise etwas bemängeln, dass Sie nicht ändern können oder wollen. Auch hier heißt es: Zuhören und ganz wichtig – Feedback geben, antworten. Nur so zeigen Sie Ihrem Kunden, dass sie ihn und sein Problem/ Thema ernst nehmen. Wer also zuhört, Feedback gibt und sich der Kritik stellt, indem er Hinweise und Vorschläge von Kunden aufnimmt und im Zweifel auch umsetzt, kommt mit kritischen Stimmen in sozialen Netzwerken prima klar. Wichtig sind an dieser Stelle natürlich auch gut informierte und geschulte Mitarbeiter, die schnell und selbstständig auf Beschwerden antworten können. Budget für zusätzliches Personal ist hier also gut investiert.

Welche Vorteile bieten Social Media in der Reisebranche?
Soziale Netzwerke sind ideal, um Kunden in ihrem ganz persönlichen Umfeld zu begegnen. Und das an 365 Tagen im Jahr und nicht nur zur Urlaubszeit. Wir glauben an die Kraft der Empfehlung, auf die Verbraucher längst mehr vertrauen als auf klassische Werbung. Über Social Media bringen wir reisaffine Menschen mit unserer Marke in Kontakt, die wir hier mit den uns wichtigen Botschaften aufladen können. Wir haben die Möglichkeit, exklusive Produkte vorzustellen, mit Aktionen Lust auf Urlaub zu machen. Auf kurz oder lang sehen wir die Sozialen Netzwerke auch als zusätzlichen Service- und neuen CRM-Kanal, der heute die Kommunikation über Newsletter begleitet, vielleicht irgendwann sogar einmal ersetzen wird. Das stärkste Reiseportal in Deutschland ist übrigens ein Social Media-Portal. Holidaycheck sammelt Meinungen und Bewertungen von Urlaubern und ist längst so etwas wie die Stiftung Warentest fürs Reisen.

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Nina Meyer leitet seit Januar 2009 die interne und externe Unternehmenskommunikation sowie das Social Media Marketing bei der L’TUR Tourismus AG. Nach einer Ausbildung zur Fotografin arbeitete Sie in einem Studio für Mode- und Werbefotografie, bevor Sie einen der begehrten Plätze an der Axel-Springer-Journalistenschule in Hamburg ergatterte. Nach fünf Jahren als Reporterin bei einer Frauenzeitschrift und zahlreichen Auslandsreisen wechselte sie zur Bild-Zeitung, wo sie zunächst stellvertretende Redaktionsleiterin von Reise Bild war und bis 2008 das Reise-Ressort verantwortete.